Oberheim Two Voice Pro
– analoger “Dream-Synthesizer”?

Der Two Voice Pro ist nicht einfach ein weiterer Analog-Synthesizer. Es ist DER angesagte amerikanische mono/duophone Synthesizer. Er ist die Wiedergeburt einer Legende von 1975. Und er ist Tom Oberheims persönlicher Lieblings-Synthesizer. Der moderne Two Voice: Für Profis!

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Das “Pro” bezieht sich – im Vergleich zum Original aus den 70er Jahren – auf diverse große und kleine Zugaben bzw. Neuerungen. Während die SEM Module so gut wie unverändert geblieben sind (der großartige Klang damit erhalten geblieben ist), hat die Sequencer- und Performance-Abteilung des neuen Two Voice gewaltig zugelegt.

Da gibt es ein anschlagdynamisches Keyboard (exzellent), Oktav-Transpose Schalter (sehr wichtig), richtige Wheels (auch schön), eine umfassende Patchbay mit CV-Ein- und Ausgängen, einen “tricky” 16-Step-Sequencer mit vielen Speicherplätzen und Song-Funktion, diverse Spiel-Modi (Unisono, SEMs abwechselnd, Split) sowie MIDI und CV/Gate Out (inkl. MIDI-to-CV) auf der Rückseite. Mit einem Wort: Luxus!

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Der analoge “Dream-Synthesizer”? Überraschende Antwort: JA und – je nach Auffassung des Musikers – in bestimmten Punkten auch NEIN ! Doch immer der Reihe nach, gehen wir zunächst auf die einzelnen Aspekte des Two Voice Pro ein.

Konzept

Die Situation ist klar. Da gibt es den legendären SEM-Synthesizer. Mit dem vielleicht mächtigsten analogen Filter aller Zeiten. Anno 1974 ins Leben gerufen, beginnt ab 2010 ein bemerkenswertes Revival der SEM Modul-Serie. Das neue SEM mit MIDI und das ebenso neue SEM mit CV-Panel werden in der Luxus-Version SEM PRO vereint (MIDI + CV-Panel). All die Technologie verdoppelt (2 SEMs) und mit einem Keyboard sowie einem 16-Step Sequencer gekoppelt, ergibt schließlich den Two Voice Pro.

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Der Synthesizer verfügt über:

  • 2x SEM (SEM A/B); Gesamt 4 VCOs, 2 VCFs, 4 ADS, 2 LFOs
  • SEM-Extras: Noise, Audio-IN, VEL auf VCF/VCA, A=440Hz Ton (bei SEM A)
  • 2x 16 Step-Sequencer (zweispurig, Reihe A/B)
  • 50 Pattern-Speicherplätzen
  • 9 Song-Speicherplätze
  • 2x Sample/Hold
  • 2x Portamento
  • 2x Volume und Pan
  • Diverse Keyboard / SEM Modi
  • 3-Oktaven Keyboard mit Velocity und Aftertouch
  • Vel/AT auf VCF und VCA regelbar
  • Pitch Wheel (programmierbar: 1 bis 12 Halbtonschritte)
  • Modulation Wheel (frei routbar über CV)
  • Global TUNE Regler
  • VCO2 Detune Regler (für massive Sounds!)
  • Separater (globaler) Vibrato-LFO (via Mod-Wheel oder AT steuerbar)
  • Transpose-Funktion (-2/-1/0/+1/+2 Oktaven), individuell für jedes SEM
  • CV-Panel für Mod-Wheel, Vel, AFT, Vibrato-LFO, S/H, Sequencer, SEM A, SEM B
  • MIDI (In/Out/Thru), Audio-In (2x), CV/Gate Out (SEM A/SEM B – MIDI-to-CV!))
  • Audio-Out R/L, Headphones Out

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3 positive Eckpfeiler …

Flexibilität ist das erste Zauberwort des Two Voice Pro. Dynamische Steuerung der SEMs via MIDI und/oder Keyboard, Patchen innerhalb des Synthesizers oder auch von außerhalb (mit zusätzlichen Eurorack-Modulen beispielsweise). Schnelle Klangveränderungen via Mod-Wheel-to-VCF Verkabelungen; Velocity A und Velocity B auf unterschiedliche CV-Ziele; Individuelle Steuerung der SEMs via S/H, Sequencer und/oder Keyboard (zur laufenden Sequenz eines SEMs mit einer Solo-Linie des anderen SEMs dazuspielen, etc.): Die Palette der Möglichkeiten kann sich sehen lassen!

Edelster Klang ist ein weiteres Zauberwort. 4 VCOs und zwei MultiMode VCFs in echtem Stereo … genial! Der Sound ist überwältigend, von höchster Güte und eben das, was Oberheim schon anno dazumal in den 70er Jahren weltberühmt gemacht hat. Allem voran das stufenlose MultiMode Filter … das manuelle Gleiten von LowPass über Notch zu HighPass macht das Oberheim VCF zu “dem” Highlight der Synthesizer-Geschichte. Ganz speziell sei auch die Filter-Resonanz genannt: Kraftvoller Klang, farbenreiche Obertöne, wunderschön! Hier hat Tom Oberheim sehr gut daran getan, die zwar simple, aber sehr edle Architektur des SEM-Moduls (mehr oder weniger) unverändert zu lassen.

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Gute bauliche Qualität – das dritte Zauberwort. Zwar ist der Two Voice Pro überraschend leicht, aber man kann sich nicht beklagen: Die Hardware ist gut. Panel, Seitenteile (Holz), Buchsen, Potis (mit einer Ausnahme) – alles bestens! Auch das luxuriöse interne Netzteil sei zu nennen, dessen Spannungsaufnahme von 100V bis 240V reicht (kein Umschalten nötig). Die SEMs sind hochwertig verarbeitet, die Tastatur ist gut und sehr angenehm zu spielen, VEL und AFT reagieren exzellent. Der angesprochene Minuspunkt betrifft die kleinen Regler auf der linken Seite des Instruments (leider alle). Doch mehr dazu später.

Mit den großen Pluspunkten Flexibilität, edelster Klang und gute bauliche Qualität sind die positiven Eckpfeiler des Two Voice genannt. Nun die stramme Frage, warum es denn doch nicht der analoge Dream-Synthesizer sei. Die 3 positiven Eckpfeiler …

… sind eben nicht alles!

Wenngleich der Two Voice Pro von der Öffentlichkeit lange herbeigesehnt wurde, dürfte er schließlich und endlich – möglicherweise – nicht in allen Aspekten ganze große Wurf sein.

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Natürlich ist der Two Voice Pro klanglich hervorragend, schön zu bedienen, sehr kompakt und doch enorm flexibel zugleich … aber … nun … jetzt kommt das ABER:

Der Sequencer ist entbehrlich! Ganz einfach. Er ist tatsächlich entbehrlich. (Nun werden manche Oberheim-Enthusiasten erbost aufstehen, aber ich bleibe bei dieser Meinung.) Tatsache ist, dass der Sequencer – theoretisch – das performance-technische Juwel des Two Voice Pro darstellen sollte. Das i-Tüpfelchen sozusagen. Nun, das ist er aber nicht. Und dies hat mehrere Ursachen.

Erstens ist der Sequencer etwas umständlich zu programmieren und zu bedienen. Man muss auf SEQ EDIT (Reihe A oder B) gehen und Schritt für Schritt eine Zahl eingeben. 0, 12, 36, 24, 15, 12, 0, 7 … was auch immer, eben die Töne in Form von Werten einstellen.

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[Für alle, die nicht wissen, wie die Eingabe erfolgt (weil es nirgendwo beschrieben steht): Die kleinen Schalter BACK bzw. FWD drücken (der Sequencer rückt einen Schritt vor oder zurück), gedrückt halten (!) und mittels des gerade aktuellen Step-Potis den Wert einstellen.]

Für Wiederholungen eines Schritts gibt es “Ratchets”, man kann Steps 2x, 3x und 4x wiederholen lassen, auch Pausen sind möglich. Die Länge der ausgegebenen Noten kann “global” für die gesamte Sequenz eingestellt werden (leider nicht pro Step variierbar). Mit den bereits genannten BACK und FWD Knöpfen (nun, Knöpfchen) lassen sich die Schritte jederzeit einzeln anwählen und verändern.

Patterns können auch zu ganzen Songs verknüpft werden, das ist alles “ok”. Dennoch ist die Arbeitsweise nicht recht intuitiv, zudem etwas fummelig (dies betrifft die Hardware – wackelige, kleine Potis) und in der Praxis keinesfalls das wirklich große Highlight des Instruments. Aus unserer (persönlichen) Sicht.

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Keyboard Transpose der Sequencen – sehr wichtig! – gibt es ebenso, unabhängig für jedes SEM aktivierbar. Die Clock kann intern erfolgen oder via MIDI. Die Sequencen werden rückseitig über MIDI oder auch CV/GATE ausgegeben. Soweit klingt es nun auch wieder recht interessant. Dann aber lässt sich die Sequenz-Länge (von 1 bis 16) nur für BEIDE Spuren A und B festlegen. Polyrhythmik à la 15 gegen 13 ist hingegen Fehlanzeige. 15 geht, 13 geht, aber immer nur für das gesamte Instrument. Denn schließlich – so die Philosophie – gibt es nur “eine” Sequenz für beide SEMs. Diese Sequenz kann zweistimmig sein – und das war auch schon der ganze “Bonus”.

Zweitens beschränkt sich der Sequencer, ob man nun will oder nicht, grundsätzlich auf die Tonhöhensteuerung der SEMs. Das ist – so unspektakulär das Problem klingt – die vielleicht größte Enttäuschung. Denn idealerweise wäre es ja wie folgt: Man steuert die SEMs via Keyboard an (LIVE klingt der Two Voice Pro einfach brillant), startet mit RUN den Sequencer (das tut er auch), greift mittels (Sequ) CV-A OUT und CV-B OUT die Sequencer-Spuren über Patchkabel ab und regelt damit während dem Spielen die beiden Filter. Nun muss man das Timing des Spielens eben der Clock-Geschwindigkeit des Sequencers (der ablaufenden VCF-Modulation) anpassen, ist klar. Aber gute Keyboarder bekommen das hin.

Klingt verlockend, oder?

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Nur, leider geht es (so flexibel) nicht! Die CV-Werte der beiden Spuren werden “nur” ausgegeben, wenn SEM A bzw. SEM B tatsächlich auf SEQ Mode gestellt sind. Womit SEM A und SEM B zwangsläufig von den Sequencer-Spuren abgespult werden müssen! Dann erst kann man CV-A OUT / CV-B OUT mittels Patchkabel abgreifen und beispielsweise auf die Filter routen. Das ist aber nicht sehr flexibel, oder? Schließlich hat das Eine wie das Andere dieselbe CV-Spur. Tonhöhe und VCF-Steuerung haben letztlich dieselbe Quelle.

Gut, man kann einige Tricks anwenden. Zum Beispiel die CV-Spuren vertauschen, sprich: CV-A auf VCF SEM B und CV-B auf VCF SEM-A. Und das war’s. Noch ein Trick auf Lager? Ja: Sample/Hold abgreifen (läuft im gleichen Tempo), so hat man eine alternative – wenn auch zufällige – CV-Spur. Nun aber endlich: Das war’s.

Damit zusammengefasst: So schön ein integrierter Step-Sequencer im Prinzip wäre, so eingeschränkt ist seine Performance-Tauglichkeit, wenn das Tool in der Verwendung bzw. in seinem Routing nicht “völlig offen” ist.

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Schließlich bieten viele externe Sequencer mehr Flexibilität und sind – nebenbei – einfacher zu bedienen (ich denke hier etwa an den massiven Desktop-Sequencer von Koma Elektronik). Zudem gibt es beim Two Voice Pro sowohl MIDI als auch CV/Gate Eingänge, man kann also ohnehin die Ansteuerung via MIDI Masterkeyboard und die Kontrolle einzelner Parameter mittels externer CV-Spuren völlig frei abstimmen. Daher ist der interne Sequencer zwar schön und speziell auf der Bühne auch sicher sehr praktisch, doch in Summe braucht es ihn nicht unbedingt.

Der zweite ABER-Aspekt betrifft einen bereits genannten Punkt der Hardware. Die kleinen (und gerade beim Sequencer besonders eng anliegenden) Drehregler sind alles andere als Luxus. Zu finden im gesamten linken Teil des Two Voice Pro (Sequencer-Bereich, Portamento, Lautstärke- und PAN-Regelung, Vibrato-LFO, Tune-Regler, etc.) sind die kleinen Potis durch die Bank wackelig und fummelig. “Nicht” angenehm zu bedienen. Ganz im Gegenteil zu den SEMs selbst: Die haben hochwertige, solide und präzise Regler!

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So ist es etwas unverständlich, wie bei einem klanglich so exzellenten Synthesizer die Lautstärke-Regler für SEM A und SEM B – die wohl wichtigsten Master-Controller sozusagen – derart klein und eben von nur durchschnittlicher / unterdurchschnittlicher Qualität sein können. Der einzige hochwertige (und auch große) Regler im linken Bereich des Two Voice Pro ist derjenige für die Kopfhörer (direkt neben den Wheels).

Natürlich, das ist Kritik “hoch zu Ross”. Tom Oberheim hat sein Bestes getan, um dem Two Voice Pro exzellente Features zu verpassen und das Instrument kompakt zu halten. Es stimmt ja auch: Die individuelle Pan-Regelung jedes einzelnen SEMs und echte Stereo-Ausgänge sind klangtechnisch ein “gewaltiger” Fortschritt gegenüber dem originalen Two Voice (dort gab es nur einen schlichten Mono-Ausgang).

Aber es enttäuscht dennoch, mit diesen fummeligen, kleinen Reglern abgespeist zu werden. Es ist ein Kontrast zum exzellenten Bedien-Komfort der SEMs. Hier passt (leider) das Gesamt-Konzept nicht so recht zusammen … letztlich hätte der Two Voice Pro breiter (größere Regler) und in Summe ein gutes Stück massiver sein müssen.

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Schließlich und endlich darf man nicht vergessen, dass das Instrument – in Europa – über 4000 Euro (!) kostet (die Preise schwanken etwas). Kein Pappenstiel jedenfalls. Da erwartet man sich in dieser hohen Preisklasse Hardware vom Feinsten. Die hat das Instrument auch zu bieten … aber eben nur zum Teil.

Womit sich die Frage auf tut …

… ob es nicht denkbare Alternativen zum Two Voice Pro gibt. Klare Antwort: Ja! Sogar aus dem Hause Oberheim selbst! Zumindest ist diese Einschätzung betreffend Alternativen meine Einschätzung, jeder Musiker mag sich natürlich sein eigenes Urteil bilden.

Vorweg noch die Überlegung, worauf der Fokus des Two Voice Pro gerichtet ist. Aus meiner Sicht: Es ist sein Klang und es ist seine klangtechnische Flexibilität (durch MIDI und CV-Anschlüsse). Beides – und damit nähern wir uns der angedachten Alternative – findet man ebenso im SEM PRO Modul.

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Daher der Tipp: Mit zwei SEM PRO Modulen bekommt man die identische Klangqualität und eine gleichwertige technische Flexibilität wie beim Two Voice Pro – und das noch deutlich günstiger (ca. 2800 Euro, was immer noch ein stolzer Preis ist, keine Frage). Wie gesagt, auf den Step-Sequencer “kann” man verzichten, bietet er in seiner festgelegten Zuordnung von SEM zum SEQ-Modus (und damit zu den Tonhöhen) ohnehin nicht die erhoffte Flexibilität. Verbindet man zwei SEM PRO mit einem schönen 5-Oktaven Keyboard, hat man dieselbe MIDI-Kontrolle (VEL/AFT) wie beim Two Voice Pro und zudem ein entsprechend größeres Keyboard (61 Tasten) zum Spielen.

Die CV-Optionen für jedes SEM PRO sind ja ebenso vorhanden … was will man also mehr? Ist Sample/Hold unersetzlich? Nein, das gibt es extern. Ist Unisono-Spiel ebenso möglich wie die abwechselnde Spielweise von SEM PRO A und SEM PRO B? Ja, alle wichtigen Modi sind möglich!

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… wie es sich mit dem Two Voice Pro verhält

Es ist nicht schwierig. Wer All-In-One Lösungen bevorzugt, auf der Bühne unterwegs ist und/oder den klanglich sehr edlen Dual-SEM-Synthesizer “mit” integriertem Keyboard haben will, für den ist der Two Voice Pro trotz einiger Fragezeichen das Instrument der Stunde. Zu einem allerdings hohen Preis, zumindest in Europa. In den USA ist das Instrument wesentlich günstiger (3495 USD, oft noch darunter, da sieht die Sache natürlich anders aus). Wer sich also dafür entscheidet, bekommt mit dem Two Voice Pro den aktuellen “Must Have” Synthesizer der analogen Kategorie. Eine NEUE Legende mit beeindruckendem Klang und absolut schönen Features.

Wer etwas praktischer veranlagt ist und den Sinn seiner Investition auf Klang und Flexibilität reduzieren kann, der wird mit 2 SEM PRO Modulen den gleichen Effekt eines Two Voice Pro Synthesizers erreichen. Schließlich ist der bereits ausführlich genannte interne Step-Sequencer kein “Unique-Selling-Point”. Und alles Andere (hochwertiger Klang, MIDI/CV) – ist bei den SEM PRO Modulen identisch.

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Fazit

Der Two Voice Pro: Ein flexibler Analogsynthesizer mit Step-Sequencer, dynamischer Tastatur und absolut edlem (!) Klang. Wer die etwas hohe Investition tätigt, bekommt einen Lebenspartner mit auf den Weg. Ein Partner, der im Studio als Herzstück eines kleinen Modular-Bereichs “mit” gleichzeitiger MIDI-Option eine gute Figur macht. Ein Partner, der sich – bei geringem Platzbedarf – auch auf der Bühne äußerst flexibel einsetzen lässt. Schließlich aber ein Partner, der absolut hervorragend und durch und durch 1A klingt. Tom Oberheim hat sich in der Tat mit dem Two Voice Pro seinen Lieblings-Synthesizer verwirklicht!

Wem die Investition etwas zu hoch ist: Zwei SEM PRO Module stellen eine günstigere (und klanglich identische) Alternative dar. An dieser Stelle sei auf die angefügten Soundfiles verwiesen. Immerhin geht es – ob nun als Keyboard-Version oder in Form einzelner Module – um den Klang der SEMs.

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Dieser Klang ist nicht einfach nur schön und – wie man auch deutlich hört – diskret analog. Er ist exzellent. Eine Klasse für sich …

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Tom Oberheim (Marion Systems)

TWO VOICE PRO Synthesizer
Preis: ca. 4200 Euro (USA: 3495 USD)

SEM PRO Synthesizer Modul
Preis: ca. 1400 Euro

www.tomoberheim.com

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PS: Die Klangbeispiele präsentieren den Two Voice Pro, alleine und auch mit weiteren Synthesizern. Dabei sei speziell auf den JH-3200 hingewiesen, den vollpolyphonen Korg PS-Clone von Jürgen Haible. Klanglich wunderschön, geht er im Beispiel “JH-3200 (4)” eine herrliche Symbiose mit dem Two Voice Pro ein. Die einzelnen, tiefen Töne im Laufe des Stücks gehören zur Oberheim-Spezialität: Mächtige und farbenreiche Sync-Sounds. Weiters kommt in einem Beispiel Rolands Flanger SBF325 zum Einsatz.

PPS: Die Oberheim-Plakette wurde bei diesem Two Voice Pro abgelöst (sie ist nur angeklebt) und links unterhalb des Keyboards angebracht …

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6 Gedanken zu “Oberheim Two Voice Pro
– analoger “Dream-Synthesizer”?

  1. … ein guter Freund weist noch darauf hin, dass es eine weitere Oberheim-Alternative zu den 2 SEM PRO gibt. 4 SEM Patchpanel und das Vermona Polyphonic MIDI Interface ergeben einen (patchbaren!) 4-Voice, bei Kosten von ca. 4500 (nur minimal höher als der Two Voice Pro) …

    • Das schönste an der “4x SEM Patchpanel mit Vermona Interface-Variante” ist dass man 2-4fach Unisono, Dual (2×2 Stimmen), Polyphon, Poly-rotierend und natürlich jede Stimme einzeln bespielen kann. :D

  2. Ich habe den TV pro seit heute, die Qualität ist DSI mässig und reicht an Moog Voyager oder sub37 nicht heran. Ich bin zunächst enttäuscht worden, aber dann ging das Konzept von Bedienung und Klang voll auf und der Rest war völlig wurscht, der erste Synthesizer, der mir sofor ans Herz gewachsen ist und dem ich in Windeseile alle möglichen Sounds entlocken konnte, der Klang ist einfach wunderbar, er liegt mir ganz einfach der Oberheim twovoice pro. Und er gibt sich ungemein musikalisch!

    • … das klingt gut! Ich warte noch auf ein neues Sequenzer-Panel meines Two Voice Pro (die Verarbeitung der Sequ-Steps war bzw. ist nicht so gut), bin seit ca. 3 Monaten mit Tom Oberheim in Kontakt …. und frohen Mutes, dass das Panel eines Tages kommt :o)

      Der Klang ist wunderbar, große Zustimmung!

      • Das Sequenzerpanel neu? wie soll das gehen? Ein Mastervolume Poti wäre nicht schlecht.Ich habe auch gelesen, das es eine neue Softwareversion des Sequenzers geben soll mit Noteneingabe über Tastatur? Ist da was dran?

        • Gut, ein neues Sequenzer- (und Keyboard/MIDI-) Modul. Das kann man ja einfach austauschen. Die beiden “Volume” Potis sind – leider – viel zu unauffällig und viel zu klein – stimmt, ein (zusätzliches?) Mastervolume Poti wäre exzellent … schon das Headphone Poti hätte sich dafür gut geeignet. Neue Sequenzer-Software ist mir noch nicht bekannt, aber die Eingabe via Tastatur wäre ein Fortschritt (wenngleich die relative Un-Flexibilität des Sequenzer-Einsatzes bzw. der SEM-Zuweisung ein wohl fester Bestandteil des Systems bleiben wird). Den Two Voice Pro gibt es nun auch in Schwarz … sieht gut aus!

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