Das Erscheinen des Roland TR-1000 Rhythm Creator ist eine gute Nachricht. Erstens ist es – nach langer Zeit – die quasi „reale“ Fortsetzung der Klassiker TR-808 bzw. TR-909 (und R-8, würden wir hinzufügen). Hochwertige Bauweise, anspruchsvolle Ästhetik, stilvolle Optik … ein echtes Roland-Instrument, unverkennbar.
Zweitens werden mit Erscheinen der TR-1000 die Preise für TR-808 bzw. TR-909 deutlich sinken. Jene Tage, in denen eine 808 für 5.000 Euro den Besitzer wechselten, dürften in nicht ferner Zukunft der Vergangenheit angehören. Immerhin hat der neue TR-Sprössling eine kombinierte analoge / digitale Klangerzeugung plus viele Extras … und kostet nur etwas mehr als die Hälfte des oben genannten 808-Gebrauchtmarktpreises.
Letztlich aber sind es gewiss die musikalisch-kreativen Möglichkeiten, die Musiker / Produzenten von der TR-1000 überzeugen werden. Mit etwas Wehmut wird man allerdings dann doch wieder an eine TR-808 zurückdenken (sobald die Möglichkeiten im Detail sichtbar werden), denn Roland ist seinem von Synthesizern her bekannten Mehrschicht-Ebenen-Prinzip treu geblieben: Project / Pattern / Kit / Generator / Song / Motion … da kommt auf den User so Einiges zu!
Ungeachtet dessen werden so manche Benutzer sich einfach auf das Erstellen von Rhythmen – Rhythm Creator (!) – beschränken und vielleicht der Motion Funktion sowie einigen besonderen Extras ihre Aufmerksamkeit widmen … denn schließlich muss niemand ein komplettes „Project“ (von denen die TR-1000 16 Stück speichern kann) erstellen.
Nachdem die Hardware, die Ästhetik und die kreativen Möglichkeiten so erfreulich sind, darf auch auf das Handbuch hingewiesen werden. Es beginnt zunächst etwas trügerisch mit einigen Seiten an Listen, entwickelt sich jedoch alsbald als benutzerfreundliches Handbuch, das mit klaren Themenbereichen, Absätzen und zugehörigen Grafiken die Funktionalität der TR-1000 erklärt.
Wenn allerdings ein Teil der Handbuches von KI generiert wurde – es wäre keine Überraschung. So haben wir die folgende Erklärung zu der ACB-Technologie (analoges Modeling) auch nach zehnmaligen Durchlesen nicht verstanden:
„Das ACB-Technologie ist ein analoges Modeling-Verfahren, welches das Klangverhalten einer analogen Klangerzeugung exakt reproduziert. Zusätzlich besitzt das Instrument in diesem Bereich einen digitalen Schaltkreis und ist daher in der Lage, völlig neue Sounds auf Basis der traditionellen Klänge zu generieren.“
(Roland TR-1000 User Manual, Seite 14)
Sei dem, wie es sei: Die TR-1000 sieht nach einem Must-Have Drumcomputer aus, der Tradition und Moderne elegant zu verknüpfen scheint. Das Beste ist natürlich der Preis: 2.699 Euro scheinen uns – in Anbetracht der exzellenten Hardware und des ganzheitlichen Angebots – ein sehr fairer Preis zu sein. Die „good old“ TR-909 wurde anno 1984 übrigens zu einem ähnlichen Preis (2.600 DM) angeboten, ähnlich jedenfalls dem damaligen Zeitwert entsprechend …
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Roland TR-1000 Rhythm Creator
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