Musikmesse Frankfurt 2014 – Report Teil 1

Jedes Jahr wird man zunehmend unsicherer, ob es noch nötig ist, auf die Musikmesse zu gehen. Sehr viel Stress, viel zu laut, keine Zeit für gar nichts … zudem auch teuer: Parkgebühr, Essen, Kaffee, alles. Und doch ist man immer wieder froh, dort gewesen zu sein. Es sind weniger die Instrumente, die das Erlebnis so besonders machen, es sind die Musiker, es sind die Menschen, es ist jene spezielle Atmosphäre, als Freak mit unheilbarer Krankheit von vielen anderen Gleichgesinnten mit ebenso unheilbaren Krankheiten umgeben zu sein. Ein wunderbares Gefühl …

Der Streifzug des Jahres 2014 beginnt beim Synthesizer Magazin. Eine schöne Sammlung von – nicht ganz überraschend – Synthesizern ist da zu sehen …

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Das folgende Instrument sei speziell erwähnt: Marienberg Modular. Auf der Hompage des Herstellers Marienberg Devices kann man Infos zu den einzelnen Modulen einholen und sich das persönliche System mittels Modul-Planer zusammenstellen …

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Nach der erfrischenden Vintage/Modular-Ecke geht es mit einem Besuch bei ROLAND weiter. Der Global Player ist auf vielen Fronten aktiv. So gibt es neben Jupiter-80, Jupiter-50, Integra-7 und diversen anderen Synthesizern neue Workstations (FA-08 sowie FA-06) und auch … richtige Orgeln zu bestaunen. Zwar ohne Pfeifen und Windlade, doch die Renaissance der Kirchen-Orgel mit MIDI scheint bevorzustehen. An sich wäre das nicht so dumm, macht es doch oft mehr Freude, sich auf “einen” speziellen Klang – zum Beispiel einem Krummhorn oder eine Flauto – alleine zu konzentrieren und damit eben Musik zu machen statt vor dem Computer im MIDI-Dschungel zu versinken. Back to the roots, würde man sagen, nicht nur im Synthesizer-Bereich …

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Doch natürlich geht es uns vor allem um Synthesizer. Nette kleine Instrumente mit Sägezahn-Sound, Pulsweitenmodulation und zumindest einer Handvoll Schiebereglern sowie etwas Bumm-Tschak im Beiwagen. Also schwingen wir uns einen Stock höher, wo in Halle 5.1 Roland seine neuesten Entwicklungen im Bereich Synthesizer / Drumcomputer / Vocoder / etc. präsentiert. Soviel vorweg: Nach einigen Jahren des Dornröschenschlafes ist Roland wieder mit dabei … wenn auch mit “digitalen” Analogen, die im Sinne einer TR oder TB die alte Tradition auferstehen lassen sollen …

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Ach ja, und warum das “System-1″ eben “System-1″ heißt, wird beim Durchlesen der Roland PR-Texte klar. Das System steht in direkter Tradition von System-100, System-100M und System-700. Nun, wenn das nicht zum Schmunzeln verleitet …

“Mit dem System-1 bringt Roland den Vintage-Sound zurück. Neben einer eigenen internen Klangerzeugung reproduziert das SYSTEM-1 den Sound der großen analogen Vorbilder wie SYSTEM-100, SYSTEM-100M, SH-101 oder dem Kultgerät SYSTEM-700. Die Synthesizer-Modelle lassen sich als Plug-Out in das System-1 laden, als auch im Rechner integrieren.” (www.rolandmusik.de)

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Das Electronic-Duo hier hat die Sache jedenfalls echt im Griff. Sehr schön ist auch ihr Setup: Eine originale Roland TB-303, Rolands neue Sync-Box (ja, es gibt wieder eine MIDI-Sync-CV/Gate Box), der Doepfer Dark Energy II sowie die restliche Palette der neuen Produkte: System-1, VT-3, TB-3 sowie TR-8. Alles schön groovig … und ja, was soll man sagen? Die “Richtung” ist gut … wenn auch der rein digitale Klang der TB-3 Sweeps mich sofort an die ReBirth 338 erinnern. Doch wie gesagt, die Richtung ist mal gut … und viele Interessierte sind vor allem von der 808-Neuauflage TR-8 sehr angetan. Zudem wird gemunkelt, dass Roland tatsächlich wieder “analoge” Instrumente bauen wird … wir sind gespannt.

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Nachdem es sich Dieter Doepfer hier offenbar nicht nehmen lässt, den DJs von Roland mal gut auf die Finger zu schauen (was denn da mit seinem Dark Energy II so passiert), schwenken wir gleich in die SuperBooth-Ecke rund um Schneiders Büro und (fast) allem, was in Deutschland mit ANALOG zu tun hat. Wie immer ist ein monströses Doepfer-Modularsystem im Zentrum des Geschehens … doch auch andere Module sind zu finden. Der 3HE-Modularmarkt boomt wie verrückt. Das ist ein gutes Zeichen …!

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Teil 1 des Messeberichts gestattet sich noch einen schnellen Sprung über den großen Teich (es wird übrigens nicht der letzte sein). Buchla ist in aller Munde. Buchla ist eben einzigartig. In vielerlei Hinsicht, betreffend Design, aber auch in punkto Preis …!

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Teil 2 des Messeberichts knüpft an dieser Stelle an und erkundet weitere Firmenstände und Nischen der weitläufigen Synthesizer-Messehalle …

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Link: Musikmesse Frankfurt 2014 – Report Teil 2

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