Sequential Pro 3 – neuer Maßstab für Analog/Hybridsounds

Geständnis Nummer 1: Den Gedanken des „neuen Maßstabes“ haben wir kühn und rücksichtslos direkt von Sequential übernommen. „Pro 3 – a new benchmark for raw sonic power and unrivalled versatility“ steht da zu lesen. Wir nicken zustimmend.

Geständnis Nummer 2: Der Sequential Pro 3 ist ein durchdachter Synthesizer mit hervorragendem Sound, der nicht nur exzellente Wavetable-Qualitäten zu bieten hat, sondern der es betreffend analogem Klang – und das ist ein großes Lob – beinahe mit seinem legendären Vorfahren Pro-One aufnehmen kann. Erneutes Kopfnicken.

Klarerweise ist Sequentials moderner und umfassender Mono-Synthesizer Pro 3 / Pro 3 SE (anno 2020) dem simpel aufgebauten Mono-Synthesizer Pro-One (anno 1981) technisch in vielen Bereichen weit überlegen. Und klarerweise bleibt Sequentials moderner und umfassender Mono-Synthesizer anno 2020 jenem simpel aufgebauten Mono-Synthesizer anno 1981 in einigen (wenigen) klanglichen Bereichen noch immer unterlegen. Es geht hier um Details, mehr nicht.

Dennoch: Im Großen und Ganzen betrachtet ist das (Vorweg-) Fazit äußerst positiv, wenn nicht gar euphorisch. Sequentials Pro 3 ist ein rundum gelungener Analog/Hybrid-Synthesizer, dessen Verarbeitung hervorragend ist und dessen exzellenter Klang viele Sweatspots aufzuweisen hat (wie in diversen Internetforen schon seit geraumer Zeit von Usern berichtet wird). Über allem steht zudem die bemerkenswert intuitive Benutzerführung des Instruments.

„Chapeau!“, Mr. Dave Smith

Wenngleich Mr. Smith soeben – anlässlich seines 70. Geburtstages – den überarbeiteten Prophet-5 (Rev. 4) / Prophet-10 auf den Markt gebracht hat, sollte es bei genauerer Betrachtung eventuell der kleine Pro 3 / Pro 3 SE sein, dem der ganz dicke Applaus, der lang anhaltende Trommelwirbel und der fulminante „Tusch“ gebührt.

Schließlich hat sich am Prophet-5 (Rev. 4) nicht viel geändert (oder schon, doch lassen wir die Diskussion), es ist eben – mehr oder weniger – eine Reissue-Version des vielleicht legendärsten polyphonen Analog-Synthesizers, des originalen Prophet-5, nun eben mit MIDI und kleinen Extras. Eine absolut hervorragende Idee, keine Frage, zumal der Markt für moderne polyphone Analogsynthesizer noch lange nicht gesättigt ist – und viele Musiker einem frisch aufgelegten Prophet-5, speziell aber einem luxuriösen und stimmgewaltigen Prophet-10, keineswegs abgeneigt sein dürften.

Der Pro 3 ist hingegen ein (nun, großteils) neueres Instrument. Er ist das Ergebnis eines delikaten Drahtseilaktes, der wesentliche Klangmerkmale des Sequential Pro-One um ausgesuchte moderne Features erweitert. Features, die teils auf den unmittelbaren Vorgänger Pro 2 zurück gehen, teils aber Neuland betreten, die in Summe jedenfalls einen klangstarken und enorm vielseitigen, modernen Analog/Hybridsynthesizer charakterisieren.

Ein Synthesizer, der trotz aller Modernisierungen nur kleine Abstriche gegenüber dem (zuweilen) so dringlich ersehnten Vintage-Klangcharakter machen muss, zugleich aber über den Rand des rein analogen Suppentellers à la Pro-One (Stand 1981) hinaus sieht und neue Aspekte betreffend Klang und Performance, vor allem aber auch deren reizvolle Mischung („alt“ und „neu“ in vielen Facetten), im Paket bietet.

Dennoch: Wir sprechen hier nur über Produkte – wie banal, wie inflationär. Das wahre Lob gebührt natürlich ihrem Entwickler. Ein Hoch auf Dave Smith, dessen Forschergeist auch nach vielen Jahrzehnten harter Arbeit nicht zu versiegen scheint, dessen Tatkraft und Energie die Musikwelt seit Mitte der 70er-Jahre mit hochwertigen Instrumenten bereichert!

Ob originaler Prophet-5, Reissue Prophet-5 / Prophet-10, Prophet-T8, Prophet-600, Prophet-6, Prophet-12, Prophet-VS, Monoevolver, Polyevolver, Revision 2, Prophet-X, originaler Pro-One, Pro 2, Pro 3 / Pro 3 SE (und viele Instrumente mehr): Der musikhistorische und instrumentenbau-technische Fußabdruck des sympathischen Amerikaners ist beachtlich.

„Hut ab!“ oder einfach „Chapeau!“, wie die Franzosen sagen …

Pro 3 / Pro 3 SE

Der neue mono/paraphone Synthesizer ist in zwei Varianten erhältlich. Einerseits als – wir sagen es salopp – Plastik/Metallkiste Pro 3 (7,25 kg) im Stile des hauseigenen Vorfahren Pro-One. In „einem“ Stück (ohne klappbares Paneel) und mit hellgrauen Feldern im Signalfluss. Oder in edlerer Ausführung Pro 3 SE (Special Edition, 12,25 kg) mit Holzseitenteilen und hochklappbarem Panel im Stile des Minimoogs, sowie mit dunklerem Hintergrund (schwarzen Feldern im Signalfluss mit höherem Kontrast zur Schrift).

Wir haben uns – sehr zur eigenen Überraschung, da wir klappbare Paneele an sich wunderbar und sehr benutzerfreundlich finden – spontan für den einfacheren Pro 3 entschieden. Aus zwei Gründen. Erstens: Das rechts und links in den Seitenteilen eingedruckte „Sequential“ Logo sieht … ja, sexy aus. Zweitens: Die grauen Plastik-Potis ergeben zusammen mit den Plastik-Seitenteilen ein stimmiges Gesamt-Erscheinungsbild. Optisch klar in Richtung Medium Cost (wie schon der originale Pro-One), scheint der Pro 3 „aus einem Guss“, ohne Stilbruch.

Dieses „aus einem Guss“ trifft nun – es ist sicher nur eine Sichtweise von vielen – beim Pro 3 SE möglicherweise nicht so ganz zu. Sein edles Holzchassis, sein Paneel à la Minimoog und sein klassisches, silbernes Sequential-Logo stehen unserer Meinung nach etwas im Widerspruch zu den grauen Plastik-Reglern. Zwei Welten treffen auf einander, wenn man so will.

Rund um die „Special Edition“ wären Regler mit Metallkappen im Vintage-Look gefragt gewesen, ganz im Stile eines Pro 2, eines Prophet-6, eines neuen Prophet-5 oder eines Minimoogs. Dann würde auch der luxuriösere Pro 3 SE ganz „stimmig“ erscheinen. Dennoch ist es letztlich unerheblich, maximal ein „Gedanke am Rande“. Pro 3 und Pro 3 SE sind exzellent gebaute und hochwertige Instrumente, darum geht es natürlich in erster Linie.

Hardware & Layout

Kurz gesagt: Beides ist sehr gut. Die Drehregler des Pro 3 / Pro 3 SE fühlen sich äußerst wertig an (massive Potis mit Metallachsen und einem überraschend schwergängigen, maskulinen Drehgefühl), die Taster sitzen perfekt und haben einen exakten Druckpunkt.

Die Taster leuchten dezent und blenden – Stichwort Lauflicht beim Sequencer – nur „etwas“ (im Gegensatz zu so manchen Miniatur-Scheinwerfern, die auf modernen Roland-Synthesizern zu finden sind).

Schließlich noch Wheels und Ribbon-Controller: Sie lassen sich angenehm bedienen und sind – ganz speziell der letztgenannte Ribbon-Controller, dessen aktueller Wert jederzeit „eingefroren“ werden kann – sehr exakt und punktgenau zu bedienen.

Die zahlreichen aus dem Paneel ragenden LEDs haben dieselbe optische Höhe (auch auf solche Details darf geachtet werden) und die Art der Beschriftung ist – wie das klare Layout der Signalführung – sehr an den Minimoog erinnernd: übersichtlich, (ausreichend) groß, gut leserlich. Die rückseitigen Buchsen sind solide (teils nochmals extra mit dem Gehäuse verschraubt), und und und.

Kurzum: Verarbeitung und Layout lassen sich als exakt, übersichtlich und ausreichend großzügig dimensioniert beschreiben – sie vermitteln ein Gefühl der Professionalität, der Zuverlässigkeit und, ja, sie sorgen für haptische wie optische Freude.

[Bei unserem Pro 3 gibt es zwei Potis, die beim Drehen leicht „knacken“, so, als wäre das Innere des Potis / der Achse nicht ganz in Ordnung. Das sei nur nebenbei erwähnt. Wir sind dennoch mit dem Instrument sehr zufrieden … ]

Intuitive Benutzerführung

Neben der wertigen Hardware und dem guten Klang (dazu kommen wir noch) ist es vor allem die Benutzerführung, die über das finale „Go“ oder „No-Go“ eines Instruments entscheidet. Dave Smith, in diesen Dingen sehr bewandert, hat die Sache gleich selbst auf den Punkt gebracht:

„We’ve designed the Pro 3 to be as easy to use as possible. Its essential controls are within easy reach on its front panel, so don’t hesitate to dive in and start turning knobs and pressing buttons.“

(Pro 3 User’s Guide, Seite 14)

So ist die Bedienung des Pro 3 grundsätzlich einfach – Sounds lassen sich am Paneel schnell und intuitiv gestalten. Geht man nun von der oberflächlichen Programmierung einen Schritt weiter und taucht in die Welt der Modulationen / der Extras / des Sequencers (im Detail) ein, so ist die Benutzerführung immer noch logisch und mittels Display (samt seinen Potis) und diversen Menüs sehr praktisch realisiert. Die digitalen Umwege sind klein und hemmen den kreativen WorkFlow nur minimal.

Ein weiterer, zusätzlicher Aspekt der Benutzerfreundlichkeit ist das mitgelieferte Handbuch. Ein echtes Buch (!) aus Papier – nicht nur ein PDF. Keine Selbstverständlichkeit im Jahre 2020. Positiv, dass es dem Nutzer „in natura“ mit auf den Weg gegeben wird. Noch positiver, dass es in alter Tradition dem guten Kunden-Service verpflichtet und als solches hervorragend aufgebaut sowie gut leserlich geschrieben ist. In vernünftiger Schriftgröße. Mit Ideen zur Klanggestaltung, mit kleinen Hinweisen und informativen Grafiken. Auch das keine Selbstverständlichkeit im Jahre 2020.

Features

Die Merkmale des Pro 3 im Überblick:

  • 2 VCOs
  • 1 Wavetable / Supersaw Oszillator
    (als zusätzlicher LFO – Wavetables! – nutzbar)
  • Mixer für Osc 1 / 2 / 3, Audio In, Noise
  • 3 VCFs zur Auswahl (nur alternativ wählbar)
  • 4 Hüllkurven (Filter, Amp, 2x Aux)
  • 3 LFOs
    x
  • Modulationsmatrix mit 32 Slots (!),
    46 Quellen und 171 Zielen
  • Digitales Effektgerät (2 Effekte pro Sound)
  • Analoges Distortion und Tuned Feedback
  • Step-Sequencer
  • Arpeggiator
    x
  • MIDI (In / Out 1 / Out 2 / Thru), USB
  • 4x CV In, 4x CV Out, 1x Gate Out

  • Audio In mit Envelope Follower
  • Expression Pedal In
  • Sustain Pedal In
    x
  • 37-Tasten Keyboard mit Velocity / Aftertouch
  • Monophone oder paraphone Spielweise
  • Alternative Keyboard-Stimmungen
  • 2x Wheels / 1x Performance Slider
  • Portamenteo (Glide)
    x
  • 1024 Sounds (512 Factory / 512 User)

Respekt, kann man nur sagen. Doch Zahlen sind wie immer nichts anderes als Zahlen. Entscheidend ist, dass – es wurde schon erwähnt – Sequential eine ausgesprochen intuitive Benutzerführung gelungen ist, somit die vielen Möglichkeiten des Pro 3 mit einer komfortablen Bedienung einhergehen. Molto importante!

Besonderheiten im Signalpfad

LFOs

  • 3 Haupt-LFOs + Osz 3 als zusätzlicher LFO (siehe unten)
  • Frequenzbereich der Haupt-LFOs von 0,22 Hz bis 500 Hz. Exzellent.
  • Dreieck, aufsteigender / absteigender Sägezahn, Pulse, Random.
  • SLEW RATE – programmierbare Einschwingphase.
  • PHASE – einstellbare Polarisierung der Wellenform.
  • FREE Run oder WAVE RESET (Keyboard Triggering) der LFOs.

Oszillatoren

  • Stufenlose Überblendung der analogen Wellenformen (SHAPE)
    … sehr schön! Für feine Klang-Nuancen und Wellenform-Mischungen (etwas) abseits von Main-Stream. Noch wertvoller und flexibler in Zusammenhang mit SHAPE MODulation.
  • Wavetable- und Supersaw-Oszillator Nr. 3.  Erinnert an das Waldorf Blofeld / Studiologic Sledge Konzept (2x analoger + 1x digitaler Oszillator), hier allerdings tatsächlich mit „analogen“ VCOs 1/2. Gute Klang-Kombinationsmöglichkeiten. Oszillator 3 bietet 32 Wavetables mit je 16 Wellenformen.
  • Oszillator 3 als LFO umschaltbar. Da es sich um den Wavetable-Oszillator handelt, sind die klanglichen (Modulations-) Ergebnisse deutlich vielfältiger als bei einem „gewöhnlichen“ Oszillator.

Filter

  • 4-Pole OTA: 24dB LowPass 1 VCF  (Möglichkeit der Selbstoszillation),
    4-Pole Ladder: 24dB LowPass 2 VCF (Möglichkeit der Selbstoszillation),
    2-Pole OTA: 12dB MultiMode VCF (ohne Möglichkeit der Selbstoszillation).
  • Eine Besonderheit des MultiMode VCF ist – neben den diversen Filtertypen (LowPass, BandPass, HighPass, Notch) – dass der Klang bei zunehmender Resonanz im Bassbereich kaum ausdünnt. Das Phänomen ist von Vintage Oberheim Synthesizern bekannt und in diesem Fall auch nicht weiter verwunderlich, da das 12dB MultiMode VCF des Pro 3 aus dem OB-6 stammt.
  • Um den Effekt des ausdünnenden Bass-Bereichs beim klassischen 24dB LowPass zu minimieren, gibt es eine spezielle Ladder Res(onance) Comp(ensation) Funktion, die auf das LowPass 2 VCF wirkt.

Hüllkurven

  • Die ADSR-Hüllkurven haben einen sehr praktischen „direkten“ VELocity Button zur Aktivierung / Deaktivierung der Anschlagstärke.
  • Als Zusatz-Parameter werden über das Menü / Display noch DELAY (verzögerter Einsatz der Hüllkurve) sowie eine LOOP Funktion angeboten.

Zu wild? Die Modulationsecke …

Nun … ja … nein, also: Natürlich nicht. Die Modulationsecke ist keineswegs zu wild. Zwar mag die Anzahl der Quellen und Ziele zunächst erschrecken, doch relativiert sich das bei näherer Betrachtung.

Zu den 46 Modulationsquellen gehören (unter anderem) alle 16 Einzelspuren des Step-Sequencers. Und zu den 171 Modulationszielen gehören die Notenspuren der insgesamt 32 MIDI-Kanäle (MIDI 1 Note Chn 1 – 16 / MIDI 2 Note Ch 1 – 16), die 32 MIDI-CC Spuren (das selbe in Grün), sowie die Modulationsstärken der gesamt 32 „Modulation-Slots“.

Der – wenn man es so ungenau formulieren darf – rein „synthetische“ Teil der Ziele ist deutlich geringer, doch mit ca. 60 Klangparameter- bzw. Klanggestaltungs-Destinationen immer noch sehr beachtlich.

Die Übersicht macht jedenfalls deutlich, dass der Pro 3 in der Tat – Sequential wirbt ja damit – einem modernen Modular-Synthesizer entspricht. Dem kann man mit etwas Großzügigkeit durchaus zustimmen.

Als besondere Leckerbissen fällt auf, dass – neben all den üblichen Modulationsquellen (LFOs, ENVs, Slider, Wheels, Sequencer Tracks 1 – 16, etc.) – auch die Signale von Audio-In und Audio-Out (!) als Quellen zur Verfügung stehen.

Weitere „Leckerlis“ sind in den Modulationszielen zu finden. Nicht nur OSC 3 Shape Mod (Wavetable-Modulation, welch alter Hut, schon klar), auch Drive, Distortion, VCF Resonanz, Panning und – sehr, sehr schön – SV LP-N-HP sowie SV-Norm-BP sind da vertreten. Klartext: Das wunderbare State-Variable VCF (12dB MultiMode Filter à la Oberheim) bietet eine Spannungssteuerung seiner Filtertypen, ein Filter-Morphing. Das haben wir uns seit Einführung des SEM-Moduls nun 40 Jahre lang gewünscht. Exzellent.

Performance, Performance, Per …

Mal ganz ehrlich: Wir leben – was monophone Analog-Synthesizer betrifft – in einer nahezu* perfekten Zeit. Stimmt, oder? Mächtige Klänge, sagenhafte Modulationsmöglichkeiten, ebenso sagenhafte Performance-Optionen … all das bei sehr guter baulicher Qualität und zum Beinahe-Lidl-Preis. Was will man mehr?

[* Gemäß der berühmten Vorbilder im Vintage-Synthesizer-Bereich wird das klangliche Ideal – viel Wärme, Druck, Dynamik, eine starke Prise eigenwilliger Charakter gepaart mit (unkontrollierbarer?) Lebendigkeit im Sound – bei der Mehrzahl moderner Analog-Synthesizer immerhin ansatzweise erreicht. Angesichts der meist zum Einsatz kommenden SMD- / Micro-Bauweise ist der erzielte Klang mehrheitlich durchaus sehr gut.]

Der Sequential Pro 3 / Pro 3 SE drückt die aktuell nahezu perfekte Zeit der modernen / vielseitigen Analog-Synthesizer jedenfalls nicht nur in seinen umfassenden klanglichen Möglichkeiten, sondern ganz speziell in seinen Performance-Optionen aus.

Sequencer für Anfänger

Die Kunst dabei ist – ein nahe liegendes Beispiel aus der Pro 3 Ecke – keineswegs der fulminanteste aller fulminanten Step-Sequencer, sondern der fulminanteste aller fulminanten Step-Sequencer, der extrem schnell und äußerst intuitiv zu bedienen ist.

Schließlich war genau jener simple, ja beinahe lachhaft einfach aufgebaute 2×20 Step-Sequencer (Pattern-Recorder wäre die treffendere Bezeichnung), eines der großen Erfolgsgeheimnisse des Pro-One anno 1981. Dessen simple Bedienung beinahe nochmals zu toppen, ist Dave Smith rund um den Pro 3 tatsächlich gelungen.

Sequenzen werden wie folgt aufgenommen: RECORD drücken, Töne am Keyboard eingeben (mit jedem Ton springt die 16-Step Lauflicht-Kette einen Schritt weiter), „nach“ der 16. Note stoppt die Aufnahme von SEQUENCE A, RECORD erlischt (oder nimmt – auf Wunsch – auf SEQUENCE B weiter auf). Nun PLAY drücken, die kleine Phrase (Sequence A) über die Tastatur des Pro 3 abspielen und in Echtzeit transponieren.

Einzelne Steps lassen sich nun auch sofort deaktivieren / nochmals aktivieren – für schrumpfende oder anwachsende Patterns, für rhythmische Variationen on the fly. Alles passiert in Sekundenschnelle, ohne die kleinste Unterbrechung des musikalischen Workflows.

Jede Sequenz hat 16 Tracks (!). Werte-Ebenen, wenn man so will. Track 1 ist – klarerweise – die Tonhöhenspur. Hier wird (ob man will oder nicht) Velocity sofort mit aufgezeichnet und wiedergegeben. Möchte man die unterschiedlichen Werte der Anschlagstärke „nicht“ zum Ausdruck bringen – sprich: Eine statische Sequenz à la Vintage-Mono-Synthesizer / Moog Prodigy / Roland SH-101 / Sequential Pro-One / was auch immer, haben – so deaktiviert man … tipp … tipp … VEL(ocity) neben der Filter- bzw. Amplifier-Hüllkurve, fertig. Einfacher geht es nicht.

Track 2 ist die jeweilige Notenlänge / DURATION. Es folgen Tracks für RATCHET, CUTOFF, ASSIGN 1 – 8 etc. Zusammengefasst: Sequencen können sehr simpel sein (Notenspur mit Velocity, und „aus“), oder bis ins Detail ausgetüftelt.

Sequencer-Pages am Display geben optische Unterstützung zur Programmierung, doch wo auch immer man sich am Kreativ-Pfad gerade befindet: Die Bedienung des Pro 3 und seines Sequencers bleiben simpel und geradezu intuitiv. Und damit zurück zu unserer kleinen Sequence A …

Sequencer für Fortgeschrittene

Die simple, kleine Sequenz ist erst der Anfang des lustvollen Spiels mit Patterns und Modulationen. Nachdem Phrase A aufgenommen wurde, kann derselbe Vorgang in Sekundenschnelle mit B, C und D erfolgen. Beim Abspielen lassen sich die einzelnen Sequenzen in Echtzeit anwählen – lebendige (bis-zu-maximal) 64-Step-Patterns entstehen, die sich jederzeit in ihrer Abfolge variieren lassen, spontan „mit“ oder „ohne“ Velocity, wieder alles on the fly.

Doch selbst mit 4 x 16 Steps (Sequence A / B / C / D) ist man immer noch am Anfang der vielen, intuitiv wählbaren Möglichkeiten. Sequencen können „kürzer“ als 16 Steps sein (einfach beim Recorden „früher“aufhören, warum bis zum 16. Schritt spielen?) … schon hat man vier unterschiedliche Patterns im Kasten: z.B. Sequ A (15 Steps), Sequ B (9 Steps), Sequ C (16 Steps) und Sequ D (5 Steps) – in dieser Art.

Wenn diese unterschiedlich langen Bausteine wiederum beim Abspielen ständig variieren (z.B. Sequence A – D – B – A – D – C – C – C – B – A – A … etc.), dann kann man in der Tat von einem sehr „offenen“ System mit viel Session-Potenzial sprechen. CREATIVITY FIRST, heißt es hier.

Neue Spielrichtungen kommen hinzu: Neben Forward noch Reverse, FWD/REV und Random … alles in Echtzeit (die Musik läuft permanent weiter), per Knopfdruck hier, per Knopfdruck da. Zwischenzeitlich RESET drücken, die gerade aktive Sequenz springt zurück und startet wieder bei Step 1, und, weil es so schön ist, gleich nochmals RESET. Da entstehen sofort – schon beim Lesen dieser Zeilen – kleine elektronische Songs im Kopf. Die Berliner Schule (oder eine andere pädagogische Einrichtung freier Wahl) lässt grüßen.

Doch die Sequencer-Story ist noch immer nicht am Ende. Swing Faktor, Slew (Glide), Sequ Lock (die Sequenz läuft weiter, obwohl man / während man neue Sounds anwählt und sich so klanglich / musikalisch „durch den Pro 3 arbeitet“), paraphone Sequencen, unterschiedliche Abspiel-Quellen (externe Module / CV-Quellen anstelle des Keyboards, …), Clock Divide Parameter, und und und …

Weiters die Sync-Möglichkeit zu den 3 LFOs, noch mehr Modulationen, und und und …

Arpeggiator, Ribbon (Touch) und mehr …

Bereits angedeutet: Sequencen lassen sich am Display im Detail bearbeiten (Step by Step) und alle Tracks (1 bis 16) stehen als Modulationsquellen zur Verfügung. Neben Velocity-to-VCF noch CV-Steuerung der Attack-Zeiten, der LFO-Geschwindigkeit, der Wavetable gefällig? Sequenzer-Tracks können auch als CV-Spuren in Verbindung mit dem Arpeggiator genutzt werden (Arpeggio spielt, die Sequencer-Spuren laufen mit und übernehmen Modulationsaufgaben). Akkord-Zerlegungen mit VCF-Steuerspur, um nochmals das banalste aller banalen Beispiele zu zitieren.

Sequencer und Arpeggiator: Es ist ein Fass ohne Boden, doch ein positives Fass, da dick und voluminös, doch stets intuitiv zu bedienen, ganz ohne Frustfaktor. Sehr dickes Lob an Sequential ob dieser durchdachten Performance-Abteilung des Pro 3.

Sehr gelungen ist auch die PITCH / MOD / TOUCH Einheit links neben der Tastatur. Sie ermöglicht zum Beispiel …

… Finger-Sample-Hold auf die Filter-Frequenz (per Slider) … um dann bei einem bestimmten Wert die VCF Frequenz „einzufrieren“ (Latch) … um weiters spontan das Spielen / die laufenden Sequencen / das Keyboard nach unten / oben zu verschieben (Transpose) … und um das Sammelsurium an musikalischer Aktivität mit Pitchbend-Bewegungen (bis +12 /- 24 Halbtonschritte) sowie Modulationswheel-Performances (frei auf ein / mehrere Ziele zuweisbar) einfließen zu lassen. Man sieht: Es steckt viel praxisbezogenes Know-How in diesem Instrument.

Doch natürlich: Nichts (oder wenig) davon ist tatsächlich neu. Slider gibt es seit Ende der 60er Jahre. Step-Sequencer ebenso. Wheels spätestens seit Einführung des Minimoogs. Doch die Kunst des ausgewogenen Synthesizer-Konzepts besteht darin, die richtige Dosierung zu treffen. Keine Funktion auszulassen, nichts zu übertreiben, stets die Intuition und den Workflow im Auge zu behalten.

So ist klar ersichtlich, dass Dave Smith hinter dem Pro 3 steckt. Nicht ein No-Name Marketing-Leiter in Büro XY mit Cost-Efficieny Tabellen und Client-Research Präsentationen am Notebook, nein, Dave Smith, der Techniker der ersten Stunde, der Musiker (Bassist), der Tüftler.

Was ihm 1981 gelang – sein Pro-One war eine echte Sensation und mit ca. 10.000 hergestellten Exemplaren der quantitativ erfolgreichste Sequential-Synthesizer – scheint nun mit dem Pro 3 nochmals geglückt. Bemerkenswert!

CV, Eurorack und ein fehlender …?

Zu all der Performance-Herrlichkeit kommt das doppelte MIDI-Out (der Sequencer lässt sich zur Steuerung eines beträchtlichen Teils des umliegenden Synthesizer-Equipments verwenden), sowie die vierfachen (!) CV-Ein- und Ausgänge. Damit auch die Eurorack-Welt / modulare Welt / der neue ARP 2600FS (oder ein anderer Synthesizer mit CV/Gate) von den Annehmlichkeiten der Pro 3 Performances profitieren kann.

Oder umgekehrt: Einen weiteren, externen LFO hinzufügen, externe Analog-Sequencer-Spuren einbinden, externe VCOs als Modulationsquellen nützen … einfach bei CV-IN anschließen und schon sind die neuen Quellen in der Modulationsmatrix des Pro 3 verfügbar. Fein.

Nicht zu vergessen der Gate-Ausgang. Eine wunderbare Sache. Doch damit kommen wir zu einem (von zwei) kleinen Kritikpunkten rund um den Sequential Pro 3 / Pro 3 SE. Der Gate-Ausgang ruft förmlich auch nach einem Gate-Eingang. Der eben nicht da ist. Schade.

Die schnelle CV/Gate Koppelung zur ausschließlich analogen Ansteuerung des Pro 3 ist daher nicht möglich. Über einen Umweg vielleicht schon, ansatzweise, aber nicht direkt … Doepfer A-155 Sequencer anschließen und den Pro 3 jammen lassen … nix, nada. [Ein zugegeben schlechtes Beispiel, da der interne Pro 3 Sequencer ja selbst schon hervorragend ist in diesem Punkt keine externe Hilfe benötigt.]

Wie auch immer. GATE IN hätte den Pro 3 definitiv perfekt gemacht. Bleibt also nur der angesprochene Umweg … Audio IN kann via Envelope Follower ATTACK / RELEASE erzeugen (Wert IN GATE TRESHhold) … nun, wenn man hier experimentiert, lässt sich das (analoge) Gate möglicherweise erzeugen. Dennoch ist es nicht dasselbe wie ein dezidierter GATE IN Anschluss.

Zweiter minimaler – definitiv „sehr kleiner“ – Kritikpunkt. Die Amount-Regler der Hüllkurven hätten wir farblich vom Rest der ADSR Potis abgehoben (oder einen vertikalen Trennstrich gemacht, um das ADSR-Paket klar abzugrenzen).

Warum, warum? Aus dem simplen Grund, weil man – geht es um Hüllkurven – unweigerlich den letzten Regler bedient, sobald es die Release betrifft. In diesem Fall ist die Sache aber verkehrt, denn besagter Regler ist ja Envelope Amount. Release steht an vorletzter Stelle der fröhlichen Parade. Das selbe in Grün betrifft Sustain – eben nicht der vorletzte Regler, sondern der drittletzte.

Kein echtes Problem natürlich, es ist nur eine Nuance der (an dieser Stelle ausnahmsweise minimal unübersichtlicheren) Benutzerführung.

Der Klang

Kraftvoll. Vielseitig. Analog / Hybrid. Der SOUND des Pro 3 hat unzählige Gesichter. Das Aufgebot an Oszillatoren / Filtern / Hüllkurven / LFOs etc. spricht für sich und sorgt für eine äußerst solide Sound-Basis.

Details wie Wellenform-Shaping, Wavetables und Wavetable-LFO, Filter-Morphing (SVF), spannungssteuerbare Attack-/Decay-Zeiten, Tunable Feedback (Karplus-Strong Effekt), usw. erweitern die Klangpalette hin in den fein nuancierten oder stark experimentellen Bereich, der natürlich rund um die Modulationsmatrix mit ihren 32 „Slots“ erst so richtig zur vollen Entfaltung kommt.

An dieser Stelle der kleine Hinweis, dass der Pro 3 zuweilen gerne als moderner Modular-Synthesizer bezeichnet wird. Da vermengen sich ein wenig die Begrifflichkeiten, denn grundsätzlich ist der Pro 3 ein mono/paraphoner Synthesizer mit unveränderbarem Signalweg, jedoch mit umfassender Modulationsmatrix. Er wäre in diesem Sinne eher als „einstimmiger“ Oberheim Xpander / Matrix-12 zu bezeichnen (bei geändertem Filter-Design), was natürlich schon eine Auszeichnung per se ist.

Vergleich Pro 3 < > Pro-One

Wir haben es uns nicht nehmen lassen, die hyper-coolen Sequencer-Sounds (und Sequencen) eines Pro-One am Pro 3 nachzubauen. Was in hohem Maße gelungen ist. Das letzte Quentchen analoger Wärme, analogen Punches bleiben zwar dem Pro-One vorenthalten, aber … meine Güte, wir bewegen uns hier auf sehr (sehr) hohem Niveau.

Der Pro 3 klingt jedenfalls exzellent und muss nur kleine „Abstriche“ machen. So ist der harte !Hüllkurven-ZAPP! beim Pro-One noch etwas härter (schärfer, schneller), der bauchige Bass noch etwas bauchiger (wohliger, runder). Doch dann …?

Nun, der Pro 3 hält sofort dagegen und trumpft mit seinen (vielen) Filter-Typen auf, mit seinem 3 (oder 4) LFOs, mit seinen 32 Modulation-Slots, mit seinen Wavetables (erweitertes Klangspektrum), mit seinem mehr-als-genialen Step-Sequencer … Also: Vergleich beendet. Der Pro 3 ist ein exzellent klingendes Instrument und steht ganz für sich!

Extras und Erweiterungen

Einige kleine Hinweise zu manchen nicht-ganz-so-offensichtlichen Feinheiten des Pro 3 …

Basic Program

Mit dem Aufrufen des BASIC PROGRAM können neue Klänge from scratch aufgebaut werden, was gerade angesichts der (zuweilen) beachtlichen Komplexität der Pro 3 Factory-Sounds ein absolutes Muss ist.

BASIC PROGRAM besteht im Wesentlichen aus einem Sägezahn-VCO bei maximaler Filteröffnung und simplen Hüllkurven-Einstellungen. Eben gerade so viel, dass der Benutzer einen einfachen, gut hörbaren „Basis-Sound“ vorfindet – und von diesem Punkt aus seinen eigenen Weg der Klanggestaltung beschreiten kann. Eines der angefügten Audio-Demos, das Hörbeispiel „Basic PRG RumGeNoodle“ widmet sich diesem Thema – dem (simplen) Aufbau eines Klanges from scratch … mit 1 bis 3 Oszillatoren, Schwebungen, Intervallen, …

Zu finden ist das BASIC PROGRAM übrigens in den GLOBAL SETTINGS als Element Nr. 45, lässt sich aber ebenso – wie in der Grafik oben abgebildet – via Shortcut (Transpose Down + Latch) sehr schnell aufrufen.

Wavetable Generator

Kaum ist der Pro 3 / Pro 3 SE auf dem Markt, hat Sequential betreffend Klangmaterial (rund um Oszillator 3) schon einmal nachgelegt …

Benutzer können nun ihre eigenen Wavetables für den Pro 3 generieren und auf Wunsch auf der Sequential Plattform mit anderen Pro 3 Besitzern teilen.

„Sequential’s web-based utility Wavetable Generator allows users to convert up to 16 single-cycle waves into a Pro 3 compatible wavetable and load it into any of the 32 user wavetable slots on the synth. This significantly expands the sound palette of the instrument.“

(sequential.com)

Scales und Play Lists

Ganze 64 SCALES / Stimmungen gibt es zur Auswahl. Experimentieren lohnt sich – Mikro-Tonalität als Beispiel! Die PLAY LISTS erlauben das Zusammenstellen von „Favoriten“, häufig benutzten Sounds, was speziell bei Live-Performances die Musizier-Praxis am Pro 3 / Pro 3 SE deutlich beschleunigen dürfte.

Stereo und (Double) Mono

Grundsätzlich erfolgt die Klangausgabe des Pro 3 via Stereo-Ausgangspaar (mit Panning, Stereo-Effekten, …). Wählt man nun die Betriebsart Mono, stehen – auch nicht schlecht! – beide Buchsen mit Mono-Signal zur Verfügung. Für parallele externe Nutzung der beiden Pfade (1x Original-Klang und 1x via Roland Space Echo, analogem Boss Chorus oder sonst wie veredelt), nur als Beispiel …

Fazit

Dave Smith ist – wieder einmal – ein echter Synthesizer-Klassiker gelungen. Klanglich TOP, kommt der Pro 3 betreffend Druck und Soundqualität in hohem Maße an sein berühmtes Vorbild Pro-One heran. Über den (bloßen) Vintage-Charakter hinaus gehend, eröffnen sich jedoch völlig neue, weit reichende klangliche wie performance-technische Möglichkeiten, die den Pro 3 als herausragend starkes Musikinstrument auszeichnen, das zum Sound-Tüfteln im Studio ebenso einlädt wie zum Live-Jammen auf der Bühne.

Doch selbst hochwertiger Klang und intuitive Performance sind nur „ein Teil“ der Meisterleistung. Exzellente Hardware als weiterer Faktor. Darüber hinaus bietet sich der Pro 3 durch die CV-Ausgänge (und -Eingänge) hervorragend als Master- und Controller-Keyboard im Verbund mit Euroracks / Modularsystemen an.

Schließlich aber zu des Pudels Kern. All die Features, Details, Klang-Aspekte und strukturellen / technischen Feinheiten und Extras in einem derart übersichtlichen, benutzerfreundliches Instrument zu verpacken, das ist die definitiv besonders herausragende Leistung rund um den Sequential Pro 3.

„Der Sequential Pro 3 – viele Möglichkeiten und große Lust
bei guter Benutzerführung und wenig Frust.“

Zusammengefasst ist der Sequential Pro 3 / Pro 3 SE ein rundum gelungener Synthesizer mit kräftigem, vielseitigen Analog/Hybridsound, mit sehr umfassenden Möglichkeiten der (Live-) Performance sowie der Klanggestaltung und zudem mit einem bemerkenswert intuitiven User-Interface.

Empfehlenswert.


x
40 Minuten Audio-Files sind angefügt. Die Drums stammen mehrheitlich von der Korg Monotribe – mit direkter Sync-Verbindung vom Pro 3 Sequencer, daher die zuweilen seltsamen rhythmischen Variationen des Schlagzeugs à la Rachet-Programmierung am Pro 3. Oberheim OB-8 sowie Roland Jupiter-80 bringen schließlich ab und an etwas polyphone Fülle (oder einen Lead-Sound) ins Klanggeschehen.

Sequential Pro 3 / Pro 3 SE

Monophoner/Paraphoner Analog/Hybrid-Synthesizer
mit 3 Oszillatoren, Wavetables und
Step-Sequencer/Arpeggiator

Preise:

Sequential Pro 3
67.7 cm x 33.8 cm x 12.5 cm / 7.25 kg
ca. 1.700 Euro

Sequential Pro 3 SE
68.6 cm x 37 cm x 12.8 cm / 12.25 kg
ca. 2.150 Euro

Link:
www.sequential.com

Vergleich / Testbericht:
Sequential Pro-One – der beste Vintage Monophone?

Video / Demo (Sequential):

Kategorie 2020, Main Feature, Testberichte

“Es genügt, einen Ton schön zu spielen” sagte der Komponist Arvo Pärt im Jahre 2005. Diese Aussage ist ebenso einfach wie ich auch exzellent: Es braucht kein Meer an Tönen, denn entscheidend ist der Klang. Dass so mancher Vintage-Synthesizer der 70er und 80er Jahre teils unerreicht hochwertige Klänge liefert, steht außer Frage. Doch tatsächlich leben wir “heute” in einer nahezu perfekten Zeit. Einerseits hat man – mehr oder weniger – noch Zugriff auf die Vintage Analogen, andererseits wird auch bei Neugeräten die wichtige Komponente des hochwertigen Klanges wieder zunehmend berücksichtigt. Doepfer, Cwejman, Synthesizers.com, MacBeth, Moog, GRP, Studio Electronics, COTK, John Bowen und andere Hersteller bauen hervorragende Synthesizer, die den “Klassikern” in nichts nachstehen. All diesen (alten wie neuen) “großartigen” Instrumenten ist Great Synthesizers gewidmet. _________________________________________________________ In 2005 composer Arvo Pärt said: “Playing one tone really well is enough”. In other words, it is sufficient to play one tone 'beautifully'. I agree with that. All musical efforts are focused on the sound itself. Although I studied classical music (piano and drums), it’s the electronic sound that inspires me. Synthesizers are the epitome of new sounds and exciting tonal spheres. Today, many companies produce high-quality - excellent! - synthesizers: Doepfer, Cwejman, MacBeth, Moog, GRP, Synthesizers.com, COTK, Studio Electronics, John Bowen and others. It's their products I'm really interested in ... apart from Vintage Synthesizers, which I have been collecting for 20 years. Subsequent to our former websites Bluesynths and Blogasys, Peter Mahr and I have now created GreatSynthesizers. We hope you like it.

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