Der Buchla Synthesizer von Ernst Krenek (Teil 1)

Ernst Krenek ist vielen elektronischen Musikern kein echter Begriff. Nicht weiter verwunderlich, arbeitete der Komponist vor allem an Orchester- und Chorwerken sowie an Opern. Doch Krenek war auch im Bereich der Tonbandmusik und elektronischen Musik tätig. Zu seinem Studio gehörten zwei Buchla-Synthesizer aus dem Jahre 1967, die beide noch erhalten sind und somit zu den ältesten Originalen der Geschichte zählen dürften.

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Neben den beiden Buchla-Systemen hatte Krenek noch Filtermodule und Tonbandmaschinen im Einsatz. Der in Amerika lebende Komponist österreichisch / tschechischer Abstammung wurde 1900 in Wien geboren und starb 1991 in den USA …

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Einer seiner beiden Buchla Synthesizer ist im Krenek Institut in Krems (Niederösterreich) öffentlich ausgestellt. Wir haben uns das Instrument näher angesehen …

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Wie den Bildern zu entnehmen ist, ist der Buchla Synthesizer großzügig mit Mixern, Sequenzer und Reverb (Hall) ausgestattet. Ungeachtet der guten Modul-Bestückung ist es jedoch überraschend, wie klein (!) so ein Buchla-System im Gegensatz zu einem Moog Modular-Synthesizer ist. Um den Eindruck klarer zu machen: Buchla verwendete Mini-Klinken, das hier abgebildete System ist etwas mehr als 19 Zoll breit …

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Weiter zu Teil 2 des Artikels.

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Weitere Info:

Krenek / Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Krenek
Krenek Institut: www.krenek.at

3 Gedanken zu “Der Buchla Synthesizer von Ernst Krenek (Teil 1)

    • … leider nein. Buchla Nummer 1 steht hier in einer Vitrine, Buchla Nummer 2 wird gerade restauriert. Vielleicht kommen die Instrumente eines Tages im Rahmen elektronischer Aufführungen bei Krenek-Veranstaltungen wieder zum Einsatz, das wäre jedenfalls sehr schön …

  1. “ausgerechnet und verspielt” – diese Oper hat mich in den 80ern an Krenek herangeführt (inzenierung John Dew) .

    Hier, im 21 Jh. zu lesen, was ich nicht wusste, dass er einen Buchla hatte— wunderbar :-)