Neuer Solaris Testbericht von Robert Wittek

Wenn sich einer der besten Keyboarder im deutschsprachigen Raum eines Instrumentes annimmt, sollte man die Ohren spitzen. Robert Wittek hat den John Bowen Solaris ausführlich getestet und – ganz wichtig – einen umfangreichen (mehrteiligen) Audio-Workshop dazu erstellt. Definitiv sehr lesens- und hörenswert.

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Testbericht: www.synthesizer.at/synthesizer/Solaris/solaris.htm

John-Bowen-Solaris-05Direkt-Link Audio-Workshop:

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Kategorie Allgemein

“Es genügt, einen Ton schön zu spielen” sagte der Komponist Arvo Pärt im Jahre 2005. Diese Aussage ist ebenso einfach wie ich auch exzellent: Es braucht kein Meer an Tönen, denn entscheidend ist der Klang. Dass so mancher Vintage-Synthesizer der 70er und 80er Jahre teils unerreicht hochwertige Klänge liefert, steht außer Frage. Doch tatsächlich leben wir “heute” in einer nahezu perfekten Zeit. Einerseits hat man – mehr oder weniger – noch Zugriff auf die Vintage Analogen, andererseits wird auch bei Neugeräten die wichtige Komponente des hochwertigen Klanges wieder zunehmend berücksichtigt. Doepfer, Cwejman, Synthesizers.com, MacBeth, Moog, GRP, Studio Electronics, COTK, John Bowen und andere Hersteller bauen hervorragende Synthesizer, die den “Klassikern” in nichts nachstehen. All diesen (alten wie neuen) “großartigen” Instrumenten ist Great Synthesizers gewidmet. _________________________________________________________ In 2005 composer Arvo Pärt said: “Playing one tone really well is enough”. In other words, it is sufficient to play one tone 'beautifully'. I agree with that. All musical efforts are focused on the sound itself. Although I studied classical music (piano and drums), it’s the electronic sound that inspires me. Synthesizers are the epitome of new sounds and exciting tonal spheres. Today, many companies produce high-quality - excellent! - synthesizers: Doepfer, Cwejman, MacBeth, Moog, GRP, Synthesizers.com, COTK, Studio Electronics, John Bowen and others. It's their products I'm really interested in ... apart from Vintage Synthesizers, which I have been collecting for 20 years. Subsequent to our former websites Bluesynths and Blogasys, Peter Mahr and I have now created GreatSynthesizers. We hope you like it.

4 Kommentare

  1. freue mich hier immer wieder auf Neuvorstellungen. Habe auch den Testbericht von R. Wittek gelesen. Seine Audiofiles sind immer Leckerbissen abseits der üblichen Sounds, die sich oft in Presets finden, um einen möglichst großen Einsatzbereich abzudecken.

    So sehr ich auch einzelne Features an diesem Synth schätze, so haben mich die Klangbeispiele nicht wirklich begeistert. Es kam nie ein Aha-Erlebnis auf jedenfalls bis zu ca. 2/3 des Audiofiles, danach brach ich ab. Vielleicht liegt es auch daran, dass keine Kennzeichung dieses/der Files darauf hindeuten, um was es geht.

    Wirklich schade, denn das Konzept ist prima, wenn auch mit wohl hoher Lernkurve (was mich gleichzeitig wieder etwas abschreckt), den Vektorstick vermisse ich immer wieder bei den Mitbewerbern, auch die Verarbeitungsqualität scheint zu begeistern.

    Aber letztendlich entscheidet der Output, also der Sound. Wie lassen sich Sounds „verwerten“? Und da entdeckte ich nicht viel, die die hohe Einarbeitungszeit und den Preis rechtfertigen. Hätte z.B. ein Clavia G2 modular noch eine Samplemöglichkeit und einen Vektorstick mit Mod-/Zielen/Quellen, dann wäre das ein (für mich) perfektes Instrument, auch klanglich.

    Aber auch ohne diese Wunschzutaten wüßte ich wirklich nicht, warum ich einen Solaris einsetzen sollte?

    Vielleicht eben etwas für Soundtüftler mit einem Hang zum Programmieren. Auch diese Klientel will bedient werden.

  2. Theo Bloderer

    Ja, die Bewertung und klangliche Präsentation eines solchen Instruments ist in der Tat ein Problem. Interessant, dass viele User, die einen Solaris für etwas längere Zeit benutzen durften, von diesem Synthesizer absolut angetan sind. Wobei es dann eine Kombination aus erfolgreichem Programmieren und schönen, individuellen Klangergebnissen ist, die den Benutzer so zufrieden stellt. Vom bloßen Zuhören der MP3s ist man nicht „in diesem Ausmaß“ begeistert, grundsätzlich. Wobei ich es besonders schade finde, dass die (aus meiner Sicht) allergrößte klangliche Stärke des Solaris – seine unglaublich kraftvolle Dynamik – in nur sehr wenigen Soundfiles wirklich zu erahnen bzw. auch dementsprechend schwer mittels MP3 darzustellen ist.

    Eines ist richtig: Der Solaris ist in erster Linie für Klangtüftler und Programmierer. Wobei gerade der beachtliche Dynamikumfang das Instrument – in den Händen eines versierten Keyboarders – zum hochwertigen Bühnen-Synthesizer machen „würde“. Dann allerdings mit der Voraussetzung, dass der Benutzer fast alle Presets (die im Wesentlichen äußerstes Mittelmaß sind) neu und entsprechend ausdrucksfähig programmiert … unter Einbeziehung aller Controller – wie eben Joystick, aber auch den doppelten Ribbon, der bei nur wenigen Presets überhaupt belegt ist.

    • die mp3`s die die unglaublich kraftvolle Dynamik demonstrieren, habe ich vielleicht verpasst. Auf der anderen Seite ist ein hoher Dynamikumfang auf der Bühne nur schwer vorstellbar, werden doch die Sounds i.d.R. glatt gebügelt, allein schon um einen abgewogenen Mix abzuliefern, der wenig nachjustiert werden will.

      Ich denke beim SOLARIS schon eher an eine Schrauberei im Wohnzimmer, weniger an ein Live Instrument.

  3. Theo Bloderer

    … im Wohnzimmer / Studio ist der Solaris gut aufgehoben. Als Live-Keyboard wage ich natürlich keine allgemeine Empfehlung.

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