Moog Memorymoog – TOP Vintage Poly-Synth mit 18 VCOs

Der Memorymoog – einer der Top-Fünf aller legendären Vintage Poly-Synthesizer! Eventuell sogar einer der Top-Drei, bei genauerer Betrachtung, denn schließlich unterscheidet sich das Instrument in „einem“ wesentlichen Punkt der Stimmen-Architektur von allen Konkurrenten. Und speziell dieser Punkt – Erklärung folgt später – macht den Memorymoog zum besonders ausdrucksstarken, besonders lebendig klingenden und damit besonders musikalischen Vintage Poly-Synthesizer.

Moog Memorymoog Synthesizer

Vom Sturmtief zum Sonnenschein

Frühjahr 2021: Wir wagen das Experiment und holen einen Memorymoog ins Studio. Mit viel Kopfweh und einem schlechten Bauchgefühl. Denn immerhin zählt das Instrument in der allgemeinen Wahrnehmung und Berichterstattung zu den technisch anfälligsten Vintage Poly-Synthesizern. Das Sturmtief nimmt auch gleich Fahrt auf, der Memorymoog kommt – von einem uns bereits bekannten Verkäufer aus Spanien vorbildlich verpackt – mit folgender Macke an: Stimme Nr. 4 ist einen Ganzton zu tief. Auto-Tune greift da nicht, Akkorde und Melodieverläufe klingen schrecklich, das Instrument ist nur eingeschränkt spielbar. Besagte Stimme ließe sich zwar abschalten, doch das Problem wäre damit ja nicht gelöst.

Schauer-Geschichten über umständliches Memorymoog-Tuning à la “ … bei aufgestelltem Synthesizer-Paneel und an der Wand montiertem Spiegel seitenverkehrtes (!) Display-Ablesen der Hexadezimal-Werte, die erst noch in Hertz umgerechnet werden müssen …“ lassen weitere Gewitterwolken aufziehen. Und das Öffnen des Instruments führt schließlich zu orkanartigen Gemütszuständen. Primitive Service-Position à la Prophet-5 (> Lösen aller Schrauben der Bodenplatte, Synthesizer-Teil wird hochkant gestellt, keine Scharniere, sorry) offenbart Technik aus dem vorletzten Jahrhundert, wie es scheint. Dieses „zusammengeschusterte“ Gerät, dieser Wust an Boards, Steckern und Kabelbäumen soll einer der bekanntesten Vintage Synthesizer sein?

Moog Memorymoog Synthesizer

Seltsamerweise neutralisiert sich das schlechte Bauchgefühl. Und Sonnenschein tritt ein – die Out-Of-Tune-Stimme findet zu ihrer angedachten Kalibrierung zurück. Einfach durch Hochklappen der Voice-Boards, denn siehe da: Alle Stimmen sind plötzlich „In Tune“. Unsere Analyse: Olympisches Pakete-Werfen zwischen Spanien und den Alpen führte am Postweg zum Verstellen eines Voice-Board-Potis. Mechanisches Bewegen des Boards hat alles wieder gerichtet. Seither läuft der Memorymoog tadellos.

Nur „4 TUNED“? (K)ein Problem …

Die Geschichte unseres Memorymoogs ist natürlich eine persönliche Geschichte. Doch hat sich  auf mehreren Ebenen folgendes bestätigt: „Mache dir ein eigenes Bild vom Instrument. Die Warnungen aus dem Manual, aus der Fachliteratur und aus dem unerschöpflichen Web sind zwar wichtige Hinweise, müssen aber nicht ‚unbedingt‘ zutreffen.“ Und so ist es auch. Der Memorymoog zeigt nach ausgeführtem Tuning je nach Lust und Laune 4 TUNED, 5 TUNED oder (eher selten) 6 TUNED. Letzteres wäre der Idealzustand, alles andere ’soll‘ auf technische Gebrechen hindeuten. Was hier nicht der Fall ist. Auch bei 4 TUNED erklingen alle Stimmen, schön VINTAGE noch dazu. Mag sein, dass die gespeicherten Toleranz-Werte dem System Controller fehlerhafte Stimmen „melden“. Zu hören sind die Anomalien nicht. Alle 6 Stimmen ertönen, der Memorymoog klingt – für unsere Ohren – perfekt.

Moog Memorymoog Synthesizer

System Controller, Lüfter und Co.

Obwohl wir vom Klangcharakter und von den Performance-Möglichkeiten des Instruments sehr begeistert sind, soll dies keine einseitige Lobeshymne auf den Memorymoog werden. Beginnen wir daher mit ein paar „speziellen“ Dingen. Der soeben genannte SYSTEM CONTROLLER – aus Sicht der 80er-Jahre ein tolles Gimmick mit Taschenrechner-Bedienfeld und so manchen geheimnisvollen Befehlsketten – dieser Controller macht die Programmierung des Memorymoog schon mal etwas umständlich. Arpeggiator drücken, dann 4, dann Enter (als Beispiel). Das ist Arp-Modus UP mit Hold-Funktion. Eh klar, dachte man sich schon. Mono drücken, dann KB Mode, dann 3 und Enter (als Beispiel), das ist Unisono-Modus bei 3 Stimmen, sprich Mono-Sound mit 9 VCOs. Auch klar, oder?

Die Controller-Einheit dient weiters zum Sperren / Entsperren des Bedienpaneels (Interlock = Sperre, Verriegelung), zum Freischalten des Soundspeichers (C 8 und Enter drücken) – sofern nicht unglücklicherweise in grauen Vorzeiten ein 4-stelliger Zugangscode eingegeben wurde, der dem neuen Memorymoog-Besitzer möglicherweise unbekannt ist, zum Aufrufen des PANEL Sounds (C 9 und Enter drücken), zum Durchsteppen der 100 Klänge (z.B. 82 und Enter drücken, oder A – nächsthöherer Sound aufwärts bzw. B – nächstniedrigerer Sound abwärts, hier kein Enter nötig), sowie für Programm-Sequenzen, diverse System-Routinen und Kalibrierungs-Prozesse.

Moog Memorymoog Synthesizer

Alles sehr retro, mit dem technischen Charme der frühen Digitalisierung. Zentrale Bedienelemente sind jene grauen bzw. weißen Plastik-Tipptaster, denen anzumerken ist, dass es anno 1980 schon nicht mehr gut um die Firma Moog bestellt war. Sie funktionieren (das schon), sind aber mitunter hakelig zu drücken („wo“ genau ist der Druckpunkt?) und versagen nach längerer Nicht-Bedienung des Memorymoog auch gerne mal – meist nur für kurze Zeit – den Dienst. Oftmaliges Drücken sollte die meisten Kontaktprobleme einzelner Taster dann rasch wieder beheben.

Bleiben wir bei der Hardware. Das Panel ist – ähnlich wie beim Oberheim Xpander / Matrix-12 – mit einer Schutzfolie überzogen, die nach 40 Jahren nicht selten kleine Unebenheiten (Wellen) zeigt, unsauber erscheint und an manchen Stellen Risse aufweisen kann. Eine weitere, interessante Parallele zum originalen Minimoog, der zuweilen ähnliche kosmetische Merkmale entwickelt.

Auch der innen auf der Bodenplatte des Memorymoog befestigte Lüfter ist ein kleines Fragezeichen. Keineswegs leise, sorgt der Lüfter zusammen mit dem großen Netzteil und dem rückseitig angebrachten Kühlergrill zwar dafür, dass der Synthesizer stabil läuft, andererseits aber auch dafür, dass das Gewicht des Instruments stark auf „einer“ Seite gelagert ist. Wer also nichtsahnend den Memorymoog hoch hebt, dem fällt der Synthesizer beinahe links weg, so sehr drückt das Gewicht auf dieser Seite nach unten.

Moog Memorymoog Synthesizer

Ein TOP Vintage Synthesizer? Aber ja …

Nun mag der kritische Gedanke auftauchen, in wie weit hier von einem TOP Vintage Synthesizer die Rede sein kann, wo doch betreffend technischer Zuverlässigkeit, hakeliger Bedienelemente und anderer Hardware-Aspekte mehr als nur eine Handvoll Fragezeichen am Horizont erscheinen. Die Antwort ist einfach und allseits bekannt: Der SOUND des Memorymoog ist definitiv „besonders“. Da wir jedoch die allseits geläufige Beschreibung des Instruments als Quasi-6-stimmiger-Minimoog nicht unbedingt bzw. nur eingeschränkt teilen, gilt auch an dieser Stelle, dass Meinungen/Erfahrungsberichte der Allgemeinheit (die natürlich ihrerseits begründet sind) und persönliche Erfahrungsberichte durchaus zwei Paar Schuhe sein können.

Kurz zur Geschichte dieses TOP Vintage Synthesizers. Der Memorymoog – Model 345 – erschien Anfang der 80er-Jahre als lang-ersehnter, vollwertig programmierbarer / speicherbarer polyphoner Moog Synthesizer. 1981 in den USA vorgestellt, war das Instrument ab Ende 1982 in Europe erhältlich. Mit MIDI-Update und eingebautem Sequenzer folgte ab Mitte 1983 bis 1985 schließlich der Memorymoog Plus. Das umfassende Servicierungs- und MIDI-Update von Rudi Linhart – bekannt unter dem Namen Lintronics Advanced Memorymoog Modification (LAMM) – beschenkt die Welt seit den 90er-Jahren schließlich mit einem technisch und funktionell nochmals verbesserten Memorymoog.

Moog Memorymoog Synthesizer

Im Gegensatz zum Minimoog – dem unangefochtenen Nummer-1-Mono-Synthesizer (alle lieben den Minimoog, wie es scheint) – sind die Reaktionen auf den Memorymoog bis heute jedoch etwas differenzierterer Natur. Drei Zitate aus der Synthesizer-Literatur …

Julian Colbeck:

„Everyone loves the Minimoog, but the Memorymoog has people divided. Quite strongly. There are users and aficionados who revere the instrument, who find it capable of extraordinary power yet subtlety and who […] continue to work with and use it on a regular basis. Then there are those who view Moog’s parting shot as having passed its sell-by date before its release: using old technology, scrapply put together and riddled with imperfections.“

(Julian Colbeck Keyfax Omnibus Edition, 1996, Seite 76)

Peter Forrest:

„The Memorymoog isn’t touch-sensitive in any way; it’s not multi-timbral, not even with a simple split / layer keyboard facility; only the later (1984 – ) Plus model has (a fairly basic) MIDI; it’s realiability is poor; compared with modern synths in many ways it’s a desaster; and yet it blows them all away for power and guts. Quite simply, it’s one of the great synthesisers of all time […] .“

(Peter Forrest The A-Z of Analogue Synthesisers, Part One: A-M revised, 1998, Seite 281)

Moog Memorymoog Synthesizer

Mark Jenkins:

„From 1980 to 1985, Moog introduced the synth that the Polymoog should have been: the Memorymoog had solved the voice assignment problem, finding a way to assign just six voices to the keyboard but making them much more powerful than the Polymoog voices. Even so, they were not exactly the equivalent of a polyphonic Minimoog; by this time, oscillators, filters and amplifiers designed from individual components had been replaced by facilities on a single chip […]. But the Memorymoog was again late, large, expensive and not very reliable […]. These factors, combined with the departure of Bob Moog some years earlier, started a decline for the company that ended with its closure in 1987.“

(Mark Jenkins Analog Synthesisers, 2007, Seite 59)

Aufbau des Memorymoog

Das Instrument ist ein klassisch aufgebauter Analogsynthesizer, der technisch betrachtet als Mischung aus Minimoog und Prophet-5 – plus einiger Extras – charakterisiert werden kann.

Der 6-stimmige Memorymoog verfügt pro Stimme über:

  • 3 VCOs (CEM 3340) mit Sync, VCO 3 auch als LFO nutzbar
  • Moog-Ladder-Filter mit ADSR Hüllkurve (CEM 3310)
  • VCA (CEM 3360) mit ADSR Hüllkurve (CEM 3310)

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Weiters:

  • Digitales Rauschen (gelooptes Pink Noise)
  • Umfassende LFO-Abteilung inklusive Sample & Hold
  • Voice Modulation-Abteilung (VCO3 und VCF Hüllkurve als Quellen)

Zu den Performance-Merkmalen zählen:

  • Diverse monophone und polyphone Keyboard-Modes
  • Zwei zuweisbare externe CV-Signale (Footpedal 1 / 2)
  • Eine Chord-Funktion (hier als HOLD bezeichnet)
  • Pitch-Wheel (Intervall programmierbar)
  • Modulations-Wheel, sowie ein …
  • … separater Modulations-Amount Regler
  • -1 / 0 Octave Switches, Glide, Tune
  • Arpeggiator mit diversen Modi
  • Sequencer (Plus-Version)

Zu den Anschlüssen zählen:

  • Balanced Audio-Out
  • Unbalanced Audio-Out
  • Headphones-Out (Front-Seite)
  • Monophones CV-Keyboard-Out (CV/Gate/S-Trig)
  • 5 Fußschalter-Anschlüsse (inkl. HOLD, in diesem Fall Sustain)
  • Clock-IN für den Arpeggiator
  • Kassetten-Interface
  • MIDI (Plus-Version)

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Musikalische Besonderheiten

Den eben angeführten Feature-Listen nach zu erwarten, gibt es eine ganze Menge an klanglichen Besonderheiten rund um den Memorymoog. Wir möchten jedoch den einleitenden Faden aufgreifen und zunächst auf jenen – aus unserer Sicht – wesentlichsten Kernpunkt der Klangarchitektur hinweisen …

3 VCO’s pro Stimme

Optisch wie technisch (auch) dem Minimoog nachempfunden, bietet der Memorymoog wenig überraschend 3 VCOs pro Stimme. Das mag auf den ersten Blick gar nicht soooooo spektakulär erscheinen. Ist der Unterschied zwischen 2 und 3 Oszillatoren tatsächlich entscheidend? Mehr Schwebungen sind möglich, das auf jeden Fall, und statt Intervallen kann man (pro Voice) ganze Akkorde stimmen. Doch auch darüber hinaus schaffen 3 VCOs speziell in der Performance des Memorymoog eine besondere Situation, da hier pro Oszillator alle drei Wellenformen – Sägezahn / Puls / Dreieck – gleichzeitig eingeschaltet werden können. Maximale Aktivierung aller WAVESHAPES bedeutet also 9 tönende Wellenformen pro Stimme, 54 tönende Wellenformen bei 6 Stimmen.

Nun sind – der Memorymoog ist hier ein echter Spezialist – die gesamt 18 VCOs nie exakt „in tune“. Ergo ergeben sich pro Stimme unterschiedlichste Schwebungen im Gemisch von VCO1/2, VCO1/3 und VCO2/3. Mit dem Resultat, dass man – bei aktivierter Pulswelle und Dreieckwelle pro VCO (als Beispiel) – eine beeindruckende Vielfalt an Schwebungen, vor allem aber eine Vielfalt an sich leicht verändernden, da ständig neu überlagernden Wellenformen vorfindet. Vergebens sucht man den (eben nicht aktivierten) LFO im zauberhaften Gemisch der scheinbaren Modulationen. Durch lebendiges Tuning aller VCOs und dem Zusammenspiel von 6 aktiven Wellenformen ergeben sich – in diesem Beispiel – ständig wechselnde subtile Klangfarben und permanente Phasing-Effekte. Lebendigkeit pur, einfach durch das Erklingen von 3 VCOs pro Stimme.

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Zur Verdeutlichung möchten wir auf das unten angefügte Klangbeispiel „Short Solo 1“ hinweisen. Ein stellenweise polyphon gespielter Solo-Sound mit 3 VCOs pro Stimme, jeweils mit aktivierter Puls- und Dreieck-Welle. 6 Wellenformen sind zu hören. Es kommt kein LFO zum Einsatz und doch klingt der Solo-Sound besonders natürlich, zuweilen zart bis sehr lebendig. Einmal überwiegt der härtere Puls-Sound (Akzente entstehen), einmal die Dreieck-Welle (weichere Passagen sind zu hören), oft liegt die Mischung irgendwo dazwischen. Es ist eine Frage der vielfachen Schwebungen und der dadurch immer in Bewegung stehenden Mehrfach-Wellenform-Mischungen.

Entscheidend ist übrigens auch der angewählte Keyboard-Modus. Es gibt 4 monophone und 4 polyphone Modes. Hier kam Poly KB Mode 1 zum Einsatz – der zyklische Modus, wo die 6 Stimmen des Memorymoog der Reihe nach abgerufen werden und so maximale Lebendigkeit (alle Stimmen driften minimal – sind leicht „out of tune“ – und wechseln ständig ab) vonstatten geht. In anderen KB Modes, wo der Memorymoog z.B. nach jedem Loslassen der Tasten immer wieder bei Voice 1 beginnt, ist diese maximale Lebendigkeit (ganz bewusst) unterbunden. Es hängt wie immer vom musikalischen Kontext und dem gewünschten klanglichen Ergebnis ab. Für lebendige Soli eignet sich KB Mode 1 jedenfalls ganz hervorragend.

Zusammengefasst: Das Vorhandensein von 3 VCOs pro Stimme – bzw. einer Auswahl von 1 bis 18 VCOs in Summe – bei gleichzeitiger Aktivierungsmöglichkeit aller Wellenformen und der reichen Auswahl an Keyboard-Modes (monophon wie polyphon) machen den Memorymoog zu einem einzigartig flexiblen Instrument in der Synthesizer-Geschichte.

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Mixer und VCF: warmer Grundsound, der „franselt“

Wie schon beim Minimoog, „franselt“ auch der Grundklang des Memorymoog. Er übersteuert permanent (minimal), der Sound ist nicht geradkantig, sondern ähnlich den Enden eines Fleckenteppichs ausgefranst. Was zunächst etwas ungewohnt sein mag (Besitzern der technisch nahezu perfekten Roland Vintage Synthesizer dürfte dieses Phänomen unbekannt sein), entpuppt sich nach kurzer Zeit jedoch als angenehmer, etwas rauer, zugleich aber äußerst warmer und – wenn man das überstrapazierte Klischee bedienen darf – besonders musikalischer Klang.

Wer einen eher geraden – etwas langweiligeren (?) – Memorymoog-Sound bevorzugt: Man kann besagtes „Franseln“ in der MIXER Sektion durch Absenkung der einzelnen VCO-Lautstärken auf unter ein Drittel (!) beinahe völlig eliminieren. Allerdings muss dann der Pegel von MASTER VOLUME entsprechend erhöht werden, wodurch das Grundrauschen im Audio-Pfad des Memorymoog erheblich zunimmt.

Über das legendäre Moog Filter muss man nicht viele Worte verlieren. Es arbeitet sehr effektiv und verfügt über ein inspirierendes Resonanz-Verhalten. Hohe EMPHASIS-Werte bringen ein ganzes Arsenal an rau klingenden, warmen Klangfarben zum Vorschein. Was uns sehr überrascht: Der Memorymoog kann – der allgemein vorherrschenden Meinung folgend – nicht nur mächtig, laut, böse, dominant klingen, er hat auch ein weites Feld an subtilen, zarten, feingliedrigen Sounds im petto. Neben den ober erwähnten lebendigen VCOs (mit allen Wellenform-Mischungen und ständig wechselnden Klangfarben) ist das VCF der zweite Kern des so exquisiten Memorymoog-Sounds.

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LFO Modulation, VOICE Modulation und LOW VCO 3

Nach Erscheinen des Sequential Prophet-5 im Jahre 1978 musste Moog seinen Memorymoog zwangsläufig mit ähnlich umfassenden Modulationsmöglichkeiten wie beim Prophet-5 ausstatten – was auch der Fall war. Moog legte sogar noch etwas nach und hat sowohl die LFO- als auch die VOICE Modulation-Abteilung (beim Propheten POLY-MOD genannt) um einige Details erweitert.

Konkret: Neben dem LFO mit Sample & Hold stehen noch VCO 3 sowie die VCF Hüllkurve als Modulationsquellen zur allgemeinen Verfügung, ergänzt durch Besonderheiten wie CONTOURED VCO 3 AMOUNT und INVERT. Die Steuerung der VCO 3 Modulationstiefe durch die Hüllkurve ist eine feine Sache. Und auch die Invertierung der VOICE Modulation Quellen ist spannend, da man so – als Beispiel – den in der Filter-Abteilung positiven Hüllkurvenverlauf nun parallel auch als negativen Hüllkurvenverlauf zur Verfügung hat.

Schließlich aber kann VCO 3 im LOW Modus als zusätzlicher (zweiter) LFO zum Einsatz gebracht werden. Das Schöne daran: Beim Memorymoog steht trotz Einsatzes von 2 LFOs (und der gesamten VOICE Modulation-Ecke, sprich: „Modulationen ohne Ende“) immer noch ein robuster Klangkörper mit 2 VCOs zur Verfügung. Wird beim Prophet-5 hingegen VCO B als (zweiter) LFO verwendet, bleibt nur noch VCO A für Audio-Zwecke übrig. Auch hier macht sich also die 3-VCO-pro-Stimme-Architektur des Memorymoog positiv gegenüber der Konkurrenz bemerkbar.

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Flexible Voice-/Keyboard-/Trigger-Modes, zahlreiche Anschlüsse

Über die flexiblen monophonen und polyphonen Modes wurde schon eingangs berichtet. Sehr schön, wenn der Musiker festlegen darf, ob ein Unisono-Sound aus nur einem VCO (Osc 2 und 3 sind dann in der Mixer-Sektion auf „0“ gestellt), aus 3 VCOs à la Minimoog (eine Stimme aktiv), aus 6 / 9 / 12 / 15 oder 18 VCOs (sechs Stimmen aktiv) bestehen darf. Die polyphonen Modes mit unterschiedlichsten Voiceboard-Zuweisungen, schließlich aber die diversen Noten-Prioritäten und Trigger-Modes zeigen deutlich, dass beim Memorymoog auf fast alle erdenklichen musikalischen Bedürfnisse Rücksicht genommen wurde.

Ebenso üppig sind die Ein- und Ausgänge des Instruments. Allem voran wären speziell FOOTPEDAL 1 und 2 zu nennen. Wobei nicht unbedingt CV-Pedale verwendet werden müssen, sondern jegliche analoge CV-Spannungen zum Einsatz kommen können. Das absolut Herausragende daran: Die angelegten Steuerspannungen lassen sich am Bedien-Panel bequem ein- und ausschalten und stufenlos in ihrer Intensität regeln. Pedal-Eingang 1 geht – je nach Aktivierung – auf PITCH, VOLUME und FILTER, Pedal-Eingang 2 auf MOD AMT (und allem, was hier dahinter steckt betreffend der großzügigen Modulationsabteilung) sowie auf OSC 2 (Stichwort CV-Steuerung des Sync-Effekts, nur als Beispiel).

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Ist lediglich ein Pedal angeschlossen (bzw. eine CV-Quelle), so wird diese Spannung automatisch von PEDAL 1 weiter zu PEDAL 2 geleitet, womit „alle“ Modulationsziele mit demselben Pedal / derselben CV-Quelle angesteuert werden dürfen – mit einem weiteren (externen) LFO, mit einem Analog-Sequenzer, oder mit einem Theremin (das über CV-Out verfügt) usw. Auch hier zeigt sich, wie enorm rücksichtsvoll die Konzeption des Memorymoog vonstatten gegangen ist. Nur wenige polyphone Synthesizer bieten die Möglichkeit, CV-Eingänge vom Panel aus zu aktivieren und diese zudem umfassend und flexibel zuzuweisen.

Auch die externe Steuerung einer analogen Synthesizer-Solo-Stimme (z.B. eines The Rogue, wenn wir schon im Hause Moog bleiben) ist vorgesehen. Und auch hier stehen umfassende Möglichkeiten zur Verfügung. Die vom Memorymoog ausgegebene CV-Spannung kann der Spielweise / den musikalischen Anforderungen entsprechend mittels HIGH / LOW / LAST Note Priority angepasst werden. Und sie lässt sich via direkt zugänglicher Trim-Potis (Range / Scale) exakt an den externen Synthesizer anpassen. Schließlich aber kann die Solo-Stimmen-Steuerung vom Panel (!) aus ein- bzw. ausgeschaltet werden (KB OUT on/off). So darf der Musiker spontan entscheiden, wann die zusätzliche (externe) Synthesizer-Stimme dem Spielen am Memorymoog beigefügt wird und wann nicht. Exzellent!

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Präzises Keyboard (funkige Soli!), programmierbare Spielhilfen
und wertvolle Display-Informationen

Wenngleich das Keyboard des Memorymoog in keiner Weise anschlagdynamisch ist, möchten wir es – mit Blickwinkel „Erscheinungsjahr 1982“ – dennoch als herausragend bezeichnen. Aus dem einfachen Grund, weil es so unmittelbar und präzise reagiert. Diese Unmittelbarkeit ist schnell erklärt: Nur ca. 1 (!) Millimeter Tasten-Tiefgang ist nötig, um den Klang auszulösen. Das Keyboard reagiert sofort, was zur Folge hat, dass der Musiker dem Memorymoog mühelos flotte und „wie im Darüberstreichen“ funkige Soli entlocken kann.

Ohne Klappern, ohne Kraftaufwand und mit präziser Funktion lässt sich das Keyboard definitiv als exaktes Hilfsmittel für vielfältige musikalische Ausdrucksweisen einsetzen – weit weg von jeder klobigen Oberheim OB-X/-Xa Tastatur, weit weg vom Holzhacker-Keyboard eines ARP Quadra oder PPG Wave. Die Tastatur des Memorymoog unterstreicht, wie sehr dieser Synthesizer als benutzerfreundliches Player’s Instrument ausgelegt wurde – nicht nur durch seine unzähligen Performance-Extras, sondern eben auch durch besagtes leichtgängiges (und dennoch solides) Keyboard, das schnell reagiert und eine besonders funkige Spielweise ermöglicht.

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Auch Pitchbender und Modulationswheel verdienen Lob und Anerkennung. Schließlich lässt sich der Pitchbend-Bereich präzise einstellen (und mit jedem Sound individuell abspeichern), schließlich reagiert das Modulationswheel unabhängig und zusätzlich zum MOD AMOUNT Regler (mit einstellbarer Dauer-Modulation, wie beim Oberheim OB-8), schließlich können die gesamten Modulationsbewegungen – wir haben es soeben gelernt – auch via externem PEDAL (bzw. externer CV-Spannung) in ihrer Intensität selbst moduliert werden.

Hinzu kommt noch jenes kleine 2-teilige Display, das beim Ändern von Parametern linkerhand den originalen gespeicherten Wert anzeigt, während rechterhand der neue veränderte Wert zu sehen ist – was wiederum ein sehr exaktes und fein abgestuftes Programmieren der Klänge ermöglicht. I-Tüpfchen des Glücks ist noch das angeschrägte Memorymoog-Panel, das eine hervorragende Übersicht / Einsicht / Aufsicht zu allen Bedienelementen gewährleistet.

In Summe – wir fassen es nun abschließend zusammen – ist der Memorymoog ein durch und durch für den Performance-Musiker ausgelegtes Instrument, das allen erdenklichen Komfort bietet, um sowohl betreffend Klang-Gestaltung als auch betreffend Musizier-Praxis ein Maximum an herausragenden Resultaten zu ermöglichen.

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Memorymoog, Memorymoog Plus oder LAMM: Die Qual der Wahl

Der originale Memorymoog vermisst eine Sache schmerzlich: MIDI. Als Abhilfe gibt es diverse Nachrüstsätze, etwa von Kenton Electronics – wie im Falle des hier gezeigten Instruments. Während der Memorymoog Plus von Fabrik aus mit MIDI glänzen darf, wird ihm – möglicherweise – eine etwas größere technische Unzuverlässigkeit nachgesagt. Stichwort erweiterte Digitalisierung und komplexeres Betriebssystem, das hie und da abstürzen kann (muss nicht sein). Der schon genannte – und weltweit hoch geschätzte – Lintronics Advanced Memorymoog (Modification) aka LAMM stellt schließlich die technische Krönung dieses Synthesizers dar. Immerhin geht neben einer umfassenden modernen MIDIfizierung auch eine umfassende Komplett-Restaurierung des definitiv wenig vertrauenerweckenden Original-Innenlebens einher. Mit im Paket des LAMM-Upgrades sind diverse Extras, wie etwa Stereo-Ausgänge, eine Zuweisungsmöglichkeit der Stimmen auf rechts / links, neue Displays etc.

Wir können keine Empfehlung abgeben. Jeder entscheide selbst, ob ein Memorymoog in sein Setup passe (oder nicht) und welches Modell das richtige wäre. Der LAMM-Variante stehen wir – es ist eine persönliche Sichtweise – etwas unschlüssig gegenüber. Unsere nicht verifizierte Vermutung: Ein umfangreicher Eingriff in das Vintage-Instrument kann den Charakter desselbigen verändern, selbst wenn die Stimmenarchitektur unangetastet bleibt. Aus technischer Sicht stellt der LAMM natürlich einen Fortschritt dar, keine Frage. Auch sind seine umfassenden MIDI-Features im modernen Studio sicher willkommen. Aus klanglicher Sicht würden wir dennoch einem Instrument im servicierten originalen Zustand den Vorzug geben – sofern es zuverlässig arbeitet. Den Soundbeispielen ist zu entnehmen, dass auch ein LAMM exzellent klingt – LAMM „ja“ oder „nein“ ist somit wohl eine Frage der studiotechnischen Anforderungen und des persönlichen musikalischen Geschmacks.

Moog Memorymoog Synthesizer

Fazit

Der Memorymoog hat uns überrascht. Weil er anders klingt als erwartet. Weil er zuverlässiger ist als erwartet. Weil er – ungeachtet der nur 6 Stimmen – so viel mehr kann als vergleichbare Konkurrenten. Und weil sein Charakter definitiv ins Herz geht, man kann es nicht anders sagen. Er überrascht auch mit gelooptem (!) Rauschen, mit zuweilen hakeligen Tipptastern, mit nervigen Befehlsketten, einem lauten Lüfter und einem chaotisch wirkenden „zusammengeschusterten“ Innenleben.

Dennoch, der KLANG macht es aus! Positiv: Ein Memorymoog ist kein mehrstimmiger Minimoog. Mit dem großzügigen Arsenal an CEM-Chips wäre dies auch kaum möglich. Und doch ist der Memorymoog viel mehr als sein berühmter monophone Vorfahre. Er kann moogisch, aber im Gegenteil vor allem auch un-moogisch klingen. Dabei ist es die Subtilität der Klänge, die uns besonders berührt. Jene Lebendigkeit, jenes Phasing, jenes Quasi-Modulieren der Wellenformen (ohne Modulator, einfach durch Schwebungen und mehreren aktiven Wellenformen pro Oszillator), das einen unwiderstehlichen Charme hervorruft.

Gepaart mit dem farbenreichen Filter, gepaart mit den beeindruckenden LFO Modulationen / VOICE Modulationen, gepaart mit den zahlreichen und musikalisch so sinnvollen Stimmen- / Keyboard-Modes und gepaart mit einem üppigen Angebot an Performance-Möglichkeiten (inklusive der exzellent zu spielenden originalen Tastatur) ergibt der Memorymoog in Summe einen TOP Vintage Poly-Synthesizer, der sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart konkurrenzlos ist.
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Moog Memorymoog Synthesizer

Auf mehrere Fragezeichen bezüglich Technik und Hardware wurde hingewiesen – sie sind auch keineswegs zu leugnen. Vielleicht ist aber gerade der charaktervolle Klang des Memorymoog auch das Ergebnis der vielen Unzulänglichkeiten, der eben-nicht-perfekten Bauweise des Instruments. Das eine bedingt das andere, wie es scheint.

Was zum unvermeidlichen Hinweis führt, dass eine Gegenüberstellung des Memorymoog mit dem Moog ONE nicht sinnvoll ist. Moderne Bauteile, Schaltungen und Fertigungsprozesse führen zwangsläufig zu einer neuen Ästhetik des analogen Sounds, zu einem Analogsound mit moderner Klangqualität. Dieses Phänomen ist bei allen Synthesizern, die als Remake bekannter Vintage-Klassiker gebaut wurden bzw. werden (ARP 2600 FS, Moog ONE, Prophet-5 Rev.4, nun auch OB-X8), festzustellen und deutlich zu hören.

Zurück zum Memorymoog. Anno 2022 liegt der Gebrauchtmarktwert des Instruments stabil zwischen 10.000 und 15.000 Euro, was dem aktuellen Rahmen der gehypten und zunehmend immer seltener angebotenen Vintage Synthesizer entspricht. Ob man das Risiko einer so großen Investition in Anbetracht der durchaus berechtigten technischen Fragezeichen eines Memorymoog eingehen soll, ist schwer zu beantworten. Ein Sprung ins kalte Wasser ist es in jedem Fall.
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Wir haben den Sprung gewagt. Und wurden nicht enttäuscht.


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40 Minuten Klangbeispiele sind angefügt. Zu hören ist großteils ein originaler Memorymoog sowie in 4 Soundfiles eine Memorymoog LAMM (Klangbeispiele von O.H.). Gelegentliche Background-Ereignisse steuern Elka Synthex (mit Phaser), Roland Juno-60, COTK System 55 sowie der Yamaha CS-60 Polyphonic Synthesizer und das Yamaha CP-70B Electric Grand Piano bei.

Moog Memorymoog

Polyphoner analoger Synthesizer mit 6 Stimmen à 3 VCOs,
mit VOICE Modulation, Arpeggiator, sowie Sequenzer und MIDI (Plus Version)


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Memorymoog Demo by SynthMania (2015):

Memorymoog Presets, Sounds & Patches by Synth4ever (2018):

Memorymoog Demo by Dr. Mix (2019):

Open / Download:
Moog Memorymoog Front I (4000 x 2400px)
Moog Memorymoog Front II (4000 x 2400px)
Moog Memorymoog Back (4000 x 2400px)

Links:
Lintronics Advanced Memorymoog Modification (LAMM)
Kenton Memorymoog MIDI Interface
Vintage Synth Explorer

Vergleiche:
Testbericht Oberheim OB-8
Testbericht Sequential Prophet-5
Testbericht Yamaha CS-50/60/80
Testbericht Roland Jupiter-8
Testbericht Elka Synthex

Testbericht Baloran THE RIVER
(nach wie vor einer der wenigen „modernen“
Analogsynthesizer mit Vintage-Sound)


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Nachtrag: Falls die Frage nach den „Top-Drei Vintage Poly-Analog-Synthesizern“ auftauchen sollte, so gibt es natürlich keine allgemein gültige Antwort. Unserer Meinung nach wären es folgende Instrumente: Yamaha CS-80 (Raw Power + polyphoner Aftertouch), Sequential Prophet-5 (Raw Power + überzeugendster Hifi-Klang) ex equo mit Moog Memorymoog (Raw Power + 3 VCOs pro Stimme), schließlich aber noch der ARP/Rhodes Chroma (flexibelste Klangarchitektur + bestes Keyboard).

Dicht dahinter folgen die zahlreichen anderen großen Legenden, wie etwa Roland Jupiter-8, Oberheim OB-X/Xa/8, Elka Synthex, Sequential Prophet T8, Oberheim Matrix-12/Xpander, Roland MKS-80 etc. Eine Reihung ist hier kaum mehr möglich, zudem ab einem bestimmten Punkt Raritäten wie der Octave-Plateau Voyetra-8 oder RSF Polykobol, sowie semi-/nicht-speicherbare Synthesizer wie Oberheim 4-/8-Voice oder Korg PS-3100/3200/3300 mit hinein genommen werden müssten.


Kategorie 2022, Main Feature, Testberichte

“Es genügt, einen Ton schön zu spielen” sagte der Komponist Arvo Pärt im Jahre 2005. Diese Aussage ist ebenso einfach wie ich auch exzellent: Es braucht kein Meer an Tönen, denn entscheidend ist der Klang. Dass so mancher Vintage-Synthesizer der 70er und 80er Jahre teils unerreicht hochwertige Klänge liefert, steht außer Frage. Doch tatsächlich leben wir “heute” in einer nahezu perfekten Zeit. Einerseits hat man – mehr oder weniger – noch Zugriff auf die Vintage Analogen, andererseits wird auch bei Neugeräten die wichtige Komponente des hochwertigen Klanges wieder zunehmend berücksichtigt. Doepfer, Cwejman, Synthesizers.com, MacBeth, Moog, GRP, Studio Electronics, COTK, John Bowen und andere Hersteller bauen hervorragende Synthesizer, die den “Klassikern” in nichts nachstehen. All diesen (alten wie neuen) “großartigen” Instrumenten ist Great Synthesizers gewidmet. _________________________________________________________ In 2005 composer Arvo Pärt said: “Playing one tone really well is enough”. In other words, it is sufficient to play one tone 'beautifully'. I agree with that. All musical efforts are focused on the sound itself. Although I studied classical music (piano and drums), it’s the electronic sound that inspires me. Synthesizers are the epitome of new sounds and exciting tonal spheres. Today, many companies produce high-quality - excellent! - synthesizers: Doepfer, Cwejman, MacBeth, Moog, GRP, Synthesizers.com, COTK, Studio Electronics, John Bowen and others. It's their products I'm really interested in ... apart from Vintage Synthesizers, which I have been collecting for 20 years. Subsequent to our former websites Bluesynths and Blogasys, Peter Mahr and I have now created GreatSynthesizers. We hope you like it.

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