Jean Michel Jarre und der …?

Nun, der Altmeister des Synthi-Pop ist aktiv wie eh und je. Mit jugendlichen 68 Jahren verzückt Jean Michel Jarre das Publikum und zaubert hochwertige Multimedia-Musik-Shows auf die Bühne. Mit alten (und neuen) Songs und mit alten (und neuen) Instrumenten. Neu im Gepäck ist der GRP A4, der statt dem ARP-2600 nun Seite an Seite mit dem Memorymoog in das Zentrum des Geschehens rückt.

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Die Instrumentenschmiede GRP rund um Paolo Groppioni ist natürlich stolz, dass der A4 auf Jarre’s Bühne zum Einsatz kommt. Umso mehr, als das hier gezeigte Konzert gar in Rom – der Heimatstadt von GRP – ausgetragen wurde. Das Happening fand im Rahmen von Jarre’s umfassender ELECTRONICA WORLD TOUR statt …

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Youtube Video: Jarre und der A4 im Einsatz …

Weitere Info:
http://jeanmicheljarre.com

6 Gedanken zu “Jean Michel Jarre und der …?

  1. Gruseliger Europoptrash für den Kindergeburtstag. Im Ernst, das ist doch unterirdisch. Da hilft auch der GRP A4 nicht weiter, außer vielleicht dem Paolo und Theo, die über eine Jean Michel Jarre Signature-Auflage nachdenken ;-)

    • Ja, die musikalischen Glanzzeiten von JM Jarre liegen lange (lange) zurück. Leider. Man vermisst den Ideenreichtum der ersten Platten doch sehr …

      PS: Eine Neuauflage des GRP A4 wird kommen, das stimmt. 2017 …

      • Naja, also Theo – ich möchte einfach mal zu denken geben: JMJ war ein bahnbrechender Wegbereiter der EM und war immer ein Botschafter jeder neuen Form der EM gewesen. natürlich kann wohl auch ein Ausnahmekünstler von immerhin 68 Jahren nicht mehr mit dem kreativen Esprit eines 30-Jährigen Aufwarten. Aber sei es drum. Ohne JMJ’s Kreationen wäre die EM Szene um Einiges ärmer als sie es heut ist. Ganz zu schweigen von den überwältigenden Konzerten. Weltweit, auch in China – was auf jeden Fall für sich selbst genommen eine überragende Leistung für einen Westeuropäischen Künstler in der damaligen Epoche darstellt. Ich finde, man sollte die Leistungen bzw. die Genialität oder wenn man so will die Kreativität immer in der Summe des Künstlers sehen und nicht nur die Produktionen des aktuellen Zeitpunkts. Damit wird man dem Künstler in der Gesamtheit einfach nicht gerecht. Nicht einmal ansatzweise. Ich sehe JMJ nach wie vor als Ikone der Elektronischen Musik. Und ich bin froh, dass er in seinem nunmehr fortgeschrittenenen Alter noch immer die Szene bereichert. Eine solche Vitalität und diesen Spaß am Musizieren wünsche ich uns allen für die Zukunft!

        Vive Jean-Michel et merci beaucoup!

        • Papa Jarre sei es gedankt konnte der Filius diese eine Platte veröffentlichen (“Tangerine Dream for the masses”), das wars doch schon. Die Live Konzerte sind und waren m.E. nichts weiter, als aufgepumpte Laser Show Events mit musikalischen Kitsch-Pathos-Brei, im Stile einer durchgeknallten Robinson Club Animation. Sorry, aber fürs Prekariat halt. Ist zum Glück erlaubt, das gut zu finden, aber es ist eben auch erlaubt, es als das zu bezeichnen, was es ist, Richard Clayderman Niveau.

          • @Tom: Dein Kommentar widerspiegelt für mich ausschliesslich zwei Dinge: Neid und Missgunst.

        • Ich sehe beide Seiten. Die frühen Werke von Jarre – Oxygène, Equinoxe, zum Teil Magnetic Fields – sind von genialer Komplexität und auf hohem musikalischen Niveau. Dem gegenüber stehen die vielen nachfolgenden Werke, die zunehmend bombastischer, kommerzieller und anspruchsloser wurden. Einige gute Stücke oder interessante Ansätze (Revolutions) waren ab und zu dabei, doch Waiting for Cousteau oder viele andere Veröffentlichungen haben kaum jemals das Verlangen entfacht, die Scheibe auch nur ein zweites Mal anzuhören. Nicht-Oxygène-orientierte Ansätze wie Metamorphoses gehören noch zu den spannendsten CDs der vergangenen Jahrzehnte.

          Jarre’s großer Einfluss auf die Musikelektronik ist unbestritten. Auch bemerkenswert ist die gute (Selbst-) Vermarktung. Ob nun Cooperationen mit Swatch oder der NASA, Jarre hat das Talent, große Dinge aufzuziehen und von sich reden zu machen. Seine aktuellen Konzerte sind ein Erlebnis (auch wenn man feststellt, dass Jarre nicht besonders gut Keyboard spielt) und es “ist” erstaunlich, welch gewaltiges Pensum er mit 68 Jahren (siehe Plakat Electronica Tour) noch bewältigt.

          Es dürfte auch richtig sein, dass Filmmusik-Meister Maurice Jarre den Start seines Sohnes unterstützt hat. Und dass Michel Geiss möglicherweise sehr viel zum musikalischen Einfallsreichtum der ersten Platten beigetragen hat … JM Jarre hatte also vor allem auch die richtigen Wegbegleiter.

          Seine Fans – ich gehöre trotz allem dazu – werden ihm dennoch treu bleiben.