Arturia DrumBrute – moderne 909 mit Polyrhythmen?

Interessant. Arturia erinnert ein wenig an Moog. Der amerikanische Hersteller baute einmal (vor langer, langer Zeit) den MINIMOOG. Seither – seit 1970 – sind so gut wie alle Moog-Synthesizer an den Minimoog angelehnt. Bei Arturia hört das Urgestein auf den Namen MiniBrute. Seit einigen Jahren ist nun alles BRUTE.

Doch ein wichtiger Unterschied besteht: Arturia ist deutlich mutiger als die amerikanische Konkurrenz. Das Konzept des Erstlings wurde bisher in deutlichen Schritten verändert oder gar komplett umgestellt. Der MatrixBrute bespielsweise hat mit dem MiniBrute schon nicht mehr viel gemein. Und der neue DrumBrute ist wiederum ein völlig neues Konzept.

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Davon abgesehen: DrumBrute ist eine kleine Revolution. Die analoge Klangerzeugung (17 Instrumente), das üppige Bedienpanel, die vielfältigen Funktionen und die umfangreichen Anschlüsse – das alles ist äußerst bemerkenswert. Für unter 500 Euro erhält man mehr, als eine Roland TR-808 oder TR-909 jemals zu leisten imstande ist. Ob der „Wumm“ der Bassdrum auch den gewünschten Druck hat, nun … davon gehen wir zumindest aus!

Die Möglichkeiten der Aufnahme sind umfassend, zugleich aber intuitiv …

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… und das Verändern der Drumsounds erfolgt wie gewohnt „on the run“ …

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Die Anschlüsse lassen praktisch keine Wünsche offen …

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… und erlauben die flexible Einbindung des DrumBrute in unterschiedlichste Umgebungen.

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Mit der kostenlosen Software MIDI CONTROL CENTRE (MCC) kann man den DrumBrute elegant verwalten und im Detail bearbeiten. So lassen sich innerhalb eines Patterns Polyrhythmen erzeugen und vieles mehr.

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Als Vorweg-Fazit darf man Arturia zu diesem Wurf gratulieren. Der DrumBrute bietet ein erstaunliches Preis/Leistungsverhältnis (wenngleich er natürlich „Made in China“ ist). Das Instrument sollte ab November ’16 erhältlich sein und dürfte Einzug in viele Studios halten. Zudem könnte der DrumBrute den Markt aufmischen und möglicherweise das Preisniveau der Roland’schen Klassiker (TR-909 für 4500 Euro gefällig?) auf ein zumindst erträgliches Niveau drücken.

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Arturia DrumBrute
Analog Drum Synthesizer

UVP: 449 Euro

Website Hersteller:
www.arturia.com/products/drumbrute/overview

Kategorie Allgemein

“Es genügt, einen Ton schön zu spielen” sagte der Komponist Arvo Pärt im Jahre 2005. Diese Aussage ist ebenso einfach wie ich auch exzellent: Es braucht kein Meer an Tönen, denn entscheidend ist der Klang. Dass so mancher Vintage-Synthesizer der 70er und 80er Jahre teils unerreicht hochwertige Klänge liefert, steht außer Frage. Doch tatsächlich leben wir “heute” in einer nahezu perfekten Zeit. Einerseits hat man – mehr oder weniger – noch Zugriff auf die Vintage Analogen, andererseits wird auch bei Neugeräten die wichtige Komponente des hochwertigen Klanges wieder zunehmend berücksichtigt. Doepfer, Cwejman, Synthesizers.com, MacBeth, Moog, GRP, Studio Electronics, COTK, John Bowen und andere Hersteller bauen hervorragende Synthesizer, die den “Klassikern” in nichts nachstehen. All diesen (alten wie neuen) “großartigen” Instrumenten ist Great Synthesizers gewidmet. _________________________________________________________ In 2005 composer Arvo Pärt said: “Playing one tone really well is enough”. In other words, it is sufficient to play one tone 'beautifully'. I agree with that. All musical efforts are focused on the sound itself. Although I studied classical music (piano and drums), it’s the electronic sound that inspires me. Synthesizers are the epitome of new sounds and exciting tonal spheres. Today, many companies produce high-quality - excellent! - synthesizers: Doepfer, Cwejman, MacBeth, Moog, GRP, Synthesizers.com, COTK, Studio Electronics, John Bowen and others. It's their products I'm really interested in ... apart from Vintage Synthesizers, which I have been collecting for 20 years. Subsequent to our former websites Bluesynths and Blogasys, Peter Mahr and I have now created GreatSynthesizers. We hope you like it.

1 Kommentare

  1. Von Fricke lernen, heißt siegen lernen :-)
    2 Kicks und man hat einen Tanzbär!
    Sieht vielversprechend aus. Und schön, dass die Franzosen den Berlinern nicht alles nachgemacht, auf einen eher langweiligen Bass verzichtet und dafür eine Tempoanzeige spendiert haben, das ist wirklich sehr sinnvoll!!!!!

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