GRP A10 – der neue Monster-Synth aus Italien

15 Jahre nach dem legendären GRP A8, der 2009/2010 in einer kleinen Auflage von 23 Stück gebaut wurde, kündigt das italienische Unternehmen wieder einen „Monster Studio-Synthesizer“ an: Den GRP A10. Das Instrument mit den Maßen 120 x 56 cm (Breite x Höhe) wird 2026 gefertigt und bietet eine äußerst vielseitige Klangarchitektur mit 2 unabhängigen Pfaden (2 Synthesizer-Stimmen), einen R24 Step-Sequencer, einen umfassenden Arpeggiator, diverse analoge Effekte und mehr.

GRP A10 Synthesizer

Mit 4 VCOs + 1 Sub-Oszillator erreicht der A10 zwar nicht ganz die Oszillator-Power des A8 (der 6 VCOs und 6 Sub-Oszillatoren hatte), punktet dafür aber mit klanglich flexibleren VCOs (inkl. SuperSaw und 2×4 ungefilterten Sinuswellen), mit einer umfassenden Filter-Abteilung (2×2 VCFs mit – zwei der Neuerungen – VC Resonanz, 2x VC Triple Resonatoren), mit BBD Delay / Phaser / Spring Reverb (alles in Stereo), einem 8-fach Audio-Mixer, Dual-Wavefolder und weiteren Extras.

GRP A10 Synthesizer

Die ohnehin schon sehr respektablen Modulations-Quellen eines GRP A8 (und in Folge GRP A4) wurden großteils nochmals erweitert (nun 21-fache Routing-Schalter statt bisher 11-fache), die zwei Filter-Hüllkurven sind spannungssteuerbar (!), die beiden VCA-Abteilungen beherbergen neben den beiden Loop-Envelopes als Zugabe noch die zuvor erwähnten 4 (ungefilterten) Sinus-Wellenformen (à la Yamaha CS-Synthesizer) … und auch das nun deutlich größere Feld an Aus/Eingängen (Audio und CV) wird eines Musikers‘ Herz deutlich höher schlagen lassen.


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Die klanglichen und strukturellen Möglichkeiten des GRP A10 im Überblick …

GRP A10 Synthesizer

GRP A10 Synthesizer

GRP A10 Synthesizer

Neben der großzügigen VCO-VCF-VCA Architektur des GRP A10 (mono- oder bi-timbral) sind die Performance-Möglichkeiten rund um einen (erweiterten) R24 Step-Sequencer und separaten Arpeggiator (individuell auf UPPER / LOWER zuweisbar, Clock-Quantisierung unabhängig vom Sequencer) ein deutliches Plus gegenüber dem GRP A8.

GRP A10 Synthesizer

GRP A10 Synthesizer

Die 2 VC LFOs wurden in ihrer Art vom GRP A8 / A4 übernommen, verfügen jedoch über erweiterte Möglichkeiten im Zusammenspiel mit dem Step-Sequencer. Der „globale“ LFO 3 schließlich erlaubt – good old A8 lässt neuerlich grüßen – unabhängiger Modulationsintensitäten für die LOWER- und UPPER Synth-Sektion …

GRP A10 Synthesizer

Auch das Feld an Ein-/Ausgängen ist (wie schon angedeutet) deutlich angewachsen. Vor allem die umfangreichen Audio-Ausgänge (die beim GRP A8 vorhanden waren, beim GRP A4 allerdings auf ein einfaches Stereo-Out reduziert wurden), sind wieder zurück: 4x Stereo Audio-Out (Pre-Master L/R UPPER + LOWER, Main L/R Balanced + Unbalanced), Audio-In zur externen Klangverarbeitung nicht zu vergessen. MIDI / USB hat der GRP A10 natürlich auch (rückseitig).

Ganz neu sind die Zu- und Abgriffe der Analog-Effekte, sowie 2 „Assignable“ CV-Eingänge, die nach Belieben angeschlossen werden und dann (in einem Auswahlfeld von 21 Sources) quer über den A10 verteilt als zusätzliche Modulationsquellen zur Verfügung stehen …

GRP A10 Synthesizer

Einige der neuen „Spezialitäten“ im Detail: Die umfassenden analogen Effekte sind sicher das besondere Highlight des A10, sie waren bisher in keinem GRP Synthesizer anzutreffen und sind nun gleich in stattlichen Anzahl vorhanden … Stereo BBD Delay, als Beispiel …

GRP A10 Synthesizer

… oder der Stereo Spring Reverb. Sample & Hold – unten abgebildet – ist natürlich schon ein alter Hut, wenngleich unerlässlich wichtig (speziell in Kombination mit den LFOs, dem Sequencer und dem BBD-Delay, Stichwort Master-Clock / Clock-Sync).

GRP A10 Synthesizer

Dual-Phaser – nochmals ein schönes Effekt-Modul – sowie die beiden VC Triple Resonator Filter(s) à la Korg PS-Serie runden die flexible Klangarchitektur des GRP A10 ebenso beeindruckend ab …

GRP A10 Synthesizer

… wie der massive 8-fach Mixer. Hier können die Audio-Quellen individuell und stufenlos (!) den beiden Filter-Abteilungen zugeordnet werden (die dann erst wieder durch die Triple Resonators gehen / gehen können, um anschließend mit den analogen Effekten veredelt zu werden).

GRP A10 Synthesizer


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So weit ein erster Überblick. Der Preis des GRP A10 beläuft sich auf 10.000 Euro + MwSt. bei Vorbestellung bis Ende 2025. Der spätere, reguläre Preis beträgt 12.000 Euro + MwSt.


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Abbildung: Der GRP A10 wird größenmäßig dem GRP A8 (2009) entsprechen.

GRP A8 Synthesizer

Abbildung: Die bisherige GRP Synthesizer-Familie (mit Ausnahme des GRP A1).

GRP synthesizer family


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GRP A10 Synthesizer

Dual Synthesizer mit Sequencer, Arpeggiator,
analogen Effekten und MIDI / CV / Gate

Vorbestellung 2025
Auslieferung Ende 2026

Preis:

Pre-Order (bis Ende 2025): 10.000 Euro + MwSt.
Regulärer Preis (ab 2026): 12.000 Euro + MwSt.
Email: info@grpsynthesizer.it

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Website Hersteller:

Vergleich / Testberichte:

Kategorie 2025, Allgemein

“Es genügt, einen Ton schön zu spielen” sagte der Komponist Arvo Pärt im Jahre 2005. Diese Aussage ist ebenso einfach wie ich auch exzellent: Es braucht kein Meer an Tönen, denn entscheidend ist der Klang. Dass so mancher Vintage-Synthesizer der 70er und 80er Jahre teils unerreicht hochwertige Klänge liefert, steht außer Frage. Doch tatsächlich leben wir “heute” in einer nahezu perfekten Zeit. Einerseits hat man – mehr oder weniger – noch Zugriff auf die Vintage Analogen, andererseits wird auch bei Neugeräten die wichtige Komponente des hochwertigen Klanges wieder zunehmend berücksichtigt. Doepfer, Cwejman, Synthesizers.com, MacBeth, Moog, GRP, Studio Electronics, COTK, John Bowen und andere Hersteller bauen hervorragende Synthesizer, die den “Klassikern” in nichts nachstehen. All diesen (alten wie neuen) “großartigen” Instrumenten ist Great Synthesizers gewidmet. _________________________________________________________ In 2005 composer Arvo Pärt said: “Playing one tone really well is enough”. In other words, it is sufficient to play one tone 'beautifully'. I agree with that. All musical efforts are focused on the sound itself. Although I studied classical music (piano and drums), it’s the electronic sound that inspires me. Synthesizers are the epitome of new sounds and exciting tonal spheres. Today, many companies produce high-quality - excellent! - synthesizers: Doepfer, Cwejman, MacBeth, Moog, GRP, Synthesizers.com, COTK, Studio Electronics, John Bowen and others. It's their products I'm really interested in ... apart from Vintage Synthesizers, which I have been collecting for 20 years. Subsequent to our former websites Bluesynths and Blogasys, Peter Mahr and I have now created GreatSynthesizers. We hope you like it.

4 Kommentare

  1. Ja, echt wieder ein Monster-Synth. Vor einiger Zeit schon erwähnt von Paolo, dass was Großes kommen wird, ist er wirklich ausgestattet wie ein dickes Panzerschiff.

    Ich hatte 2013 nach dem Erhalten des A4 Paolo (übrigens ein sehr netter Mensch, der auch die Zeit nimmt, dir auf alle Fragen zu antworten) mal angesprochen, ob er in Zukunft plant, eventuelle zusätzliche GRP Effekte und irgendwann ein GRP Masterkeyboard (mit etlichen Features) zu bauen. Ich freue mich zu sehen, dass im A10 schon die Hälfte meiner Wünsche erfüllt sind …

  2. … und ich hoffe auch mal, dass der A10 ein komplettes Deutsches Handbuch verdient, vielleicht von dir, wie beim A8 ? Das vom A4 ist ja leider keines …

  3. Matthias "Elegtrosmok" Armstroff

    Da kommt er nun, der Nachfolger des wunderbaren A8.
    Ich erfreue mich bei jedem Eintritt ins Studio bereits an der wunderschönen und sehr aufgeräumten Optik des A8. Als ich die ersten Designstudien des A10 im Web erspähte, war ich sicher, es sind ja nur Skizzen und da würde sich bestimmt noch einiges tun. Leider sind die Entwürfe wohl doch ernst zu nehmen. Die technischen und sicher auch die klanglichen Qualitäten werden denen des A8 wohl kaum nachstehen. Das Panel Design empfinde ich allerdings, in Anbetracht des hohen Stellenwertes des A10 innerhalb der GRP Produktpalette, als auch in Bezug auf Workflow und Optik, als unliebsam zusammengewürfelt bis katastrophal. Es ist kein einheitliches Konzept zu erkennen. Die einzelnen Funktionsmodule erscheinen in einer Art von „Tetris“ einfach aneinandergefügt worden zu sein. Allein dem Ziel geschuldet, den Platz entprechend zu nutzen. Von Paolo hätte ich doch deutlich mehr Liebe zum Design erwartet. Wohlfühlen könnte ich mich, ganz im Gegensatz zum A8, mit diesem Frontpanel eher nicht.

  4. Theo Bloderer

    … die klare Linie des GRP A8 ist hier nicht zu finden, das stimmt. Dabei ist die deutliche Trennung von Synthesizer-Pfad und Effekten – als Beispiel – nicht recht zu erkennen. Hier habe ich bei Paolo nachgefragt. Der Phaser (der seltsam „im“ Audioweg liegt) bekommt sein Signal direkt von den beiden Triple-Resonanz VCFs, das Signal wird dann nach dem Phaser in die beiden VCAs geleitet. Somit stimmt die Optik mit dem Signalfluss tatsächlich überein, wenngleich es etwas ungewöhnlich ist.

    Aus kreativer Sicht freue ich mich jedenfalls über den GRP A10. Erstens wegen Triple Resonators, Phaser, analog Delay, Stereo Reverb, stufenlose Filterzuweisung, CV-steuerbare Hüllkurven etc. – die Zutaten, die den schönen GRP-Sound erweitern und verfeinern. Zweitens wegen der Kombination von R24 Sequ, Arpeggiator, S/H, LFOs, Auto-Pan und den Clock-Divider-Optionen, wo sich neue rhythmische Dimensionen eröffnen, auch in Kombination mit dem Delay-Effekt – musikalisch hoch interessant. Drittens wegen der umfangreicheren CV/Gate Ein/Ausgänge und den „assignable“ CV-Pfaden.

    Das „Mehr“ an Möglichkeiten bzw. Hardware-Elementen (man vergleiche den relativ einfachen Sequencer des A8 mit dem des A10) schmälert natürlich die Chance auf den Erhalt jenes geradlinigen und luftigen Layouts, das den A8 immer auszeichnen wird.

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