Roland SH-5
– König der Vintage SH-Serie?

Wenn es nun heißt, der Roland SH-5 sei einer der besten Analog-Synthesizer aller Zeiten, so werden manche Leser sicher den Gedanken “Eh klar – schon wieder …” nicht los. Es gibt nunmal auffällig viele “beste” Instrumente. Doch Vergleiche von historischen (und gegenwärtigen) Analog-Synthesizern zeigen: Rolands SH-5 ist der “… best of that (SH-) bunch”, wie es Martin Newcomb in seinem Buch The Museum Of Synthesizer Technology treffend formuliert.

Roland-SH5-Synthesizer

Das gleichnamige Museum wurde Mitte der 90er Jahre ins Leben gerufen und beherbergte eine unglaubliche Vielzahl an seltensten und raren Vintage Synthesizern. Leider hatte es – nach aufsehender Eröffnung unter der ehrenvollen Anwesenheit von Robert Moog – mit mangelndem Publikumsinteresse und schließlich noch mit einem großen Wasserschaden zu kämpfen, es existierte nur für kurze Zeit. Doch das Buch hat überlebt und mit ihm – wenn auch lediglich auf dem Papier – viele der beeindruckenden Instrumente, die im Museum ausgestellt waren. Wie auch der Roland SH-5 …

Zur “ursprünglichen” SH-Serie (auf neuere Roland-Synthesizer mit nostalgischer SH-Betitelung wird mangels passender Vergleichsgrundlage zwischen analogen und virtuel-analogen bzw. Sample-basierten Instrumenten nicht eingegangen) zählen:

  • SH-1
  • SH-2
  • SH-3 / SH-3A
  • SH-5
  • SH-7
  • SH-9

… sowie später noch der äußerst erfolgreiche

  • SH-101

… und – nicht zu vergessen – jene frühen Preset-Synthesizer der ersten Roland-Jahre namens

  • SH-1000
  • SH-2000

Roland-SH5-BandPassFilter

SH-1/-2/-9 sind sehr gute und grundsolide Instrumente, die zwar nicht gerade ungewöhnlich großzügig ausgestattet sind, die aber dennoch kompromisslos guten Analog-Sound liefern. Der SH-3A bietet ein sehr spannendes Oszillator-Konzept und ein – im Vergleich zum Nachfolger SH-5 – überraschend schwaches Filter. Der SH-7 wiederum ist mit erstaunlich umfangreichen Modulationsmöglichkeiten ausgestattet, wie sie kein anderer Synthesizer der Vintage Roland SH-Serie zu bieten hat.

Zwischen SH-3A und SH-7 im Jahre 1975 auf den Markt gebracht, hat der SH-5 ebenso seine Eigenarten. Er wurde mit einem sehr speziellen Baustein ausgestattet, der nur in diesem Synthesizer verwirklicht wurde: Einem ganz hervorragenden BandPass Filter, das parallel zum (ebenso ganz speziellen) MultiMode Filter zum Einsatz kommt. Genau dieses BandPass Filter macht nebenbei auch den großen Unterschied zum Roland System-100, welches in etwa zur selben Zeit das Licht der Welt erblickte und das optisch – und in Grundzügen auch klanglich – dem SH-5 sehr ähnlich ist.

Roland-SH5-modulationPath

1975 …

war Roland keineswegs ein etablierte “Marke” wenn es um Synthesizer ging. Das zunächst vor allem auf Drumcomputer spezialisierte Unternehmen befand sich im strukturellen Aufbau und lebte noch weit entfernt einer „finanziell abgesicherten“ Situation, wie in Kakehashi’s Memoiren “Mein Leben für die Musik“ nachzulesen ist. Dieselbige wurde erst Ende der 70er Jahre erreicht, der weltweite Durchbruch im Synthesizer-Geschäft gelang Roland schließlich gar erst 1981 mit Erscheinen des Jupiter-8.

Moog und ARP hatten Mitte der 70er Jahre jedenfalls den stärksten Bekanntheitsgrad. Oberheim fing eben an sich zu etablieren und Sequential Circuits war gerade in der Gründungsphase. Korg produzierte zwar schon zahlreiche Instrumente, doch Kitaros Lieblings-Synthesizer à la 700 bzw. 700S kamen nur langsam zu den Ohren und in die Geschäfte westlicher Musiker. Auch Yamaha war bereits aktiv, wenngleich die ersten Gehversuche im Synthesizer-Bereich – Yamaha SY-1 bzw. -2 – in den Augen (Ohren) vieler Musiker im Vergleich zum Klangideal Minimoog offensichtlich nicht der Rede wert waren. Der Stern für japanische Synthesizer leuchtete eben noch nicht besonders hell. Angesichts der starken Konkurrenz galt es für Roland, neue Instrumente als innovativ, musikergerecht und natürlich in bestmöglicher Qualität zu präsentieren. Eigenschaften, die Roland Synthesizer auch in Folge für sehr viele Jahrzehnte – teilweise bis heute – auszeichne(te)n.

Roland-SH5-LFO-Detail

Der überlange Reisekoffer

Musikergerecht und von bester Qualität ist beispielsweise das Koffer-Prinzip des SH-5. Der das Instrument schützende Deckel verfügt über einen Tragegriff zum bequemen Transport, einmal abgenommen ist das Instrument schon spielbereit. Natürlich gebührt auch dem Stromkabel ein eigenes Fach im Instrument (samt kleiner Tür) – verpackt ist der SH-5 somit keineswegs als Synthesizer denn mehr als überlanger Reisekoffer zu identifizieren. Im Unterschied zum ARP-2600 ist die Verpackung (der Deckel) allerdings sehr solide, weshalb der komplette SH-5 erstaunlich robust und mit über 20 kg erstaunlich schwer ist.

NICHT-musikerfreundlich ist hingegen die eigenwillige beige-farbene Roland-Tastatur. Korg und Yamaha boten schon zur gleichen Zeit – 1975 – Instrumente mit wesentlich besseren Tastaturen an. Das bei fast allen SH-Instrumenten und anderen Klassikern wie dem Jupiter-4 oder VP-330 MKI eingesetzte Roland-Keyboard zeichnet sich jedoch allenfalls durch ein klobiges Spielgefühl und Doppeltrigger-Effekte (je nach Zustand und Staubbelastung des Instruments) aus.

Roland-SH5-knobs

Ganz wunderbar musikerfreundlich ist allerdings wiederum das beeindruckende Layout des SH-5. In Minimoog-Manier schön abgeschrägt, bietet das Panel optimale Auf- und Einsicht der großzügig dimensionierten Bedienelemente. Die Verarbeitung ist exzellent und noch heute von erhabener Qualität. Sie ist damit auch Garant für ein “sehr zuverlässiges” Instrument, sofern der betreffende SH-5 grundsätzlich respektvoll behandelt und geschützt gelagert / transportiert wurde (was angesichts des geschlossenen Kofferprinzips in vielen Fällen der Fall gewesen sein dürfte).

Aufbau

Der Roland SH-5 verfügt über …

  • 2 VCOs
  • MultiMode VCF
  • BandPass Filter
  • Stereo-VCA
  • 2 LFOs
  • 2 ENVs
  • S/H
  • Ringmodulator
  • Noise
  • Mixer

Die Ausstattung des SH-5 kann sich also durchaus sehen lassen. Vielseitige Anschlüsse und brauchbare Spielhilfen runden das durchdachte Konzept ab.

Roland-SH5-Connections

Das parallele Band Pass Filter

Ohne lange herumzureden sei das SH-5 BandPass Filter als eins der besten je angebotenen Module in einem Analog-Synthesizer genannt. Es besitzt enorm viel Kraft und verleiht den Klängen beeindruckende Farbnuancen, es macht den Charakter des Instruments aggressiv und lebendig. Besonders angenehm ist die Möglichkeit, dieses Filter stufenlos einzublenden. In den angefügten Klangbeispielen wurde hiervon ausgiebig Gebrauch gemacht.

Nicht weniger Roland-untypisch ist das bereits mehrfach erwähnte …

MultiMode Filter (LowPass – BandPass – HighPass)

Hier hat der japanische Synthesizer Hersteller offensichtlich in voller Länge bis dato vernachlässigte Filter-Konzepte ausgelebt (oder galt es seitens Moog gewonnene Prozesse wegen VCF-Nachbauten im SH-3A wieder wett zu machen?). Jedenfalls ist es erstaunlich festzustellen, dass bei keinem anderen SH-Instrument das zuvor genannte BandPass Filter zu finden ist … und schon gar nicht so etwas wie ein MultiMode Filter (wenngleich das “typische” Roland-Filter in SH-1/-2/-9 – SH-7 ist hier etwas umstritten – absolut zu überzeugen vermag). MultiMode bedeutet im Falle des SH-5: LowPass-, BandPass- und HighPass-Filter, spannungssteuerbar, mit regelbarer Resonanz und samt zuweisbarer Filterhüllkurve. Was will man mehr? Fest steht: Durch die starke Filterpräsenz bietet der SH-5 ein Klangpotential, das weit über die bekannten, ohnehin schon sehr guten Roland-Analogsounds, hinausgeht.

Roland-SH5-VCFs

Selbstresonanz ist natürlich kein Problem, wobei auffällt, dass diese Resonanz einen stark “musikalischen” Klang erzeugt, was nicht bei allen Analogen der Fall ist (und keineswegs sein muss). Die freie Kombinationsmöglichkeit von LP/BP/HP und dem parallelen und stufenlos einblendbaren BandPass Filter (mit eigener Resonanz!) ermöglicht – noch einmal ausdrücklich formuliert – sehr vielseitige und lebendige Klänge. Zu den genannten Möglichkeiten findet man an der Rückseite des SH-5 noch eine VCF-CV-IN Buchse. Damit steht der Klangkontrolle des MultiMode-Filters via Analogsequenzer, externen LFOs oder Midi-CV-Interfaces nichts im Wege.

RingModulator und Noise zählen zu wichtigen “Zutaten” für experimentell-orientierte Musiker. Der RingModulator des SH-5 ist nicht spektakulär oder extrem ungewöhnlich (kein Vergleich zum stufenlos einblendbaren RingModulator samt eigener Hüllkurve der polyphonen Yamaha CS-Serie). Dennoch ist er durch seine flexible Signalzuweisung (inkl. dem Signal via Audio-IN-Buchse) vielseitig ausgestattet. Noise wird als Pink- oder White-Noise angeboten. Leider nicht stufenlos wie beim ARP-2600, denn eher wahlweise – wie beim Odyssey oder auch Minimoog. Auch betreffend Hüllkurven ist eine Parallele zum ARP Odyssey erkennbar. Der Roland SH-5 bietet zwei ENVs: Eine ADSR und eine AR.

Roland-SH5-VCA-ADSR

Mixer

Dieses nützliche Modul erlaubt die Mischung (und Signalführung) folgender Klangquellen des SH-5: VCO1, VCO2, RM, NOISE und AUDIO-IN (Ext-IN). Das ist schon ganz praktisch, denn wenn zu einem satten VCO-Gemisch etwas RingModulation beigemengt wird, ergeben sich auf ganz einfache Weise die viel gesuchten “etwas anderen” Analog-Sounds.

Bei jeder Audio-Quelle kann man nun wiederum mittels einer kleinen Schalter-Matrix festlegen, ob das entsprechende Signal direkt auf den VCA geht (das ist musikalisch etwas schwierig einzusetzen, da die Klangformung durch das Filter völlig fehlt – dennoch ist die Möglichkeit an sich nicht uninteressant), zweitens ob das Signal nur durch das MultiMode Filter geht, drittens ob MultiMode Filter und BandPass Filter durchlaufen werden, und viertens – es ist schon zu erraten – ob nur das BandPass Filter zum Einsatz kommt.

Roland-SH5-MixerRouting

Es gibt im Mixer also 5 Signalquellen mit jeweils vier unterschiedlichen Routing-Möglichkeiten … das ist durchaus innovativ und noch heute faszinierend vielseitig!

Klang des Roland SH-5

Nun, wer den SH-5 hört und (noch besser) hört “und” spielt, der kann sich möglicherweise nicht mehr von diesem Instrument trennen. In den meisten Fällen dürfte dies passieren. Die große Besonderheit des “Königs der Roland SH-Serie” ist sicher das kraftvolle MultiMode VCF/BandPass Filter-Paket, welches sehr eigenständige bzw. eigenwillige Klangfarben ermöglicht. Wer

  • druckvolle Bässe
  • perkussive Sequenzer- und Arpeggio-Klänge
  • eigenwillige Lead-Voices und
  • experimentelle RingMod- bzw. andere FX-Sounds

liebt, der wird am SH-5 sicher großen Gefallen finden. Leadsounds nach amerikanischem Vorbild oder sanfte, streicherähnliche Klänge gehören hingegen nicht unbedingt in die Welt des Roland SH-5.

Roland-SH5-LFOs

Die angefügten Hörbeispiele dürften zeigen, dass der SH-5 ganz sicher “sehr besonders” und auch “sehr eigenständig” klingt. Zudem lässt er sich relativ einfach in verschiedenste Studio-Setups integrieren (nicht technisch gesprochen sondern musikalisch gesehen). Es ist immer ein großer Vorteil, wenn der Klang des Instruments ohne Aufwand “Teil des Ganzen” wird.

Wenn dem so ist, so hat man ein gutes und wirklich brauchbares Musikinstrument vor sich. Manche Analog-Synthesizer klingen beispielsweise solistisch ganz exzellent, lassen sich dann im Setup aber schwer in den Gesamtklang integrieren. Man denke etwa an einen Moog Memorymoog. Doch das ist nun wiederum eine ganz andere Baustelle …

Roland-SH5-VCOs

Wert des SH-5

Der Wert des Roland SH-5 ist – aus heutiger Sicht gesehen – schwer festzulegen. Wenn ein Instrument einen extrem eigenständigen Klangcharakter bietet, ist sein Wert prinzipiell nach oben hin offen. Es gibt keinen “Ersatz” für den besagten Synthesizer, der Wert kann z.B. durchaus 2500 Euro oder höher sein. Aktuell – im Frühjahr 2013 – liegt der Marktpreis des Roland SH-5 zwischen 2200 und 2800 Euro. Je nach Zustand des Instruments, der in den meisten Fällen – so zeigen es die Angebote im Netz – nach wie vor exzellent sein dürfte.

Optisch gibt es tatsächlich sehr viele SH-5 in äußerst respektabler Verfassung – sicher (auch) dank des eingangs erwähnten robusten Koffer-Designs. Betreffend Elektronik sollte für gewöhnlich auch nicht viel fehlen. Techniker schwärmen jedenfalls vom soliden und geradezu vorbildlichen Aufbau eines Roland SH-5.

Roland-SH5-MultiModeVCF

Doppel-Trigger Effekte sind zwar ein klares Manko des schwachen Tastatur-Konzepts, doch dies erfordert zur Lösung des Problems meist nur eine gründliche Reinigung der Kontakte. Abgesehen davon ist das Instrument hervorragend konzipiert und verarbeitet. Und ja, schließlich und vor allem klingt der SH-5 eben sehr besonders, wenn nicht gar einzigartig.

Natürlich sollen Interessenten nicht mit allen Mitteln zur Erweiterung ihres analogen Equipments “überredet” werden. Es bleibt jedem Musiker die persönliche Entdeckungsreise offen (und zu wünschen), ob der SH-5 nun der König der Roland SH-Serie sei oder ein anderes Instrument.

Künstler mit einem Faible für lebendige Filter-Sweeps und Experimentelles werden den SH-5 jedenfalls als unverzichtbaren Teil einer einzigartigen Klang-Palette im Studio-Setup entdecken.

Roland-SH5-Logo

So gesehen fällt es denn auch sehr leicht, Klangtüftlern und Experimentalisten den Roland SH-5 definitiv aufs Wärmste zu empfehlen.

12 Gedanken zu “Roland SH-5
– König der Vintage SH-Serie?

  1. Yesssss – absolutely a great Synth!!!
    Dieser Synth gehört absolut mit unter die Top Synthesizer für die einsame Insel. Und DANKE für den wirklich ausgezeichneten Test und die guten Demos, die den SH-5 sehr gut treffen. Der Preis sollte etwa beim Minimoog liegen – beide Klassiker, wobei der SH-5 seltener ist und etwas mehr Möglichkeiten hat. Gerade diese speziellen Filter geben diese sehr speziellen nasalen schönen Blade Runner Klänge by Vangelis raus. Immer wieder ein Genuß diesen Synthesizer zu spielen und zu hören und er klingt auch schon ohne Effekte extrem gut. Wo wir schon bei der einsamen Insel sind: Mein modifizierter Rhodes Chroma mit Expander muss mit, Minimoog / Liberation wären dabei, Pro One oder Arp Odyssey, OB-8, mein old Emu Audity analog Modul made for Edgar Froese (so weit ich weiss), mein doppelter VCS3, also praktisch ein VCS6 (unglaubliches und einmaliges Instrument aus den Anfängen der 70er) und um es nicht überschwappen zu lassen nehme ich noch das kleine SEM Modul mit Sequenzer mit :-) -> An die Redaktion: Testet doch Mal den Chroma, ich finde da gibt es noch nicht viele schöne Demos etc. Es fehlt dieser geniale Klang mit dem Pfeifen auf der höchsten Note – a la Tomita … Einmalig – oder ist der nur auf dem modifizierten Chroma? Kann ich mir nicht vorstellen.

    Viele Grüße und wirklich herzlichen Dank

    André

    • … falls nicht genug Platz im Boot (oder falls die Stromkapazitäten auf der Insel beschränkt sind): Wir nehmen den “VCS 6″ gerne in Verwahrung … und zur Not auch den Rhodes Chroma (mit Expander) … (o:)

      Sehr edle Instrumente hast du …! Ja, speziell der Chroma hätte einen sehr ausgiebigen Test verdient! Viele Grüße …

      • .. Ja ich habe über 30 Jahre gesammelt, umso seltener umso besser – sofern ich es mir leisten konnte. Und dabei waren halt auch ein paar besondere Schmuckstücke. Ich glaube vor ca. 15 – 18 Jahren hatte ich den modifizierten Chroma mit VCS6 und der Oktavfilterbank aus dem Süden gekauft und war richtig happy. Der Chroma wurde damals vom dem wirklich begabten Musik-Techniker intelligent mit ein paar Effekten erweitert, aber der Expander ist noch im ursprünglichen Zustand, leider sind spätestens jetzt nach der langen Lagerung sicherlich alle Stimmen weg, da der Chroma ja schon immer Spannungs- und Kontaktprobleme hatte. Da lohnt sich sicherlich eine Aufbereitung. Ein total lustiges Gimmick finde ich auch den Klopfer, denn da der Chroma eine Folientastatur hat und man nicht genau weiss, ob er die Funktion aktiviert hat, klopft beim Drücken auf die Folie immer ein Metallstab von innen an das Holzgehäuse.

        • … den “Klopfer” kann man übrigens abstellen. Ist wirklich eine sehr eigenwillige Situation, Schalter ohne mechanische Funktion aber “mit” Schaltgeräusch zu haben. Eine Aufrüstung des Chroma (neues Netzteil, MIDI CC+ Upgrade) lohnt sich bestimmt. Einer der besten Vintage Polyphonen. Besonders attraktiv wäre der neue Hardware Programmer aus den USA, hergestellt in Einzelanfertigung. Der ENABLER sieht unglaublich gut aus … und macht das Arbeiten mit dem Chroma wohl wirklich zum Vergnügen …

          http://enabler.redshift-consulting.com/

          Viele Grüße …

          • … Eigentlich wirklich genial, aber der Chroma leidet an einem kleinen Problem. es ist die gering ausgelegte Auflösung einiger Werte, gerade beim Filter ist es schon mehr als schade und da kann der Programmer wohl auch nichts ändern((?). Ich denke man kann da schon etwas ändern, aber dazu gehört schon einiger Aufwand zu, wie die kleinen Modifikationen an meinem Chroma. Dazu wurden nicht benötigte Parameter einfach für eine andere Funktion benutzt. Aber gerade beim Filter sind eben kleine Änderungen oft von großer Bedeutung und da haben die Techniker etwas geschlafen.

  2. Ach sorry, ich muss auch unbedingt noch den Fotografen loben – “geile” Bilder! Kann man den buchen :-)

    Viele Grüße

    André

  3. Habe demnächst vor einen SH5 zu kaufen, um ihn neben meinen Monopoly zu legen, und dieser Bericht war sehr hilfreich.

    Wer hat denn die Soundbeispiele gemacht? Die sind spitze! ;) Greets

    • Die Soundbeispiele sind vom Autor des Berichts (o:). SH-5 und Mono/Poly geben sicher ein gutes Team ab … der Roland mit den charakterstarken Filterklängen und der Korg mit den schönen Lead- und Effekt-Sounds (und einem ausgezeichneten Arpeggiator) … viele Grüße, Theo

      • Kompliment für die gelungenen Soundbeispiele. Meine Mutter war bei mir zu Besuch und fragte mich ob ich ihr eine Kopie davon machen kann! :D

        Ich denke auch das wird ein guter Kombo. Der Mono/Poly allein ist super, aber ein zweiter Synth der anders klingt und “feiner” würde sicher noch mehr zum Spass beitragen beim musizieren. Bin immer noch am grübeln zwischen SH2 (der auch schön zu meinem CSQ100 passen würde) oder eben dem “besten” der SH-Serie der zwar grösser, schwerer und teurer ist, dafür aber vielseitiger…. und dieser Filter….! ;) Greets

        • … erstmal, der SH-2 klingt absolut ausgezeichnet. Man würde es dem bescheiden wirkenden Instrument nicht zutrauen, wie kraftvoll, sahnig und eben 1A sein Klang ist. Manche bemängeln die fehlende Sync-Möglichkeit der beiden VCOs, aber eben die Tatsache, dass es diese beiden Oszillatoren (mit Sub-Osc) in einem so handlichen Instrument überhaupt gibt, ist ausgezeichnet. “Sollte” man sich den SH-2 als festen Bestandteil ins Studio geben wollen, dann gibt es im Grunde nur eine Schwachstelle: Das Filter hat keinen CV-Eingang. Aber das dürfte sich von einem guten Techniker nachmachen lassen. Davon abgesehen ist die Kombination mit dem CSQ-100 natürlich sehr reizvoll …

          Der SH-5 spielt jedoch in einer ganz eigenen “Liga”. Da ist ein Instrument gelungen, das in der Geschichte von Roland absolut einzigartig ist. Es sind eben “die” beiden Filter, die unschlagbare Klänge / Klangkombinationen liefern. Und die kleine Matrix im Mixer nicht zu vergessen, in der man die einzelnen Klangquellen sehr flexibel (und unabhängig) durch die Filter bzw. direkt durch den VCA routen kann … Es gibt einen RingModulator und das MultiMode VCF ist extern spannungssteuerbar … so ist man in Summe in den gesamten Ausdrucksmöglichkeiten des Instruments deutlich flexibler. Ein wahrer Studio-Synthesizer, der SH-5.

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