E&MM – Spectrum Synthesiser

Er ist eine Mischung aus EMS Synthi, Sequential Pro-One und Roland SH-5: Der E&MM Spectrum zählt zu den herausragendsten monophonen Analog-Synthesizers der Geschichte.

Während auf der Will-Haben-Seite der geniale Sound und die unglaublichen Modulationsmöglichkeiten stehen, darf auch die Schattenseite seiner Existenz nicht verschwiegen werden. Der britische Spectrum Synthesiser wurde ausschließlich als DIY-Bausatz angeboten.

So gibt es einerseits wenige Exemplare dieses Instruments – und von den wenigen Exemplaren noch weniger, die in wirklich gutem Zustand sind.

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Der von Electronics & Music Maker bzw. Maplin angebotene Bausatz des Spectrum Synthesisers umfasste die nötige Hardware (Frontplatte, Joystick-Modul, Keyboard und die Platinen), allerdings „ohne“ Gehäuse.

 

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„Originally published (Mar – May 81) in the first three issues of E&MM, the Spectrum hit some sort of trouble (perhaps connected with the supply of kit parts not coming on stream?), and was held over and repeated, with improvements in two large instalments in Jan/Feb 1982.“ 

(Peter Forrest: The A-Z of Analogue Synthesisers, Part Two, S. 204)

Doch sei es, wie es sei: Klang-Enthusiasten dürfte beim Studieren des Panels das Wasser im Munde zusammen laufen. Solch schöne Modulations-Routings sind bei nur sehr wenigen Analogsynthesizer zu finden …

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Anschließend sind noch einige Klangbeispiele angefügt. Die Sounds zeichnen den Spectrum eindeutig als flexiblen und durchaus brillanten Klang-Künstler aus.

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PS: Die Basis-Bausteine sind übrigens durchgängig CEM-Chips. So wäre der Klang irgendwie „Standard“, würde man denken.

Doch weit gefehlt: Während der Spectrum Synthesiser sehr brav und normal klingen kann, ist seine Effekt-Kiste von durchaus spektakulärer Intensität.

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“Es genügt, einen Ton schön zu spielen” sagte der Komponist Arvo Pärt im Jahre 2005. Diese Aussage ist ebenso einfach wie ich auch exzellent: Es braucht kein Meer an Tönen, denn entscheidend ist der Klang. Dass so mancher Vintage-Synthesizer der 70er und 80er Jahre teils unerreicht hochwertige Klänge liefert, steht außer Frage. Doch tatsächlich leben wir “heute” in einer nahezu perfekten Zeit. Einerseits hat man – mehr oder weniger – noch Zugriff auf die Vintage Analogen, andererseits wird auch bei Neugeräten die wichtige Komponente des hochwertigen Klanges wieder zunehmend berücksichtigt. Doepfer, Cwejman, Synthesizers.com, MacBeth, Moog, GRP, Studio Electronics, COTK, John Bowen und andere Hersteller bauen hervorragende Synthesizer, die den “Klassikern” in nichts nachstehen. All diesen (alten wie neuen) “großartigen” Instrumenten ist Great Synthesizers gewidmet. _________________________________________________________ In 2005 composer Arvo Pärt said: “Playing one tone really well is enough”. In other words, it is sufficient to play one tone 'beautifully'. I agree with that. All musical efforts are focused on the sound itself. Although I studied classical music (piano and drums), it’s the electronic sound that inspires me. Synthesizers are the epitome of new sounds and exciting tonal spheres. Today, many companies produce high-quality - excellent! - synthesizers: Doepfer, Cwejman, MacBeth, Moog, GRP, Synthesizers.com, COTK, Studio Electronics, John Bowen and others. It's their products I'm really interested in ... apart from Vintage Synthesizers, which I have been collecting for 20 years. Subsequent to our former websites Bluesynths and Blogasys, Peter Mahr and I have now created GreatSynthesizers. We hope you like it.