Die Sache beginnt ganz unscheinbar. „GeneralMusic S2 / S3 Synthesizer sind echte Geheimwaffen“ hört man es hinter vorgehaltener Hand rumoren. Dann ist wieder längere Zeit Pause, bis erneut viel versprechende Aussagen in Studio-Kreisen auftauchen.
„GEM S2 und S3 gehören zu den besten Masterkeyboards, die es gibt!“, „Polyphoner Aftertouch“, „Geniale Sounds“ … und so weiter und so fort. Wenn Gerüchte gar nicht abreißen, dann macht es die Sache wirklich spannend …
Kurz, wer mit den Bezeichnungen S2 / S2R oder S3 wenig anzufangen weiß: Es sind exzellente Vertreter der S+S (Sampling + Synthesis) Kategorie, die man zwar als „Workstations“ bezeichnen könnte, denen aber der Begriff des „Synthesizers“ noch deutlich besser zu Gesicht steht. Es sind fantastische Instrumente, beachtlich im Konzept und – besonders hervorzuheben – in ihrem ausdrucksstarken (kreativen) Klang.
Wer also neugierig geworden ist und sich auf die Suche nach einem S2 oder S3 machen sollte, der hat mehrere Möglichkeiten.
GEM S2 oder S3 – die Suche beginnt
Naturgemäß findet man die meisten GEM S2 / S2R / S3 in ihrem Heimatland Italien. Doch Geschäfte in Italien zu machen, das ist so eine Sache für sich. Es bedeutete kryptische Emails auf Italo-Englisch verfassen oder gar Telefongespräche mit (meist sehr redseligen) Synthesizer-Enthusiasten im Süden Europas führen, die sich den zu Schutzmaßnahmen formulierten Merksatz „Non parlo bene l’Italiano!“ einfach nicht zu Herzen nehmen. Solche Unterhaltungen beginnen meist mit einem trügerischen englischen Willkommensgruß („Hello„), der direkt in ein ausschweifendes Gespräch reinsten italienischen Naturells übergeht.
Ich berichte hier aus eigener Erfahrung, man kann nun zustimmend nicken oder einfach den Kopf schütteln: Italienische „Deals“ sind so eine Sache für sich. Langsam dringen sogar IBAN und BIC als Begriffe der Banksprache in den Süden vor, was aber nichts daran ändert, dass die italienische Post ein mitunter merkwürdiges Zustellverhalten auszeichnet. Von Speditionen ganz zu schweigen, die dem bloßen Versand eines bescheidenen Roland R-8 Drumcomputers schon den nochmaligen Instrumentenwert abverlangen würden.
Greift man schließlich zur Eigeninitiative und versucht das Land mit dem Auto zu bereisen, werden die eingesparten Versandkosten schnell durch ansehnliche Autobahngebühren ausgeglichen. Weicht man statt dessen – in Zeiten von GPS kann man es durchaus wagen – auf die kostenfreien, aber oft mangelhaft gewarteten Landstraßen aus, zerlegt sich das Auto in erstaunlich kurzer Zeit durch Einwirkung von Schlaglöchern und auf der Fahrbahn liegenden Metallteilen ganz von selbst. Viva l’Italia!
Doch wozu gibt es die Eisenbahn? Preismäßig sehr zu empfehlen, allerdings in Hauptreisezeiten durchaus mit Platzmangel und dem einen oder anderen für Erregung der Gemüter sorgenden sciopero (Streik) verbunden. Auch kommt man selten exakt dorthin wohin man eben will, denn die schönen Instrumente gibt es nicht immer nur in Rom, Florenz, Bologna oder Mailand, sondern auch mal in kleineren Orten, dort oben hinter den Hügeln, wo zwischen Mittag und frühen Abend die Siesta den Lebenswandel dominiert.
Damit bleibt man also besser gleich zu Hause und sucht den gewünschten Synthesizer im heimatlichen Raum, denn mit etwas Geduld wird man auch bei uns fündig. GEM S2, S2R und S3 sind – ob in der Turbo-Version oder nicht – immer wieder und nach wie vor erstaunlich günstig zu haben! Ab 300 Euro (in Italien, im deutschsprachigen Raum: ab 500 Euro) ist man – auch im Jahr 2024 – mit dabei, was in Anbetracht des klanglichen Ausdrucks und der technischen Möglichkeiten dieser Instrumente in der Tat geschenkt ist.
GeneralMusic – der (einstige) Keyboard-Gigant
GeneralMusic, 1987 gegründet, war neben Ketron (Solton) der einzige Keyboard-Gigant, den es bis vor einigen Jahren in Italien noch gegeben hat. Und in seinem Bauch befanden sich viele Marken. So wurde ELKA-ORLA 1988 von GEM bzw. GeneralMusic übernommen. Ein Jahr früher musste Crumar das Pförtchen schließen und wurde von LEM geschluckt, wobei LEM dann ebenfalls in GeneralMusic überging. So ergab sich eine Zusammenführung aller drei Marken GEM, LEM und ELKA unter der Dachmarke von GeneralMusic. GEM war mit Digitalpianos, Portable Keyboards und Workstations vertreten. LEM deckte den Bereich der großflächigen Beschallung ab (Power-Mischer bis PA-Anlagen), während ELKA Gitarren/Bass-Verstärker und kleinere PA-Systeme in das Unternehmen einbrachte.
Die Präsenz des Firmennamens bleibt jedoch ein wenig unklar. Während das GeneralMusic Logo auf einigen Instrumenten-Serien teils gar nicht in Erscheinung tritt (statt dessen das GEM Logo im Vordergrund steht), scheint es für einige Zeit in den 90er-Jahren wieder umgekehrt zu sein: GeneralMusic als Hauptname (das Logo gab es noch dazu in zwei leicht unterschiedlichen Versionen) und die Marke GEM im Abseits. Das ändert sich spätestens in den 00er-Jahren wieder zugunsten von GEM, wobei GeneralMusic erneut in den Hintergrund rückt. Es ist jedenfalls ein namenstechnisches Hin und Her, das der Vermarktung der Produkte sicher nicht sehr dienlich gewesen sein dürfte …
Zum Zeitpunkt der S-Serie in den frühen 90er-Jahren (die Serie wurde ab 1992 schrittweise veröffentlicht) hatte GeneralMusic ca. 500 Angestellte in fünf Fabrikationsstätten. Alleine in der „Research & Development“ Abteilung waren 25 Mitarbeiter beschäftigt. So wurden z.B. für die S-Serie vier verschiedene Custom-Chips ins Leben gerufen. Übrigens gilt der Rheinländer Jürgen Schmitz als „Vater der S-Serie“. Er hatte schon für ELKA die erfolgreichen Masterkeyboards der MK-Serie entwickelt. Genau betrachtet „ist“ die S-Serie sogar noch eines der letzten Projekte der Firma ELKA selbst, welches bei Übernahme durch GeneralMusic sozusagen im „Frühstadium“ in die Hände der neuen Eigentümer fiel.
GeneralMusic hat das Konzept der S-Serie jedenfalls fertig entwickelt und zur Produktionsreife gebracht. Und obwohl die S-Serie für GeneralMusic nicht den gewünschten Erfolg brachte, gab es später einen weiteren Ausflug in die Welt der Pro-Synthesizer: 1998 erschien die GeneralMusic Equinox-Serie, eine Workstation-Familie mit wahlweise 61, 76 oder sogar 88 Tasten. Die Instrumente waren der GEM S-Serie auffallend ähnlich – Konzept, Aussehen und Oberfläche der Geräte erinnerten über weite Teile an die Vorgänger – und dennoch kamen die Equinox-Workstations nicht an den speziellen Flair der älteren S-Serie heran.
Nach diesem letzten Ausflug in die professionelle Synthesizer-Szene definierte GeneralMusic in den 00er-Jahren seine Produktpalette wieder Richtung Arranger-Keyboards, MultiMedia-Workstations und E-Pianos und kehrte damit zu den einstigen Wurzeln von GEM zurück (das nun auch – es wurde bereits gesagt – namenstechnisch wieder im Vordergrund stand). Dennoch gelang es GeneralMusic nicht, dauerhaft im (angestrebten) Pro-Segment Fuß zu fassen. Anfang 2009 wurden alle Mitarbeiter überraschend entlassen und das Unternehmen meldete mit sofortiger Wirkung Insolvenz an, die schließlich 2011 rechtlich abgewickelt war.
2013 (oder 2014, es gibt unterschiedliche Angaben) erwarb der finnische Unternehmer Jukka Kulmala (Soundion Oy Ltd.) die Insolvenzmasse von GeneralMusic und brachte die verbliebenen Waren (mehrere LKW-Ladungen an Audio-Equipment, Instrumenten, Ersatzteilen etc.) nach Finnland, um ein Comeback des Elka Synthex einzuläuten und einzelne GeneralMusic Produkte (z.B. das ProMega 2+ Stagepiano) weiter zu führen. Nach und nach scheiterten die Vorhaben allerdings, womit sich die Spur von GeneralMusic Anfang der 2020er-Jahre endgültig im hohen Norden Europas verliert.
Schade. In GeneralMusic steckte viel Potenzial und viel Know-How. Wir verdanken der Firma nicht nur die Übernahme einiger gestrandeter italienischer Synthesizer-Hersteller, sondern auch ganz exzellente Arranger-Keyboards (WS-Serie), hervorragende Synthesizer-Workstations (S-Serie, Equinox-Serie), MultiMedia-Workstations (SK-Serie, Genesys-Serie) bzw. legendäre E-Pianos, wie den Physical-Modeling RealPiano Expander oder das in Studiokreisen hoch geschätzte Promega Stagepiano.
Noch ein kurzer Nachtrag zur Equinox-Familie. Trotz aller Ähnlichkeit zur S-Serie sind die später erschienenen Instrumente aus Sicht des kreativen und auf Klangsuche befindlichen Synthesizer-Enthusiasten nicht ganz so inspirierend und überzeugend wie die Vorläufer.
Während GEM S2 / S2R / S3 betreffend Presets und der originellen Auswahl an Sounds außergewöhnliche Instrumente darstellen und dem Musiker spannende „Synthesizer“ Klänge bieten, orientieren sich die Equinox-Instrumente viel deutlicher am Main-Stream.
Da nun auch das General-MIDI Logo von dem Chassis leuchtet ist zudem klar: In den Equinox-Geräten sind – neben einigen durchaus guten Synthesizer-Sounds – dieselben oder zumindest sehr ähnliche Klavier-, Gitarren-, Bläser- und Standard-Bass Sounds zu finden wie in vielen anderen Workstations der 90er-Jahre.
Auch die Drumsets, Sample-(Lese)-Optionen, Effekte: Alles bestens und von guter Qualität, aber der so bemerkenswerte Synthesizer-Charakter der S-Serie ist in der Equinox-Familie etwas abhanden gekommen. Außerdem wurde die ursprünglich so exzellent gewichtete Tastatur der S-Serie nun durch eine gewöhnliche – ohne Zweifel immer noch „gute“ – Tastatur ersetzt, der polyphone Aftertouch fehlt (die Equinox-Serie bietet nun Channel-AT) und auch das große Neon-Display ist bei den neueren Instrumenten auf ein gewöhnliches (kleines) LCD-Display geschrumpft.
Folglich stellen die Equinox-Synthesizer – die trotz aller Kritikpunkte natürlich aufwendige, professionelle und leistungsfähige Instrumente sind – ungeachtet ihres jüngeren Alters und so mancher erweiterter Features (z.B. höhere Polyphonie) keinen wirklichen Ersatz für die S-Serie dar.
Die GEM S-Serie – der bescheidene Erfolg
Zurück zu S2 / S2R und S3. Trotz aller exzellenter Features: Für GeneralMusic / GEM war die S-Serie Anfang der 90er-Jahre – wie schon angedeutet – leider kein großer Erfolg. Nach dem Turbo-Upgrade und massiven, wenn auch unergiebigen, Werbe-Maßnahmen verlor das Unternehmen schnell Interesse an seiner professionellen Synthesizer- sorry: Music Processor-Linie.
Die technische Realisierung des polyphonen Aftertouchs beispielsweise war besonders aufwendig und gerade dieses Feature letztlich unter den Musiker zu wenig gefragt. Ein Grund hierfür lag möglicherweise in der schwierigeren Spielweise von polyphonem Aftertouch, was fingertechnische Extra-Fähigkeiten seitens des Keyboarders erforderte.
Der zunächst ambitionierte Support zur GEM S-Serie (Turbo-Upgrade mit Sample-Translator, sehr umfassende Sample- und Soundbibliotheken etc.) wurde jedenfalls nach wenigen Jahren wieder eingestellt, was GeneralMusic in Folge herbe Kritik derer einbrachte, die ihr hart erarbeitetes Geld in einen – durchaus teuren – GEM S2 oder GEM S3 investierten. Solch schnellen Sinneswandel war man im Bereich der Profi-Musiker nicht unbedingt gewohnt, zumal einige Künstler das Potenzial der S-Serie bereits erkannt hatten.
Music Processor
Bei der S-Serie handelt es sich um so genannte Music Processor. Im Grunde eine erweiterte Workstation, ist das Konzept typisch für die 90er-Jahre: Synthesizer, Sequenzer, Masterkeyboard in einem Stück. Durch den starken Sequenzer und die umfangreichen MIDI-Schnittstellen kann man S2/S3 sogar als reine MIDI-Datenzentrale im Studio nützen, ohne die interne Klangerzeugung überhaupt in Anspruch zu nehmen. Die Kombination von Workstation, offenem Betriebssystem (MIOS genannt) und MIDI-Zentrale ergibt als Ganzes den Music Processor.
Mit dem Multitasking Betriebssystem versuchte GEM außerdem, dem User möglichst intuitiv und flexibel Zugang zum Potential der Geräte zu verschaffen. Performance Controller erlauben das Editieren in Real Time, ausreichendes Sample-Material und die beiden 2-Pol 12dB State Variable Multimode-Filter (in Summe mit klanglichem 4-Pol 24dB Resultat) sorgen – obwohl digital – für einen durchwegs erstaunlich guten Grundklang. Zwei unabhängige Effekt-Units dürfen natürlich nicht fehlen, und weil man schon mal ganz oben in der Liga spielen möchte, gibt es auch noch polyphonen Aftertouch samt Release-Velocity.
Frei programmierbare Wheels bzw. ebensolche Pedal-Eingänge (als Switch- oder CV-Eingang zu nützen) und zwei komplett unabhängige MIDI-Trios sowie Einzelausgänge braucht man da schon gar nicht mehr zu erwähnen. 16-stimmige bzw. 32-stimmige Polyphonie (Turboversion) bei 16-fachem Multimode und 350 bzw. 500 ROM Sounds (Turboversion) sind ja zudem selbstverständlich.
Äußeres
GeneralMusic hat sich viel Mühe gegeben, die S-Serie Gerät auf allen Ebenen professionell zu entwickeln. So ist das Plastikchassis der Keyboards mit einem speziellen, widerstandsfähigen und gummiartigen Material überzogen. Dies bringt nun Vor- und Nachteile mit sich …
Einerseits liegt das schwere Instrument, einmal unter den Arm geklemmt, sehr gut in der Hand. Die Gummischicht ist griffig – kein Rutschen, nix. Auch sieht die Oberfläche (theoretisch) elegant aus: Anthrazitfarben und edel. Der Nachteil ist, dass genau dieses Material Schmutz und vor allem Fettflecken (von Schokoladefingern, nur als Beispiel) viel leichter aufnimmt als unbeschichtetes Hartplastik oder Metall. Damit bekommt die elegante Oberfläche doch schnell ein fleckiges Aussehen, vor allem dort, wo man den GEM S2 / S3 regelmäßig in die Hand nimmt oder berührt – bei den eingebuchteten Seitenteilen, rund um die Buttons, im Bereich der Wheels bzw. Slider etc.
Die Verarbeitung der Instrumente und ihre Zuverlässigkeit sind im Großen und Ganzen sehr gut. Ich hatte die Gelegenheit, einen für GEM Deutschland jahrelang tätigen Servicefachmann kennen zu lernen. Lothar Jenske gibt ein positives Urteil der Instrumente ab: „… das S2/3 geht kaum defekt.“ Zugegeben ist die Aussage inzwischen ein paar Jahre alt …
… und wie bei allen technischen Geräten gibt es natürlich auch hier unangenehme Ausnahmen. Ein S3-User schrieb 2002 in einem Forum: „Also, mir ist beim letzten Gig mein GEM S3 abgeraucht. Das Publikum hielt es für `nen Pyro-Effekt, aber ich fand es nicht so lustig“. Auch möchten wir – danke für den Leser-Kommentar hierzu – auf den Akku hinweisen, der auf dem Main Board verbaut, was bei Auslaufen der Säure großen Schaden verursacht … sofern der Akku nicht umplatziert oder durch eine Knopfzelle ersetzt wurde.
Neben der grundsätzlich stabilen Verarbeitung ist das Display ein echter Pluspunkt. Es handelt sich um ein grafikfähiges Flüssigkristall-Display (240×64 Punkte) mit Neon-Hintergrundbeleuchtung (Originalwortlaut des Manuals). Es dunkelt „nicht“ nach und ist in das Chassis des Instruments versenkt, damit die kleinen Tipptaster an der Frontplatte optisch so nah wie möglich am Display angebracht werden konnten. Die Neonbeleuchtung mag in sympathischer Weise an den italienischem Drang zu Superlativen erinnern, doch es stimmt: Das Display ist extrem hell und sehr gut lesbar. Weiters kann es in seinem Kontrast natürlich exakt an den persönlichen Sichtwinkel angepasst werden.
Die beiden Wheels sind futuristisch anmutende Jojo-Bälle, die angenehm aufgeraut sind und gut in der Hand liegen, die jedoch zuweilen gerne etwas am Gehäuse schrappen, wenn das Instrument nicht so gut behandelt wurde oder sich die Achsen der Räder etwas verschoben haben. Auch die Fader und Tipptaster sind von guter Qualität. Manche der Taster sind allerdings sehr klein, was eine besonders genaue Bedienung der Elemente erforderlich macht.
Schließlich noch das wahre Highlight – die hochwertige Tastatur. Sie ist möglicherweise etwas zu (?) stark gewichtet, aber dennoch exzellent! Dies ist nun klarer weise persönliche Geschmacksache, doch betreffend Gewichtung gibt es einen unleugbaren Zusammenhang zwischen dem wertigen Keyboard und einem dementsprechend nuancierten Spielgefühl. Generalmusic jedenfalls hat seine S2 und S3 Synthesizer mit einer sehr maskulinen, griffigen 61- bzw. 76- Noten Tastatur versehen. Für PC/MAC-Puristen, deren „Keyboard“ die Maus und der Bildschirm sind (oder ein 2 1/2 Oktaven MIDI-Controller) mag dies keine Rolle spielen. Für Live-Player ist es jedoch ein entscheidender Punkt. Die Tastatur des S2 bzw. S3 hat zudem polyphonen Aftertouch mit Release-Velocity!
Turbokit
Es wurde namentlich schon vorweg genommen, doch hier die Details zur Turbo-Version der S-Serie. Da es bei Veröffentlichung der Instrumente anno 1992 sofort einige herbe Kritikpunkte gab, nahm man sich bei GeneralMusic die Sache zu Herzen und entwickelte umgehend ein beachtliches Upgrade – das Turbokit.
Das Kit wurde für S2 bzw. S3 angeboten. Die Rackversion S2R – später erschienen – war unseres Wissens nach bereits von Werk aus mit der Turbo-Version ausgestattet.
Die zusätzlichen Funktionen eines S2 Turbo / S3 Turbo sind:
- maximal 32-stimmige Polyphonie
- mehr als 500 ROM Sounds
- 100 vorprogrammierte Performances
- Sample Translator 2 integriert
- verbesserte Sound Edit Funktion
- verbessertes Disk Management
- verbesserter Sequenzer
Spezielle Neuerungen sieht man jedoch mitunter erst im Detail:
- Performance Namen werden im Display vergrößert dargestellt (angenehmer zu lesen)
- In der Display-Seite gibt es eine neue Funktion „Oct Up“ und „Oct Down“ – jenes virtuelle Kipp-Schalterchen der Analog-Ära, das wir zum Transponieren der Tastatur so schätzen
- Der LFO kann zu MIDI synchronisiert werden (!). Das ist hervorragend, denn sogar bei nicht wenigen aktuellen Instrumenten sucht man diese Funktion oft vergebens.
- Alle System Exclusive Daten werden nun gesendet und empfangen, und sogar der Demo Song befindet sich mit dem Turbokit im ROM Bereich … und ja, auch Akai S-1000 Samples werden nun gelesen …
Alles in allem ist die Turbo-Variante sicher die besonders zu empfehlende Variante der S-Synthesizer. Wenn schon, dann das ganze Paket! Fairerweise muss aber gesagt werden, dass kleinere Highlights des originalen S2 / S3 bei der Turbo-Version auf der Strecke geblieben sind bzw. der erhöhten Polyphonie zum Opfer gefallen sind.
„Weniger schön allerdings, dass im Single-Modus keine LFO-Kontrolle der Filter möglich ist. Der Grund: Im Single-Betrieb arbeiten die Filter nicht mehr dynamisch, weshalb man auch vergeblich nach Filter-Hüllkurven sucht. Ein weiterer Tribut an die erhöhte Polyphonie zahlt der zweite Oszillator, der auf die Tonhöhensteuerung per Hüllkurve verzichten muss. Und auch die Panorama-Steuerung der Single-Sounds unterliegen gewissen Einschränkungen: Zwar ist eine Beeinflussung per Dynamik und Aftertouch möglich, aber auch hier fehlt die Hüllkurvenkontrolle.“
(Zitat SOLO 4/94)
Mit „Single“ Mode ist übrigens der „Single Oszillator Mode“ gemeint, im Gegensatz zum „Dual XF“ bzw. „Dual Osc“ Mode. Diese Feinheit ist nun wieder etwas gewöhnungsbedürftig. Ganz konkret beziehen sich die Einschränkungen also nur auf den speziellen Single Mode mit Single Oszillator Einstellung.
Das Manual zum Turbokit-Upgrade hat für sich knapp 100 Seiten. Es zeigt schon, wie sehr GeneralMusic mit dem Upgrade „nachgelegt“ hat.
Praxis
Da dieser Bericht nicht die leiseste Chance hat, in irgendeiner Weise die S-Serie vollständig zu beleuchten, beschränken wir uns auf einige wenige technischen Details und vor allem den Klang der Instrumente selbst. Für eine genaue Studie des Instrumentes sei der 13-seitige Keyboards-Bericht von Claudius Brüse empfohlen!
Das Programmieren von Sounds ist zwar nicht „extrem“ intuitiv, aber doch einigermaßen gut gelöst. Begibt man sich in den Edit Mode, hat man schon direkten Zugriff auf alle wesentlichen Klangbausteine …
Als Klangbasis dienen 208 Wellenformen, die sich im ROM-Speicher befinden. Die Einteilung erfolgt wie meist üblich in Gruppen (Naturinstrumente, Synth-Sounds und Drums). Generell ist die Qualität der Samples großteils sehr gut, allzu viel „unnützes“ Material wird nicht mitgeliefert. Der weitere Verlauf der Klangerzeugung ist klassisch aufgebaut und wird nicht im Detail erläutert. Erwähnenswert ist dennoch das Filter, welches immerhin in doppelter Ausführung und mit jeweils 5 Modi (LowPass, HighPass, BandPass, Parametric Boost und Parametric Cut) vertreten ist.
Effekte lassen sich bequem anwählen (es gibt zwei unabhängige Effektblöcke) und sind ebenso von ausreichend guter Qualität, arbeiten allerdings – und das war schon 1992 ein Kritikpunkt – nur monophon. Dieser wird allerdings durch den globalen (Stereo) Rotary-Effekt sowie durch die Panorama-Steuerung der Sounds etwas ausgeglichen. Äußerst angenehm ist in diesem Zusammenhang der Effect Bypass Button. Mit einem einzigen Knopfdruck lassen sich die Effekte einfach wegknipsen, und das allzu hallgeschwängerte Soundgemisch wird sofort zum trockenen Signal, welchem man am Mixer noch bequem einen gezielten Schuss externes Stereo-Delay verpassen kann, nur als Beispiel.
Zum Sequenzer kann ich nicht viel sagen, da mir hier die Praxis fehlt. Prinzipiell handelt es sich um einen 16-Spur Sequenzer, der mit Raffinessen wie Quantize, Track-Transpose etc. ausgestattet ist. Und natürlich können auch externe Instrumente vom Sequenzer aus angesteuert werden.
Damit das Leben schön einfach bleibt, sind die meisten „ganz wichtigen“ Funktionen der S-Serie durch einen eigenen Button vertreten. So z.B. Master Transpose oder die Clock-Funktion. Bei so manchen anderen Workstations muss man erstmal einige Menüseiten durchsteppen, um zu diesen lebenswichtigen Features vorzudringen. Bei S2/S2R/S3 ist es einfacher: Einmal gedrückt, kann man sofort die Tonart oder das Tempo ändern oder betreffend Clock zwischen internal/external umschalten. So soll es sein …
Function Controller
Noch ein paar Worte zu den Slidern. Sie sind für den Klangtüftler natürlich pures Gold, keine Frage. Je nachdem, in welchem Modus man sich befindet, ist ihre Funktion dem entsprechend abgestimmt. Im Multi-Modus dienen sie sozusagen als kleines Mischpult. Jeder Fader bestimmt z.B. die Lautstärke eines Klanges. Einfacher geht es kaum, denn so hat man die Möglichkeit, sehr intuitiv das Mischungsverhältnis der Klänge zu erstellen.
In gleicher Weise kann man außer auf Volume auch auf Attack, Release, Filter 1, Filter 2 und Pan aller Sounds (!) zugreifen. Natürlich immer nur Kategorie für Kategorie. Also z.B. bei Sound 1 das Filter 2 und bei Sound 2 die Attack gleichzeitig zu ändern, das geht nicht. Man muss umschalten, um z.B. „jetzt alle Attack Zeiten“ zu programmieren. Oder „jetzt alle Pans“. Doch was soll’s! Der direkte Zugriff auf einzelne Parameter aller Klänge ist gegeben – und das im (permanenten) Multimode. Nicht schlecht …
Die Show Funktion erlaubt sogar die Darstellung der Faderbewegung im Display (für alle, die z.B. bei Pan nicht genau wissen, wo jetzt exakt die Mitte des Faderweges liegt). Je nachdem, wie es die Situation gerade erfordert, kann man also „nach Gefühl“ (Regelung ohne Display) oder auch sehr exakt (mit grafischer Anzeige und Werten im Display) arbeiten.
Schließlich können alle vorgegebenen Kategorien (Volume, Attack etc.) komplett neu definiert und frei zugeordnet werden. Das habe ich zwar selbst noch nicht probiert, aber so steht es im Manual.
Extras
Bei der GEM S-Serie ist ja fast alles irgendwo extra oder besonders. Einige Highlights gilt es dennoch separat zu nennen.
- Unter General finden sich z.B. nützliche Dinge, wie etwa Scaling. Die Temperatur – also Stimmung – des Instruments kann beliebig festgelegt werden. Von unserer temperierten Stimmung abweichend gibt es z.B. Kirchentonarten (dorisch gefällig?), Chord, 1/4 Tone oder Arabic, um nur einige zu nennen. Der Benutzer kann sogar selbst Stimmungen eingeben und diese auf vier Speicherplätzen ablegen…!!! Das mag nun manche Leser wenig berühren, aber experimentellen Gedanken sind damit Tür und Tor geöffnet. So wie es schon beim PPG Wave 2.2 / 2.3 möglich ist, völlig zusammenhanglose 12-Ton-Leitern zu erstellen, kann man sich auch hier dem Element des Zufalls ausliefern (fast jedenfalls). Oder kein Zufall, eben das Gegenteil – ganz gezieltes De-Tuning. Unsere Ohren sind natürlich keine Vierteltonschritte gewöhnt (außer jene, die regelmäßig den Proben des Kirchenchores beiwohnen), aber gerade das macht die Sache ja spannend und für die meisten musikalisch „neu“.
- Stereo-Out plus vier zuweisbare Einzelausgänge. Das kann nicht schaden …
- Kein Mac/PC User würde jemals den Shortcut Strg+Z oder Command+Z vergessen. Der hat schon Leben gerettet, Karriereabstürze verhindert, und … so etwas gibt es bei der S-Serie auch (!) Die Undo-Funktion erlaubt, Arbeitsschritte (die über das Display getätigt wurden) rückgängig zu machen. Wiederum ein kleines und sehr sinnvolles Detail.
- Mit der Clipboard Funktion lassen sich bestimmte Einstellungen „global“ abspeichern und später wieder abrufen. So kann etwa eine komplexe Hüllkurve gespeichert, und zu einem anderen Zeitpunkt quasi als „Preset“ – wenn man genau diese Einstellungen wieder braucht – aufgerufen werden.
- Die nun eben erwähnten Hüllkurven können je nach Bedarf bis zu 10stufig sein !!! Bleiben wir klassisch bei ADSR – kein Problem. Darüber hinaus kann man je nach Bedarf beliebige neue Punkte einsetzen und sich sehr dynamische bzw. komplexe Hüllkurven basteln, die natürlich grafisch im Display dargestellt werden.
- Zwei völlig unabhängige MIDI-Trios sind selbst heute noch ein gewisser Luxus. So können eingehende MIDI-Daten entsprechend geroutet werden bzw. kann so der interne Sequenzer entsprechend flexibler nach außen hin kommunizieren.
- Pan darf beliebig moduliert werden – über LFO, Tastendruck, etc… eine schöne Funktion, die selbst heute bei großen Instrumenten nicht immer Standard ist.
- Das Manual ist sehr übersichtlich gestaltet und gut lesbar. Das gilt sowohl für das User’s-Manual als auch für das Turbokit-Manual.
Klang
Damit die Sache auch irgendwo ein Ende nimmt, wenden wir uns hiermit dem Klang zu. Was fällt dazu ein? Breiter, voller Grundklang – charakteristische digitale Filter (nicht die schlechtesten) – Effektanteile der Werkssounds meist zu hoch dosiert – enorm flexibles Klangpotential – schöne Naturinstrumente – extrem lebendige Flächen – keine sehr schnellen Attack-Zeiten – polyphoner Aftertouch für individuelle Sound-Überblendungen – mitunter durchaus stark analoger Klangcharakter – drahtige E-Pianos im Stile der Korg M1 – Synthex-Imitat erstaunlich gut.
Zum letzten Punkt „Synthex-Imitat“ eine Anmerkung. Natürlich hat es sich GeneralMusic nicht nehmen lassen, den Elka Synthex mit in die Werksprogramme der S-Serie aufzunehmen. Wenn auch indirekt, war der Synthex ja ein „ehemaliges“ Produkt des Unternehmens-Komplexes rund um GEM, LEM und eben ELKA.
Und erstaunlich – fast ironisch: Die charakteristischen Bandpass / Highpass Filtersounds der S-Serie klingen beinahe so gut wie der echte Synthex. Wir haben beide Geräte gleichzeitig getestet und betreffend Klangtiefe hat uns der S2 / S3 sogar teilweise besser gefallen. Da wirken dann natürlich einige moderne Features mit – wie Pan-Modulation und anderes – die der Synthex in dieser Form gar nicht aufweisen kann, weshalb ein solcher Vergleich auf jeden Fall höchst problematisch ist. Auch ist das Klangverhalten am Ende (der statische Sound) dann beim Original einfach schöner, den hier entsteht beim S2 / S3 ein gewisses Loop-ähnliches Klangbild. Das ist vor allem im unten angefügten Klangbeispiel „Synthex-Sound 2“ zu hören: Hierbei beginnt der GEM S2 / S3 (mit Loop-Charakter), nach einer kurzen Pause folgt der echte Elka Synthex …
Natürlich ist der GEM S2/S2R/S3 Synthesizer kein Ersatz zu einem Elka Synthex. Das geht schon mal rein technisch nicht. GeneralMusic hat ja auch nur einige wenige Samples des Synthex gemacht und diese kommen eben über die (digitalen) Multimodefilter der S-Serie ganz gut rüber. Mehr ist nicht dran. Weder der schöne, runde Synthex-Bass noch die Laserharp werden am GEM S2/S2R/S3 zu finden sein – es sei denn, man lädt entsprechende Samples hinein. Und selbst dann ist das, was hinten rauskommt, natürlich nicht der gleiche Klang: Original bleibt Original, nur ein Synthex ist ein Synthex. Ungeachtet dessen sind GEM S2/S2R/S3 jedoch musikalisch inspirierende Instrumente, auch betreffend analog-klingender Sounds, das war der Kern des Synthex-Vergleiches.
Um den Sachverhalt rund um Klang und Performance abschließend emotional zu schildern: Der S3 Turbo hat sich innerhalb von wenigen Stunden zu einem meiner Lieblings-Keyboards entwickelt. Bezüglich Programmierung und Flexibilität (mit wenigen Einschränkungen) sind zwar der Roland JD-800 und der John Bowen Solaris die Nummer Eins, aber der GeneralMusic S3 bietet wirklich Parole, er macht seine Sache erstaunlich gut. Die maskuline und ausdrucksstarke Tastatur des S3 bringt zusammen mit den sehr lebendigen und effektiven Sounds ein enormes Potential bzw. – einfach formuliert – viele positive, musikalisch-kreative Momente mit sich.
Ein mögliches Ergebnis der S-Serie sind die unten angefügten Klangbeispiele, die natürlich nur einen sehr kleinen Teil des S-Potentials darstellen.
Gebrauchtmarkt
Es lichtet sich der Wald! Wir schreiben das Jahr 2024 und langsam werden – neben vielen anderen Exoten – auch die Exemplare der GeneralMusic S-Serie rare Synthesizer, die immer seltener anzutreffen sind. Ein wesentlicher Grund ist sicherlich das Alter: Nach nunmehr 30+ Jahren versagt so mancher S2 / S2R bzw. S3 seinen Dienst. Ausgelaufener Akku hier (bei Kauf unbedingt zu „checken“ …), kaputtes Audioboard-Relais dort, Pixelfehler im Display (eher selten) usw. Auch das Betriebssystem scheint ab und an für Troubles zu sorgen – es startet bei manchen Geräten nicht mehr korrekt.
So tut man als Freund der GeneralMusic S-Serie eventuell gut daran, sich ein (oder zwei) BackUp-Geräte zuzulegen: Ersatzteillager, die das Überleben des einen oder anderen S2, S2R oder S3 noch für mehrere Jahre (oder Jahrzehnte) garantieren sollen.
Klartext
Trotz des fortgeschrittenen Alters der Instrumente würde ich jedem Klang-Enthusiasten mit einem Faible für vielschichte, dynamische Synthesizer-Sounds sehr zum S2 oder S3 raten. Die Sounds sind keineswegs jene Mainstream-Sample-Klänge, die in so vielen Workstations zu finden sind, es sind durchwegs Sounds mit ganz eigenem, speziellem und häufig stark elektronischem Charakter. Es sind Sounds, die dem – bei anderen Instrumenten oft ins Abseits geratenen – uralten Grundgedanken eines SYNTHESIZERS entsprechen: Neue Klänge, bitte sehr. Neue, inspirierende Klänge bei möglichst einfacher Bedienung! Auch das trifft zu. Klänge mit viel Ausdruck – voilà – eine perfekt gewichtete Tastatur, polyphoner Aftertouch! Was will man mehr?
Die GeneralMusic S-Serie tritt nicht mit tausenden Instrument-Imitaten an (drögen Strings, Brasses, Gitarren, E-Pianos und allem, was in der glorreichen Blüte der Sample+Synthesis Workstations eben so angeboten wurde), sondern vor allem mit spannenden, dynamischen, lebendigen und durchwegs eigenständigen Klangkreationen. Da S2, S2R und S3 am Gebrauchtmarkt nach wie vor meist nur zwischen 300 und 600 Euro kosten, sollte betreffend künstlerischem Gesichtspunkt jede Entscheidung pro der GeneralMusic S-Serie in wenigen Augenblicken getroffen sein.
Die Gedanken contra der GeneralMusic S-Serie lassen wir allerdings nicht aus. Natürlich sind GEM S2 / S2R bzw. S3 keine Dream Machines. Durch den umfassenden Aufbau braucht man – trotz der benutzerfreundlichen Oberfläche – einiges an Zeit und Geduld, um sich mit dem Konzept der Geräte vertraut zu machen. Ich denke sogar, es wird einige Monate dauern, um wirklich die nötige Übung und den nötigen Überblick zu erhalten, damit man auf allen Ebenen der Workstations schnell und zielgerichtet arbeiten kann. Auch nimmt das Risiko eines Blackouts leider zu. Die Synthesizer kommen in ihre Jahre, weshalb immer mehr S2 / S2R bzw. S3 ihren Dienst versagen. Mit BackUp (Extra-Gerät für Ersatzteile) lässt es sich zwar entspannter leben, doch wird nicht jeder Gefallen daran finden, zwei Exemplare zu erwerben, nur um ein Exemplar am Leben zu erhalten.
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Vielleicht aber kann man das Problem gedanklich ein wenig umdrehen: Angesichts des „sehr“ günstigen Gebrauchtmarktpreises sollte sich das Risiko eines – irgendwann sicher stattfindenden – Blackouts in Kauf nehmen lassen. Man nütze die Jahre (in denen der GeneralMusic GEM S2 / S2R / S3 tadellos funktioniert) und erziele einen hohen kreativen Output, der die wenigen hundert Euro Anschaffungskosten dann rückblickend allemal wert gewesen sein dürfte.
Im Gegensatz zu vielen anderen Workstations der 90er-Jahre gibt es bei GeneralMusic GEM S2 / S2R / S3 zudem eine Menge nützlicher Details der Benutzerführung, die diesen Weg zum kreativen Output deutlich erleichtern. Und im Gegensatz zu vielen anderen Workstations der 90er-Jahre wird man bei GeneralMusic GEM S2 / S2R / S3 musikalisch meist umgehend und in hohem Maße für die Arbeit am Instrument belohnt …
GeneralMusic GEM S2 / S2R / S3 Music Processor
Polyphoner Digitaler Pro-Synthesizer,
max. 32 Stimmen (Turbo-Version)
– GEM S2 Keyboard (1992)
1055 x 350 x 116 mm, 16 kg, 61 Tasten
– GEM S2R Rackversion (1994)
434 x 132,5 x 276,5 mm, 7,3 kg, 4HE
– GEM S3 Keyboard (1992)
1267 x 350 x 116 mm, 18,5 kg, 76 Tasten
Öffnen – Download:
GeneralMusic GEM S2 / GEM S3 Foto (4500x2800px)
Weitere Info:
Deepsonic.ch: GEM S-Series / GEM S3 Bilder, Infos, Sounds
GeneralMusic (Wikipedia)
Test – Vergleiche:
ELKA Synthex – analoger Klassiker & vintage Workstation
Roland JD-800 – der beste digitale Flächen-Synthesizer?
John Bowen Solaris Synthesizer – ein Lebenswerk
SoundCloud-Link von Panu Talus (Finnland):
GeneralMusic S3 Turbo – testing Bandpass with Polyphonic Aftertouch
Youtube-Video by Damiano Della Torre:
Youtube-Video by wolfgang S vukan:

