Novation KS-Synthesizer – Geheimtipp unter den Virtuellen

Obwohl bereits über 10 Jahre alt und damit der elektronischen Pubertät entwachsen, ist die KS-Synthesizer-Familie noch heute spannend und aufregend. Novation KS4, KS5, KSrack sowie die kleine K-Station sind hochwertige Klang- und Performance-Tools, die bei ihrem Erscheinen im Jahre 2003 als Gegenspieler zum Clavia NordLead und Access Virus gesehen wurden. Tatsächlich ist das Konzept der Instrumente allerdings sehr verschieden. Doch die klangliche Ausrichtung der Novation-Linie ist ganz eindeutig, denn sie entspricht dem Trend der späten 90er- und frühen 00er-Jahre: Techno!

Novation-KS4-front

Das sei allerdings nicht negativ zu verstehen. Von schönen Flächensounds und pulsierenden Arpeggio-Klängen über durchaus sehr brauchbare Drumsounds bis hin zu Lead-Klängen aller Schattierungen ist hier alles zu finden. Ein paar minimale Details der Benutzerführung sind etwas gewöhnungsbedürftig (so wurde bei den Keyboard-Modellen eine Hüllkurve mittels POTIS und eine mittels FADER realisiert, beides zusammen ergibt einen etwas skurrilen Hüllkurven-Bereich), doch insgesamt ist die Bedienung der KS-Synthesizer hervorragend.

Obwohl das Wort in der Medienlandschaft bereits zig-fach überstrapaziert ist, hier trifft es zu: Das Arbeiten am Novation KS Synthesizer mach Spaß. Das Instrument ist unkompliziert, effizient und liefert sehr gute musikalische Ergebnisse … definitiv ein Geheimtipp in der Synthesizer-Landschaft.

Novation-KS4-back

3 Oszillatoren mit einer Unzahl an Wellenformen, Multi-Mode Filter, Synchronisation von Arpeggiator zu LFOs und Audio-Delay, 16-stimmige Polyphonie, 4-facher Multi-Mode … die klanglichen Möglichkeiten sind weitreichend.

Von den guten Werkspresets und spannenden musikalischen Features abgesehen, muss der KS-Serie vor allem eine sehr hochwertige Verarbeitung bescheinigt werden. Auch das silberne Design birgt seine Vorteile – noch heute erscheinen viele KS-Synthesizer absolut gepflegt und wie neu. Staub sieht man auf silbernem Hintergrund nun mal nicht so gut.

Novation-KS4-sideview

2014 liegen die KS-Preise am Gebrauchtmarkt wie folgt:

  • Novation KS4: ca. 250 – 350 Euro
  • Novation KS5: ca. 300 – 400 Euro
  • Novation KSrack: ca. 400 Euro

Novation-KS4-back-logo

Novation-KS4-envelopes

Novation-KS4-LFO

Novation-KS4-keys

Novation-KS4-filter

Novation-KS4-knobs

Novation-KS4-LFO

Weitere Infos zur KS-Serie:

Anbei noch 20 Minuten Klangbeispiele, erstellt am Novation KS4 …

5 Gedanken zu “Novation KS-Synthesizer – Geheimtipp unter den Virtuellen

  1. Oha – daher noch kein Lebenszeichen… ;)
    Freu mich jetzt umso mehr!

  2. Klasse, dass der hier auftaucht – ich habe mir vor ca. über 10 Jahren die Kleintastaturvariante vom K gekauft und behalten. Klanglich sehr durchsetzungsfähig und vor allen Dingen knackig, wenn man möchte. Die Algorithmen gab es auch exakt so für die Powercore Plattform. Direkter Klang vor allen Dingen, nicht zugespaced durch FX. Somit auch eine Art klangliche Antipode zu Virus und Co . Für das Geld fast geschenkt.

    • … der Hall (Reverb) erscheint mir bei den Presets oft zu stark dosiert, aber das ist natürlich Geschmacksache. Zudem kann man das mit einem einzigen Handgriff anpassen (und die anderen, gut eingestellten Effekte dennoch so belassen, wie sie sind) … Auf alle Fälle: Schöne Instrumente …

  3. Hallo,
    wie verhalten sich die K´s im Vergleich zur Supernova.
    Habe z.B. die Supernova 1.

    • … habe leider (noch) keine Erfahrung mit den SuperNovas, aber: Was man im Netz so liest (und was die Spezifikationen so verraten) ist eine SuperNova wohl auch das Beste, was Novation anno dazumal produziert hat. Die K-Synthesizer sehen nach einer etwas abgespeckten Variante aus, was auch zeitlich – einige Jahre nach den SuperNovas – hinkommen könnte …