Waldorf Quantum OS Update & neue Soundfiles

Es ist immer löblich, wenn ein Hersteller auch „nach“ dem Release eines Synthesizers weiterhin Produktpflege betreibt. Wie etwas Waldorf mit seinem Quantum. Und alle getätigten Verbesserungen bis zur gerade aktuellsten OS (1.2.3) bringen das ohnehin schon enorm leistungsstarke Instrument tatsächlich nochmals ein großes Stück voran.

Wir möchten auf zwei Dinge eingehen, die dem User sofort zugute kommen. Ein klanglicher Aspekt, ein konzeptioneller Aspekt.

Klanglich: Das (doppelte) analoge Filter übersteuert bei hoher Resonanz nicht mehr wie wild (sondern arbeitet „sauberer“), dennoch bleibt die so schöne Eigenresonanz natürlich erhalten. Zudem lässt sich das Filter ab sofort auch kalibrieren.

Konzeptionell: Die Bedienung wurde in mehreren Punkten nochmals vereinfacht (sie war schon zuvor recht gut). Z.B. indem die Haupt-Taster oberhalb des Displays nun auch zum Weitersteppen im jeweils ausgewählten Bereich dienen.

Konkret gesagt, wenn man auf LFOs geht und mehrfach drückt, kommt man entsprechend zu jedem einzelnen der 5 LFOs. Bisher war die weitere Anwahl über das Display (virtuelle Buttons) zu erledigen. Nun ist es einfacher und intuitiver. Nicht nur bei den LFOs – auch bei den Filtern, Hüllkurven, etc.

Zudem wurde die Genauigkeit der MIDI-Synchronisation verfeinert und vieles mehr. Alle Änderungen sind auf der Waldorf Website nachzulesen, das neue OS steht zum freuen Download zur Verfügung.


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Weiters sei auf das folgende Youtube Video (und die zugehörigen Sounds) verwiesen.

„Unleash the true power of your Waldorf Quantum with this complete set of 32 complex & evolutive pads presets!“ (https://gumroad.com/l/STRATOS)


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Ob es nun allerdings notwendig ist, Quantum-Sounds käuflich zu erwerben, sei dahin gestellt. Wir haben jedenfalls die Gelegenheit genützt, unsere bereits vorhandenen (40 Minuten) Klangbeispiele nochmals zu ergänzen. In den folgenden Demos stehen zwei Aspekte im Vordergrund: Der integrierte Kompressor (verleiht dem Quantum mehr „Präsenz“) sowie das besser kalibrierte analoge Filter-Paket.

„Koyaanisqatsi“ (Glass Miner à la Philip Glass) sowie „P5 Mid Strings“ sind veränderte Werkspresets, die ursprünglich Howard Scarr programmiert hat. Und ja, Prophet-5 wird der Quantum natürlich keiner, aber er hat schließlich andere Stärken …


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“Es genügt, einen Ton schön zu spielen” sagte der Komponist Arvo Pärt im Jahre 2005. Diese Aussage ist ebenso einfach wie ich auch exzellent: Es braucht kein Meer an Tönen, denn entscheidend ist der Klang. Dass so mancher Vintage-Synthesizer der 70er und 80er Jahre teils unerreicht hochwertige Klänge liefert, steht außer Frage. Doch tatsächlich leben wir “heute” in einer nahezu perfekten Zeit. Einerseits hat man – mehr oder weniger – noch Zugriff auf die Vintage Analogen, andererseits wird auch bei Neugeräten die wichtige Komponente des hochwertigen Klanges wieder zunehmend berücksichtigt. Doepfer, Cwejman, Synthesizers.com, MacBeth, Moog, GRP, Studio Electronics, COTK, John Bowen und andere Hersteller bauen hervorragende Synthesizer, die den “Klassikern” in nichts nachstehen. All diesen (alten wie neuen) “großartigen” Instrumenten ist Great Synthesizers gewidmet. _________________________________________________________ In 2005 composer Arvo Pärt said: “Playing one tone really well is enough”. In other words, it is sufficient to play one tone 'beautifully'. I agree with that. All musical efforts are focused on the sound itself. Although I studied classical music (piano and drums), it’s the electronic sound that inspires me. Synthesizers are the epitome of new sounds and exciting tonal spheres. Today, many companies produce high-quality - excellent! - synthesizers: Doepfer, Cwejman, MacBeth, Moog, GRP, Synthesizers.com, COTK, Studio Electronics, John Bowen and others. It's their products I'm really interested in ... apart from Vintage Synthesizers, which I have been collecting for 20 years. Subsequent to our former websites Bluesynths and Blogasys, Peter Mahr and I have now created GreatSynthesizers. We hope you like it.

1 Kommentare

  1. Krasser Synth, der innovativste Synth der letzten Jahre, zumindest unter den Digitalen. Das Hammer Update kommt aber erst mit 2.0, man fängt schon langsam an zum Bankkonto zu schielen. Ich hätte ihn lieber mit digitalen Filter gehabt, dann wäre er kompakter und günstiger gewesen.

    Danke für die Soundbeispiele, die Strings berühren die Seele.

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