Roland System 100M – japanische Impressionen

Sehr bemerkenswert, das Roland System 100M. Das von 1979 bis ca. 1984 gebaute Modularsystem zählt zu den “noblen” Mittelklasse-Instrumenten der Synthesizergeschichte. Klanglich ist es exzellent, die Hardware ist “gut”, die Bauweise robust und das Design sehr übersichtlich. Noch Mitte der 80er Jahre war das System in den Preislisten diverser Musikhäuser zu finden. Anbei einige Bilder, die von einem 38-Modul System 100M stammen …

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4 Gedanken zu “Roland System 100M – japanische Impressionen

  1. Die Modularen von Roland kommen immer wie ein Gentleman daher. Vornehm zurückhaltend, aber trotzdem nicht zu unterschätzen. Das Design zeugt von einem edlen Stil. Wenn die Queen sich an einem Synthesizer versuchen wollte, würde ich ihr einen 100er von Roland ins Musikzimmer schieben. Alles andere wäre unangemessen.

    Der Moog oder der Formant dagegen sehen immer aus wie aus einem Elektronik-Labor entlaufen. Man wundert sich immer ein wenig, dass keine Drähte irgendwo raushängen …

  2. … ja, das Design ist sehr gelungen (speziell beim Roland System 100, wenngleich es halbmodular ist). Den Moog-Systemen (und Klonen à la Synthesizers.com oder COTK) muss man allerdings einen absolut hervorragenden Klang zugestehen. Das versöhnt ob der nicht sehr inspirierenden Optik zu hundert Prozent.

    Ein großer Vorteil der Roland Modularsysteme ist die Verwendung von Fadern (wohl auch ein Mitgrund für das ausgewogene Design-Empfinden seitens des Betrachters). Das grafische “Ablesen” von Hüllkurven-Verläufen und Mixer- oder Modulations-Einstellungen ist unübertroffen luxuriös.

    Schließlich aber haben die Module der Roland 100M und 700 Serie in allen Bereichen des Klangpfades kleine Mischer eingebaut, die sehr schnelles und übersichtliches Arbeiten ermöglichen. Auch ein großes Plus …!

    • Ich habe seit einiger Zeit einen Clone des 100m Filters von Frequency Central, das sehr schön klingt und mit den VCOs des Cwejman S1 ziemlich fett zuschlägt.
      Würde gerne wissen ob das Original bei geringeren Engangspegeln ebenfalls relativ abrupt in die Eigenschwingung gerät, nachdem sich der Klang erstmal wenig ändert wenn man die Resonanz hochschraubt. Bei höheren Pegeln ergeben sich dann deutlichere Zwischenstadien, bei denen der Klang näselt, bevor er dann surrt und schliesslich pfeifft. Der Clone ist Pegeladjustiert. Steigende Resonanz dünnt nicht aus. Ist das auch original so?
      Hier wäre mal ein Testfile: https://soundcloud.com/michael-pohl-7/wave-in-head-systemxfilter?in=michael-pohl-7/sets/synthesizer-demos
      Frequency Central baute eher mit den OTA Bausteinen aus dem System 700.

      • Also, beim System 100M Filter ist der Übergang hin zur Selbstoszillation auch nicht ohne “Makel” (wenn man das so sagen darf). Da gibt es – aufsteigend – bei ca. 2/3 der Resonanz einen unsauberen Bereich, bevor der Pfeifton beginnt. Die Selbstoszillation ist dann ebenso nicht perfekt, erlaubt sie doch kein melodisches Spielen. Was natürlich dem sehr (sehr) guten 100M Filter keinen Abbruch im hervorragenden Gesamtklang tut …