Baloran THE RIVER – die klangliche Naturgewalt

Der Baloran THE RIVER – jener französische Synthétiseur Multitimbral Analogique Polyphonique – mag durch seinen Namen täuschen. „Der Fluss“, das klingt recht gemächlich und gemütlich, nach heiterer Bootsfahrt mit Sonnenschirm und nach romantischem Spaziergang am Ufer. Doch THE RIVER ist ein mächtiger Strom, eine wahre Naturgewalt in klanglicher (wie in technischer) Hinsicht …

Baloran THE RIVER Synthesizer

Dieses Mammut unter den modernen polyphonen Analog-Synthesizern wurde im Frühjahr 2018 in einer Klein-Serie von 20 Stück gebaut (das hier gezeigte Modell hat Ser. Nr. 21, doch „eine“ Seriennummer existiert – warum auch immer – nicht). Die Tatsache, dass 2019 eine weitere Auflage von THE RIVER folgt, dürfte Ansporn genug sein, ein Auge / ein Ohr auf das französische Mammut zu werfen und nähere Details über diesen Boliden zu erfahren.

Baloran THE RIVER Synthesizer

Zudem hat der Moog ONE nun offiziell das Licht der Welt erblickt. Als pikantes Detail sei erwähnt, dass auch THE RIVER moogische Wurzeln hat. Ein klanglicher Vergleich beider Synthesizer dürfte also zu den spannendsten Aufgaben der nächsten Monate zählen. Wie „analog“ ist der moderne analoge Sound? Wie gut ist gut?

THE RIVER – Amalgam paralleler Entwicklungen

Ein Synthesizer dieses Kalibers plumpst nicht einfach so auf den Tisch. Locker aus dem Ärmel geschüttelt und eben-nebenbei geht hier gar nichts. Ganz im Gegenteil: THE RIVER ist eine Zusammenführung mehrerer Entwicklungen, die BALORAN über Jahre hinweg Schritt für Schritt umgesetzt hat. Er ist ein Amalgam aus zumindest 3 unabhängigen Produkten …

Baloran THE RIVER Synthesizer

1. Die klangliche Basis: Moog THE SOURCE

Laurent Lecatelier – Gründer von BALORAN und Entwickler von THE RIVER – hat sein Herz schon vor vielen Jahren an den Moog THE SOURCE verloren. Dieser monophone Synthesizer aus dem Jahre 1981 klang in seinen Ohren betörend gut (und tut es noch immer). Nicht unbedingt klassisch moogisch, eher „eigen“ und speziell, aber zugleich besonders interessant und charaktervoll. Der Entschluss, einen polyphonen Analogen auf genau diese Klang-Architektur zu bauen, lag für Laurent Lecatelier folglich auf der Hand. 8 (nachgebaute) Moog THE SOURCE Soundkarten bilden – mit diversen Extras – die klangliche Basis von THE RIVER.

2. Das Effekt-Wunder namens THE TRIKO

Stimmt, es gibt viele neue Namen hier. THE TRIKO, was ist das nun wieder? Es ist ein 19-Zoll Effektgerät von BALORAN. Ein erstklassiger Klang-Veredler, der einem Musikinstrument näher kommt denn einem bloßen Effektgerät. Speziell hervorgehoben sei der dreifache (analoge) Chorus und die (digitale) Simulation des Roland RE-201 Tape-Echos. Die Klang-Veredelung kann subtil (breit, warm) bis aggressiv sein (massive Rückkoppelung bis hin zur Eigenresonanz). Die klanglichen Ergebnisse sind hervorragend und – auf Wunsch – betörend experimentell. Das edle Effektgerät, THE TRIKO, ist zur Gänze in THE RIVER verbaut.

3. Die Steuer-Zentrale namens RiverKey

Neben der soliden Klangbasis und den guten Effekten wurde THE RIVER noch eine massive Steuer-Zentrale spendiert. Das „Gehirn“ sozusagen, das die Verteilung der Stimmen, die Zuordnung der Sounds, das Layern / Splitten, das Abspielen (und Aufnehmen) von Sequenzen und Arpeggios, die Steuerung der 8 Soundkarten via Keyboard, MIDI oder USB übernimmt. Jene Steuer-Zentrale, die THE RIVER auch zu einem 8-stimmigen CV-GATE Sequenzer macht, der nicht nur „intern“ funktioniert, sondern auch die Ansteuerung anderer (monophoner) Analogsynthesizer im Studio erlaubt.

Baloran THE RIVER Synthesizer

Als Keyboard für THE RIVER dient übrigens die ausgezeichnete FATAR TP/8S Tastatur.

Die Hardware

Als Erst-Synthesizer eines Ein-Mann-Unternehmens würde man sich hier möglicherweise einen Quasi-Prototypen erwarten, ein Hobby-Projekt, das es eben zufällig zur Kleinst-Serie geschafft hat. Doch weit gefehlt: THE RIVER ist so hochwertig und professionell verarbeitet, wie man sich die Produkte mancher Global Player heute nur wünschen könnte.

Massives Chassis, Vollholz-Seitenteile, exzellente Tastatur, solide Potis und Schalter, luxuriöse Anschlüsse (die dankenswerter Weise „nicht“ im Verborgenen liegen und zudem beidseitig beschriftet sind). Alles vom Feinsten. Sämtliche Bezeichnungen sind klar und gut leserlich, die Übersicht ist grundsätzlich exzellent. Dass THE RIVER dennoch unter einem gewissen „Überangebot an Funktionen“ leidet, nun, darauf kommen wir später zu sprechen.

Bei einem Gewicht von ca. 30 kg und den Außenmaßen von 104 x 50 x 20 cm (B / T / H) ist THE RIVER ein Bolide ersten Ranges. Vor allem das Gewicht sowie die massive Höhe sind beeindruckend.

Baloran THE RIVER Synthesizer

Das flache Topp eignet sich übrigens gut zur (vorsichtigen) Ablage von kleineren Instrumenten, Drumcomputern, Notebooks oder ähnlichem Gerät. Mit Vorsicht insofern, als Laurent Lecatelier das Instrument mit einem hochwertigem Klavierlack überziehen ließ. An der Oberseite und rund um die Tastatur glänzt THE RIVER in edelster Manier. Das Panel selbst ist hingegen mit einer rauen, staubabweisenden Folie bedeckt.

Die Anschlüsse

Manches Instrument, das vordergründig beeindruckend aussieht, glänzt auf der Rückseite durch gähnende Leere. Nicht so THE RIVER. Er bietet folgende Anschlüsse:

  • Audio-Out R / L
    (Stereo-Summen-Signal, Klinke und XLR)
  • Audio-In
    (Verarbeitung durch den Signalweg und durch die Effekte)
  • 8 Einzel-Ausgänge
    (abgegriffene Stimmen entfallen im Summen-Signal)
  • PEDAL 1
    (voreingestellt: Sustain, jedoch anderweitig zuweisbar)
  • PEDAL 2
    (voreingestellt: Shift, jedoch anderweitig zuweisbar)
  • CV-In
    (Verwendung von CV-Pedal oder anderer Modulationsquelle)
  • USB
    (Card / Panel / Key) für MIDI-Anwendungen und OS Upgrades
  • MIDI IN / OUT / THRU
    (spricht für sich …)
  • 8 x TRIG/Gate Out
    (Ausgänge Step-Sequencer)
  • 16 x CV Out
    (Ausgänge Step-Sequencer)

Baloran THE RIVER Synthesizer
Abb.: Audio-In und 8 Einzel-Ausgänge.

Baloran THE RIVER Synthesizer
Abb.: Doppeltes Stereo-Out.

Baloran THE RIVER Synthesizer
Abb.: Pedal 1 /2, MIDI-Trio, CV-IN, 3 x USB sowie CV/Gate-Out des Sequencers.

Der Synthesizer

Zugegeben, der Focus dieses Testberichts liegt auf der Klangerzeugung. Wir  konzentrieren uns vor allem auf den SOUND, auf die Frage, wie THE RIVER nun klingt – für „sich“ betrachtet und auch im Vergleich zu anderen Instrumenten.

Die Konzentration auf den Synthesizer-Teil hat dreierlei Gründe. Erstens ist der Klang – ohne Zweifel – die Basis eines jeden Musikinstruments und daher von elitärer Bedeutung. Zweitens gestaltet sich THE RIVER in seiner Gesamtheit so umfassend und komplex, dass die verbleibenden Bereiche „Effekteinheit“ und „Steuerzentrale“ allenfalls im Überblick abgehandelt werden (hier sind wir – das ist wohl der Punkt – bis zu einem gewissen Maß auch „gescheitert“ in der Erforschung aller Details. „Ein“ Grund dafür: Es existiert – noch – kein Handbuch zu THE RIVER). Drittens aber verschachteln sich die einzelnen Bereiche ohnehin fortlaufend. Keine Klangerzeugung ohne die wichtigen Effekte und ohne individuelle Organisation der einzelnen Stimmen. Zwangsläufig verzahnen sich die Themengebiete und bilden als Ganzes das Instrument.

Wer (fast) alle technischen Details erfahren möchte, sei auf den ausführlichen THE RIVER Testbericht (Audiofanzine) von synthwalker verwiesen.

Baloran THE RIVER Synthesizer

Zunächst das Sound-Potenzial: 160 Single-Sounds, 40 FX-Sounds (wieder Single-Sound-Memories, speziell zur Ablage von Effekt-Klängen gedacht), 40 Multi-Sounds und 10 Layer-Arrangements (Profile) können gespeichert werden.

Nun zum Klang-Potenzial. Auf Basis seines Vorbilds THE SOURCE bietet THE RIVER 8 voll analoge Stimmen. Jede Stimme verfügt über …

  • 2 VCOs
    Wellenformen Sägezahn / Dreieck / PW (PWM)
    Möglichkeit der Oszillator-Synchronisation
    x
  • Mixer
    für VCO 1, VCO 2 und NOISE
    x
  • VCF
    mit VC Resonanz, stufenlosem Keyboard-Tracking und eigener ADSR
    x
  • LFO (analog)
    Wellenformen Dreieck und Rechteck
    x
  • 2 VC ADSR
    für VCF und VCA

8 (!) analoge LFOs

Das unscheinbare – und zugleich sensationelle – ist der LFO, nein, sind die LFOs. Denn korrekterweise heißt es „Jede Stimme verfügt … über einen LFO“.

Baloran THE RIVER Synthesizer

Ein Konglomerat an – in Summe – polyphonen LFOs: Dieses Detail ist ein Unikat, ein Aspekt, den man bei Analogsynthesizern – landauf, landab und in allen Epochen – vergebens sucht.

Im Klartext: THE RIVER verfügt über 8 unabhängige, analoge LFOs. Pro Stimme einen: Zur individuellen Tonhöhenmodulation, zur völlig frei laufenden Filtermodulation oder – besonders effektiv – zur unabhängigen PWM pro gedrückter Taste (alias pro Stimme). Das macht den Sound sehr dicht, unerhört lebendig, äußerst natürlich. Und genau dieser Punkt ist eine der markanten Ursachen für den „wuchtigen“ Sound von THE RIVER.

D LFO (Digitaler LFO)

Um – trotz der 8 analogen LFOs – dennoch so simple Dinge wie „Vibrato für alle Stimmen“ schnell erzielen zu können, wurde THE RIVER noch ein zusätzlicher globaler LFO spendiert. Ein D LFO (Digitaler LFO).

Dieser D LFO ist jedoch (weit) mehr als ein einfacher Schwingungsformer (womit sich das Beispiel des globalen Vibrato an dieser Stelle als eher schlecht gewählt herausstellt). Es ist ein komplexer LFO und zugleich ein Modulations-Hüllkurvengenerator.

Baloran THE RIVER SynthesizerAbb.: Das linke Display ist vor allem für den Multi (Layer) Modus von Bedeutung.

Baloran THE RIVER SynthesizerAbb.: Das rechte Display zeigt die Single-Sound Informationen; Daneben der D LFO.

Baloran THE RIVER SynthesizerAbb.: 2 VCOs, Analoger LFO, VCF und 2 Hüllkurven pro Stimme …

D LFO verfügt über die Schwingungsformen / Modulationsquellen:

  • MOD (Modulations-Wheel)
  • Sinus
  • Dreieck
  • Rechteck
  • Aufsteigender Sägezahn
  • Absteigender Sägezahn
  • Sample & Hold
  • Random
  • Tape (Delay)
  • UP (aufsteigende Ramp)
  • DWN (absteigende Ramp)

Diese Liste ist per se schon recht anständig. Damit lassen sich performance-orientierte Aspekte wie Mod-Wheel-to-VCF-Control umsetzen: Die Steuerung der Filter-Frequenz via Modulationsrad. Oder das nuancierte Hinzufügen einer Sample & Hold-Modulation per Wheel.

Per D LFO steuerbar sind:

  • VCO 1 Frequ
  • VCO 2 Frequ
  • VCO 1 Lautstärke (Mixer)
  • VCO 2 Lautstärke (Mixer)
  • NOISE Lautstärke (Mixer)
  • VCF Cutoff Frequency
  • VCF Emphasis (Resonance)

Baloran THE RIVER Synthesizer

Nun kommen jedoch noch einige zusätzliche Details ins Spiel. Der D LFO lässt sich – auf Wunsch – in der Modulationstiefe bzw. in seiner Geschwindigkeit (!) spannungssteuern. Konkret via Modulations-Wheel / Pedal-IN, Velocity und Aftertouch – alle drei (vier) Kontroll-Quellen sind separat regelbar. Das Klangbeispiel „VelContr D LFO“ zeigt, wie mit unterschiedlicher Anschlagstärke die LFO-Geschwindigkeit variiert (hier zwecks Filter-Modulation). Sehr simpel, sehr effektiv!

Dem nicht genug. Der D LFO lässt sich loopen und synchronisieren (zu MIDI / zum internen Sequenzer).

VC ADSR

Zugegeben, die Überschrift ist nicht „ganz“ korrekt. Via Velocity können nicht alle Teile der Hüllkurve moduliert werden, sondern lediglich ATTACK und RELEASE. Doch schon das ist – gerade in Anbetracht der hochwertigen und feinfühligen Fatar TP/8S Tastatur – ein absoluter Genuss und trägt in nicht wenigen Situationen zum „Yamaha CS-80 Feeling“ von THE RIVER bei.

Baloran THE RIVER Synthesizer

LEVEL / PAN / TRANSPOSE pro Stimme

Neben der – mehr oder weniger – klassischen analogen Sound-Erzeugung mit besonders lebendigem Grundklang (8 LFOs) sind es die vielen Extras, die THE RIVER zu einem so ausdrucksstarken Synthesizer machen. Hier kommen wir in die Gewässer des RiverKey, der Steuerzentrale rund um die Stimmenverwaltung des Instruments.

Exzellent: Jede Stimme kann individuell in Lautstärke (OFF, -50 bis +10) und Panorama 16< bis <> bis >16) festgelegt werden. Das sieht beispielsweise wie folgt aus:

Voice      1      2      3      4      5      6      7      8
Level     -2   +8    -12   +4      0    +2   -18   +10
Pan      10<  >9     <>    2<   <>   >4   >16   12<

Durch so „simple“ Einstellungen ergeben sich äußerst lebendige Klangeindrücke. Stimmen erscheinen wie zufällig im Panorama-Bild, noch dazu bei wechselnder Lautstärke.

Baloran THE RIVER Synthesizer

Als besonderes Highlight kann sogar der Grundton für jede Stimme anders definiert werden – mittels Transpose von -24 bis +24. Das erinnert nun in der Tat an die Möglichkeiten eines PPG Wave 2.2 / 2.3. Ein Beispiel:

Voice      1      2      3      4      5      6      7      8
Transp   20    1     -2    -24     8      0     12    -7

Durch das Einstellen dieser 8 definierten Grundtöne ergeben sich im regulären Spiel willkürliche, beinahe atonale Melodien / Harmonien. Durch Justierung von Oktavsprüngen (mit den Werten -24/-12/0/12/24) lassen sich jedoch auch simple tonale Effekte à la Step-Sequencer erzielen.

Das Potenzial der individuellen Festlegung von Lautstärke, Panorama und Grundton pro Stimme ist – neben den zahlreichen LFOs – die zweite ganz große musikalische Stärke von THE RIVER. Die daraus resultierende Lebendigkeit übertrifft die Flexibilität anderer polyphoner Analogsynthesizer um ein Vielfaches. Großes Lob an Laurent Lecatelier, der sich der „individuellen Stimmgestaltung“ so sehr angenommen hat!

TRIKO verleiht Flügel

Wer braucht schon Red Bull? TRIKO, das integrierte Effektgerät, verleiht den Sounds Flügel! Dabei sind es gar nicht „so viele“ FX-Arten, die zur Auswahl stehen. Eine Handvoll, das war’s. Doch die Klangqualität ist exzellent. Ob nun Konzerthalle (großer Raum), Stereo-Delay, 3-facher analoger Chorus oder Tape-Echo … die Effekt-Schiene bereichert den ohnehin schon lebendigen Grundklang nochmals.

Baloran THE RIVER Synthesizer

Dabei gibt es auch hier eine Fülle an Extras. Effekt-Anteile lassen sich dynamisch via Tastatur steuern. Chorus, FX und Dry können individuell im Panorama und in ihrer Lautstärke im eigens vorgesehenen Effekt-Mixer eingestellt werden.

Speziell das gelungene Tape-Echo ist von fulminanter Qualität. Hoher Feedback-Anteil führt zu einer massiven Rückkoppelung, die wiederum (experimenteller) Bestandteil des Gesamtklanges werden kann. Die Abstimmung der Vintage-Effekte zum Vintage-Klang von THE RIVER ergeben ein stimmiges, in sich geschlossenes System.

Layer, Split, Sequencer, Arpeggiator

Mit dem Vintage-Charakter ist jedoch spätestens im Bereich des RiverKey-Systems Schluss. Hier wird es detailliert, digital, tiefgehend. Hier kommt das zweite (linke) Display ins Spiel und hier kann der Musiker alle nur erdenklichen Performance-Szenarien einrichten.

Grundsätzlich kann der User (bis zu) 4 Layer völlig frei programmieren. Für jeden Bereich lässt sich eine eigene Tastatur-Zone (von A0 bis C8) festlegen. Und jeder Layer kann entweder live gespielt oder von Sequenzer oder Arpeggiator gesteuert werden. Das lasse man sich auf der Zunge zergehen!

Doppelter Arpeggiator? Ein Kinderspiel. Quadruple-Arpeggios? Nun, warum nicht. Ob das vierfache Abfeuern von Arpeggio-Mustern (individuell einstellbar) nun musikalisch sinnvoll ist, das steht wohl auf einem anderen Blatt. Doch die Möglichkeit dazu ist gegeben. Ebenso kann pro Layer der Sequencer aktiviert werden. Alles frei mischbar und alles synchronisiert, auch mit dem leistungsfähigen D LFO, je nach Wunsch, Lust und Laune.

Baloran THE RIVER Synthesizer

Layer-Klänge lassen sich in Form von Multi-Sounds abspeichern. Doch dem nicht genug. Damit die Übersicht der vielen Layer- und Belegungsmöglichkeiten zumindest „im Ansatz“ gewahrt bleibt, können sogenannte PROFILE angelegt werden. Quasi Performance-Grundeinstellungen, die sich schnell aufrufen lassen. Um nun überhaupt Zugang zu all den Einstellungen und Extras zu erhalten, ist ein Großteil der Fatar-Tastatur mit zusätzlichen Funktionen belegt, deren Aktivierung im Zusammenhang mit der S (SHIFT) Taste bei den Wheels erfolgt.

Der Arpeggiator ist ausgefuchst und experimentell, wie man es sich eben erwartet. Divide, Motif, Octave, Order, Latch und Duration zählen zu den hier gegebenen Einstell-Möglichkeiten. Velocity-Daten werden (natürlich) umgehend im Arpeggio umgesetzt und schließlich können – wie schon angedeutet – bei Multi-Sounds bis zu 4 unabhängige Arpeggios gleichzeitig gespielt werde.

Schließlich noch der Sequenzer, der – vielen Dank – sehr einfach zu bedienen ist. Aufnahme direkt via Keyboard-Eingabe. Pausen durch Antippen eines bestimmten Reglers. Auch hier werden Velocity-Informationen sofort mit aufgezeichnet und Live-Transpose via Keyboard ist ohnehin selbstverständlich. Sequencer-Spuren lassen sich rückseitig mittels CV/Gate abgreifen und – wie eingangs erwähnt – zur Kontrolle anderer Analogsynthesizer verwenden.

Überhaupt lässt sich die Steuerung im Multi-Setup sehr detailliert festlegen: Welche Layer „intern“ THE RIVER bespielen – mit wie vielen Stimmen? Live / ARP /SEQ?, welche Synthesizer „extern“ via MIDI, USB oder CV/Gate gesteuert werden. THE RIVER als (durchaus komplexe) Steuer-Zentrale im Studio.

Baloran THE RIVER Synthesizer

SHIFT hoch Zwei und Motion Sequencer

SHIFT bringt uns nochmals einen Schritt weiter, denn auch auf dem User-Panel sind viele Potis doppelt belegt. Mit dem separaten SHIFT-Button (mittig auf THE RIVER positioniert) erhält man Zugang zu den 16 Haupt-Menüs. Manche haben nur eine Funktion (der Name spricht für sich), manche sind tiefgehender und vielschichtiger:

  • LOAD Single
  • SAVE Single
  • LOAD Multiple
  • SAVE Multiple
  • OPTIONS (D LFO Mode, Bend Range, …)
  • SYSTEM (Mode Retrig, Mode Poly, Dump, Factory Reset, …)
  • TUNE (Autotune ALL, V. 1 – 8, Diagnose LEDs, ..)
  • TRANSPOSE (ALL bzw. V. 1 – 8, wie zuvor erwähnt)
  • LEVEL (ALL bzw. Voices 1 – 8, wie zuvor erwähnt)
  • PAN (ALL bzw. Voices 1 – 8, wie zuvor erwähnt)
  • CHOR 1 / 2 / 3 (Einstellungen jeder Chorus-Engine)
  • FX (Einstellung der weiteren Effekt-Angebote)
  • OTHER (S Mod, Dyn Mode, Dyn Level, Dyn Source)
  • MIXER (für die Anteile von Chorus, FX und Dry)

Mittels dieser Matrix (2 Reihen à 8 Taster) lassen sich übrigens nicht nur die Menüs, sondern auch die einzelnen Parts eines Multi-Sounds anwählen. Wie sonst sollte man – beispielsweise – bei einem 4-Layer-Sound Einstellungen zu Sound 3 vornehmen? Weiters können mit der Matrix die 8 Stimmen von THE RIVER den jeweiligen Layern zugewiesen bzw. im Single-Mode einfach ein-/ausgeschaltet werden.

Schließlich aber gelangt man über SHIFT zum Motion-Sequencer. Ein separater Sequencer, der Reglerbewegungen am Panel aufzeichnet.

Baloran THE RIVER Synthesizer

Noch ein Hinweis zum Update des Operation Systems. Es erfolgt via eigenem Programm, das auf der BALORAN Seite zum freien Download zur Verfügung steht. Das Update geschieht relativ problemlos in 3 Schritten: Key, Panel, Card. Dafür sind auch 3 separate USB-Anschlüsse zu finden, die im Laufe des Update-Prozesses einer nach dem anderen umgesteckt / bedient werden.

In der Praxis: Klang versus Möglichkeiten

Die große Medaille von THE RIVER hat mehrere Seiten. In punkto Sound ist der Klang edel und vielseitig zugleich.

Das Instrument ist ein Chamäleon, das ähnlich einem Yamaha CS-80 klingen kann (siehe „Demo 1“ und „Sur Les Terres Du CS“ – wo bekommt man solch schönen Brasses her?). THE RIVER erinnert zuweilen auch sehr an Oberheims OB-Xa / OB-8 (Aufteilung der analogen Stimmen im Panorama-Bild) und kann – welch Flexibilität – einem Elka Synthex gleich diese bemerkenswerte Symbiose von Kraft und Klangdichte erzielen (siehe hierzu Klangbeispiel „Simple Sequ 3“). Auch ein Prophet-5 scheint versteckt, speziell im „ungestimmten“ Zustand (Auto-Tune bitte „nicht“ aktivieren). Sogar an den Hartmann Neuron erinnert so manche Klangwelt (Hörbeispiel „Mystique“). Die Vielseitigkeit ist enorm.

Letztlich aber ist die Summe aller genannten Eindrücke – plus viel mehr – nichts anderes als THE RIVER selbst.

Baloran THE RIVER Synthesizer

Die Filter-Resonanz mag etwas eigen und eher untypisch moogisch sein (hier wäre ein 1:1 Vergleich zum Moog THE SOURCE spannend). Doch es spielt keine Rolle. Alle Klang-Aspekte von THE RIVER sind von hoher musikalischer Qualität. Wie den angefügten 50 Minuten Audio-Beispielen zu entnehmen ist, ist seine klangliche Flexibilität beeindruckend bis überwältigend.

Die Kehrseite der Medaille stellt – dies ist nun eine sehr persönliche Sichtweise – die enorme Flexibilität des gesamten Systems dar. Ein Flexibilität, die bei modernen Analogsynthesizern häufig anzutreffen ist und auch vor THE RIVER nicht Halt macht. „Nun, schön“, könnte man denken, „Flexibilität ist doch gut“. Ja. Und Nein. Hierzu ein paar Gedanken …

Flexibilität bedeutet in der Technik in erster Linie auch Komplexität. Natürlich erwartet man bei einem Synthesizer zunächst jenen sagenhaften, möglichst „guten“ Klang, der schlanke 5.500 Euro wert ist. Dann aber bitte noch MIDI und USB samt aller Raffinessen. Anschlagdynamik mit bestmöglicher Kontrolle sind ebenso unerlässlich wie Arpeggiator und Sequencer. Nun, wo genau hört die Wunschliste auf?

Baloran THE RIVER Synthesizer

Vielleicht sollte man mit dem „guten“ Klang zufrieden sein. Denn bei allem Weiterführenden beginnt die Krux: Je umfassender das System, desto zeitintensiver der Umgang damit. Möglicherweise liegt hierin der unwiderstehliche Charme vieler polyphoner Vintage-Analogsynthesizer: Ihre (aus heutiger Sicht) betörende Direktheit und – wenn man so will – zeitlose Schlichtheit … im musikalischen Sinne. Das leidige Thema der technischen Zuverlässigkeit steht natürlich auf einem anderen Blatt, wir leugnen es nicht.

All die fantastischen Möglichkeiten der Klang-, Performance- und System-Optimierung lassen bei modernen Instrumenten jedenfalls etwas vermissen: Die Spontaneität des Musizierens. So tut man bei Boliden wie THE RIVER gut daran, sich zunächst nur dem Klang zu widmen. (Und es vielleicht sogar dabei zu belassen.) Schließlich erzeugt die Fülle der gesamten Möglichkeiten auch schnell den unausgesprochenen Zwang, alle Features mit einbeziehen zu müssen.

THE RIVER ist technisch enorm umfangreich und – gerade deswegen – auch eine klare Herausforderung. Daher tut man möglicherweise gut daran, sich auf das Wesentliche zu beschränken: Auf den Klang. Der Sound von THE RIVER ist grandios und über alle Zweifel erhaben. Auditive Freude und klangliche Ästhetik pur. Sich darauf zu konzentrieren lohnt sich!

Baloran THE RIVER Synthesizer

4 (kleine) Bereiche der Klang-Optimierung

Ungeachtet des sehr hochwertigen Klanges haben wir 4 Bereiche der Optimierung ausgemacht. Zwei lassen sich von Anwender selbst beheben, zwei nicht …

Erstens das Übersteuern des Audio-Signals. Viele Stunden war ich ob des „Krachens“ (Knacksens) im Audio-Signal mancher vollgriffig gespielter Sounds irritiert. So lange, bis klar wurde, dass die Pegel von OSC 1 und OSC 2 in der Mixer-Sektion deutlich abgesenkt werden müssen (teils bis unter die Hälfte). Dann nämlich wird das Audio-Signal völlig klar und frei von Nebengeräuschen. Alles bestens, solche Korrekturen lassen sich umsetzen – man muss es nur wissen.

Zweitens der Bass-Bereich. Dieser ist – etwas überraschend – nicht ganz so voluminös, wie man es sich eventuell erwarten würde. Es geht um den berühmten „Bauch“ von unten. Den kann man jedoch am externen Mischpult nachjustieren. Auch dieser Punkt ist also leicht zu beheben.

Drittens Zipper-Geräusche. Das Bewegen der Potis im Live-Betrieb verursacht – feine Ohren zur Wahrnehmung vorausgesetzt – leichte Zipper-Noises. Die bringt man nicht weg. Das zippe-zappe ist etwas schade und erfordert gutes Fingerspitzengefühl beim Aufnehmen, vor allem beim Aufnehmen (und Anpassen) leiser Klänge.

Viertens: Minimal längere Hüllkurven-Zeiten wären sehr schön. Es geht um Nuancen, mehr nicht. Speziell die Release-Zeiten entpuppen sich in der Ausklingphase besonders massiver Sounds (und derer gibt es bei THE RIVER genug) oftmals um einen Tick zu kurz.

Baloran THE RIVER Synthesizer

Fazit

THE RIVER ist ein mächtiger Strom. Eine Naturgewalt in klanglicher wie auch technischer Hinsicht. Bei Kosten von ca. 5.500 Euro erhält man einen sagenhaft gut und breit klingenden 8-stimmigen Analogsynthesizer. Einen Vertreter der seltenen Rasse echter analoger Boliden, die den Zuhörer locker vom Sessel fegen. So viel steht fest: Potenz und Breite von THE RIVER sind bemerkenswert.

Hierbei spielt nicht nur der kernige, sämige Analog-Sound mit hinein, hier kommen auch die vielen Extras rund um die Einzel-Programmierung (Lautstärke, Panorama, Transponierung) jeder individuellen Stimme zum Tragen. So viel Lebendigkeit und Gänsehaut-Stimmung erlebt man bei modernen Analogsynthesizern selten.

Wer sich dem hochwertigen Klang hingeben möchte, wird gut daran tun, nur die notwendigsten zusätzlichen Extras mit in die Performance zu packen. Das Layern zweier Sounds, ein simples Arpeggio-Muster, in dieser Art vielleicht. Eventuell gar die Konzentration auf gut programmierte Single-Sounds mit geschmackvollen Effekten – mehr nicht.

Dann jedenfalls bleibt man immer im Prozess der kreativen (und unmittelbaren) Sound-Gestaltung. Ein Prozess, den THE RIVER umgehend mit orchestral anmutenden, nobelpreiswürdigen Klangeindrücken zu belohnen weiß.

Baloran THE RIVER Synthesizer

50+ Minuten Audio-Files sind angefügt. Mit Ausnahme der einmaligen Verwendung des Analog Rytm ist alles Gehörte zu 100% Baloran THE RIVER. Kein zusätzlicher Synthesizer wurde verwendet, kein Outboard Equipment, kein zusätzliches Effektgerät.

Die Klangbeispiele „S&H Filter + Analog Rytm“ sowie „Polyphonic Soft ARP“ stammen von Laurent Pelletier, „Sur Les Terres Du CS“ stammt von Laurent Lecatelier (Baloran). Und DEMO 2 ist nichts anderes als eines der Werks-Presets – ein so gutes, dass ich mir erlaubt habe, es schlichtweg direkt aufzunehmen. Ein Multi-Sound mit 4 Layern, Sequencer und Arpeggiator …

Baloran THE RIVER

Polyphoner Analoger Synthesizer
8 Stimmen

Preis: 5.520 Euro

Lieferbar in den Farbtönen Schwarz/Anthrazit und Weiß/Creme.

  1. Auflage: 2018 – 20 Stück (ausverkauft)
  2. Auflage: 2019 – 20 Stück

Website Hersteller:
www.baloran.com

Links:
Testbericht THE RIVER (Audiofanzine) von synthwalker
Baloran THE RIVER – ein Bolide wird geboren

Kategorie Featured, Testberichte

“Es genügt, einen Ton schön zu spielen” sagte der Komponist Arvo Pärt im Jahre 2005. Diese Aussage ist ebenso einfach wie ich auch exzellent: Es braucht kein Meer an Tönen, denn entscheidend ist der Klang. Dass so mancher Vintage-Synthesizer der 70er und 80er Jahre teils unerreicht hochwertige Klänge liefert, steht außer Frage. Doch tatsächlich leben wir “heute” in einer nahezu perfekten Zeit. Einerseits hat man – mehr oder weniger – noch Zugriff auf die Vintage Analogen, andererseits wird auch bei Neugeräten die wichtige Komponente des hochwertigen Klanges wieder zunehmend berücksichtigt. Doepfer, Cwejman, Synthesizers.com, MacBeth, Moog, GRP, Studio Electronics, COTK, John Bowen und andere Hersteller bauen hervorragende Synthesizer, die den “Klassikern” in nichts nachstehen. All diesen (alten wie neuen) “großartigen” Instrumenten ist Great Synthesizers gewidmet. _________________________________________________________ In 2005 composer Arvo Pärt said: “Playing one tone really well is enough”. In other words, it is sufficient to play one tone 'beautifully'. I agree with that. All musical efforts are focused on the sound itself. Although I studied classical music (piano and drums), it’s the electronic sound that inspires me. Synthesizers are the epitome of new sounds and exciting tonal spheres. Today, many companies produce high-quality - excellent! - synthesizers: Doepfer, Cwejman, MacBeth, Moog, GRP, Synthesizers.com, COTK, Studio Electronics, John Bowen and others. It's their products I'm really interested in ... apart from Vintage Synthesizers, which I have been collecting for 20 years. Subsequent to our former websites Bluesynths and Blogasys, Peter Mahr and I have now created GreatSynthesizers. We hope you like it.

13 Kommentare

  1. Lesindes

    Wunderbarer Test!
    Großartiger Synthesizer! Da muss sich der ONE warm anziehen!!
    Die Resonanz, da gebe ich Dir Recht, ist in der Tat etwas gewöhnungsbedürftig ;-)

  2. Gunter

    Danke für diesen grandiosen Test. Die Demos sind einfach wunderbar. Ich bin sprachlos. Genau DER Sound, unfassbar. Von einer einzigen Person entwickelt und produziert. Allergrößte Hochachtung. Dazu Traumfeatures. Ich werde sparen. Vielleicht gibt es ja später zwecks leichteren Transport ein Rivermodul getrennt vom Riverkey.

      • Gunter Frank

        mit allen Knöpfen und Reglern und nicht schwerer als 15 kg. Dann könnte ich nicht anders als vorbestellen …
        Eine Frage: wieso schafft es ein Einzelner, diesen Klang polyfon zu erzielen, was vorher kleine und große Firmen nicht hinbekommen haben. Nicht dass ich meinen Prophet 6 nicht liebe, stundenlanges Verlieren in Sequenzen, ja wunderbar. Aber wenn es an den puren Klang geht, dann sehe ich keinen modernen Polysynth, der so klingt wie der Baloran River. Z.B. der Moog One, faszinierend ganz sicher, aber eben im Klang kühler, moderner (meiner Erfahrung nach bestätigen sich frühe Soundbeispiele, wenn man dann selbst Gelegenheit hat darauf zu spielen) . Ist das Absicht oder ist es nicht gekonnt? Was meinst Du?

        • Theo Bloderer

          … eine sehr gute Frage, die mich schon seit (vielen) Jahren beschäftigt. Leider habe ich keine kompetente Antwort parat. Moderne, qualitativ minderwertige Netzteile? Günstigere Bauteile auf den Voice-Boards? Die kürzlich geäußerte, sehr interessante Meinung eines Technikers: „Das alte Wissen um die analoge Technik ist verloren gegangen“. Es würde aber nicht erklären, warum Laurent Lecatelier es dann doch geschafft hat, dass THE RIVER so klingt wie er klingt. Spannende Frage … LG

        • Thomas Gruber

          Naja, wie will man denn MOOG ONE jetzt schon im Charakter so abschließend beurteilen können, ohne ihn jemals selbst gespielt zu haben ??? Hast Du das denn schon getan, lieber Gunter ? Ansonsten ist doch alles nur ESOTERIK Geschwafel! Leider wird man den THE RIVER wohl kaum selbst spielen können bei der außerordentlich geringen Stückzahl…

          • Theo Bloderer

            … stimme ich zu. Beurteilungen / Vergleiche sind noch zu früh. Leider steht THE RIVER wirklich nirgends zum Antesten bereit. Es sei denn, mann kennt jemanden, der ihn besitzt (nach Deutschland wurden ein paar Exemplare verkauft). Es wäre aber eine Anregung, dass Baloran zur SuperBooth’19 kommt …

          • Gunter

            Lieber Thomas,
            da bin ich anderer Meinung. Seit 30 Jahren spiele ich Synthesizer. Besonders in den letzten 10 Jahren wurden erfreulich viele neue Digitale wie Analoge gebaut. Wenn man dann zu viel Zeit hat, z.B. beim Bahnfahren, hört man die Soundbeispiele rauf und runter bevor man die Gelegenheit hat sie live zu spielen. Für mich habe ich festgestellt, dass man einen grundsätzlichen Klangcharakter auf diese Weise feststellen kann, der sich für mich dann immer bestätigt hat. Völlig unbenommen, was man dann noch mit Synthies anstellen kann, wenn man sie dann besser kennt ….. nenn es Esoterik, man könnte es auch adaptive, intuitive, erfahrungsbasierte Klangeinschätzung nennen. Unsere intuitiven Fähigkeiten werden in der Tat unterschätzt (interessantes Forschungsgebiet). Ich wette meine alte Hohner Organetta dagegen, dass der Moog ONE kein annähernd organisch warmes Pad ermöglicht wie es der Baloran RIVER hinbekommt. Ganz unbenommen von den vielen fantastischen Modulationen, die der ONE sicher in faszinierender Weise ermöglicht.

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  5. Boris CH

    Ich habe kürzlich über das Thema im sequencer.de Forum diskutiert. Weil mir diese ganze Entwicklung nicht verborgen blieb. Insbesondere wurde mir das klar, als ich kürzlich den OB6 spielte. Es war so eine Art digitales Korsett in dem das analoge Herz eingeschnürt war, welches diesen Synthesizer irgendwie zu klar, fast steril ertönen ließ. Es erinnerte mich irgendwie an den Voyager. Wenn das beim Moog ONE so ist, dann wird er auch eine von vielen zeitgemäß tönenden Maschinen. Wohlgemerkt in der Premier League, aber eben…

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